Machbarkeitsstudie Quartiersgarage Froschberg
L 8 · Fraktionsantrag · 21. Sitzung
Zusammenfassung
KI GeneriertGefordert wurde eine Machbarkeitsstudie für eine Quartiersgarage am Froschberg als Alternative zu mehreren geplanten Tiefgaragen im Zuge des Wohnprojekts Froschberg 2.0. Begründet wurde dies mit dem Schutz des gewachsenen Bodens, der Freiräume und der stadtklimatisch günstigen Grünflächen sowie mit der Möglichkeit, Oberflächenparker aus den engen Gassen zu verlagern. Als möglicher Standort wurde der Parkplatz vor der TipsArena an der Ziegeleistraße genannt, der sich für eine mehrfach genutzte Hoch- oder Sammelgarage mit Mobilitätspunkt eignen könnte. Zusätzlich wurde die Chance beschrieben, den versiegelten Parkplatz teilweise in eine parkähnliche Grünfläche mit Spiel- und Sportangeboten umzuwandeln. Der Antrag wurde mehrstimmig abgelehnt; die Kosten sollten laut Beschlussformel durch Umschichtung im Budget bedeckt werden.
AntragstextEinblendenAusblenden
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Wortmeldungen (4)EinblendenAusblenden
Lieber Lorenz Potocnik, ich melde mich in meiner Funktion als Vizebürgermeister für Mobilität und ich möchte unsere Stimmenthaltung argumentieren. Du kritisierst mit deinem Antrag zum einen das Projekt der WAG an der Ziegeleistraße und sagst dann andererseits, dass als Alternative eine Sammelgarage, eine Quartiersgarage am TipsArena Parkplatz situiert werden sollte. Ich kann deine Position, das Projekt der WAG betreffend, so nicht mittragen, weil ich das Projekt als gut empfinde. Es ist ein Projekt der Nachverdichtung auf der einen Seite und der nachträglichen Errichtung von Bewohnerparkgaragen auf der anderen Seite. Ehrlicherweise stelle ich mir das genauso vor. Das sind ältere Wohnung, die man wieder in Schuss bringt, auch für Leute, die später einziehen, wenn jemand älterer auszieht oder verstirbt, wie es auch sein kann. Wenn eine junge Familie einzieht, die ein Auto hat, braucht sie auch einen Stellplatz. Insofern macht eine nachträgliche Errichtung von Bewohnerparkgaragen Sinn, auch vor dem Hintergrund - und ich glaube die Intention teilst du ja - dass man den ruhenden Verkehr vom öffentlichen Gut, von der Straße, wegbringt. So viel zum Ersten. Ich teile deine zweite Zielsetzung Lorenz Potocnik, dass wir Quartiers- und Sammelgaragen errichten sollten, nur eben nicht, anstatt dieses WAG-Projektes - das ist meine Haltung. Ich habe daher den Auftrag an den Planungsdirektor gegeben, die Flächen zu eruieren und aufzulisten, wo Quartiersgaragen aus fachlicher Sicht Sinn machen. Sobald die Liste da ist, gehört politisch bewertet, ob man diese Sicht vertreten kann und wo man etwas realisieren kann? Das ist meine Herangehensweise, aber deine, Lorenz Potocnik, teile ich nicht und daher enthalten wir uns der Stimme.
Danke, Herr Bürgermeister. Wir sehen das ein bisschen anders als Herr Vizebürgermeister Hajart. Unserer Meinung nach sollte die Quartiersgarage am Froschberg anstatt der Tiefgaragen entstehen und nicht als Zusatz. Wir werden sonst bestimmte Ziele, die wir uns setzen, nicht hinkriegen. Ein Ziel heißt einfach, dass wir versuchen den motorisierten Individualverkehr auf 23 Prozent zu senken. Wie soll das gehen, wenn wir überall mehr Parkplätze bauen und versprechen, dass es zu jeder Wohnung am Froschberg auch einen Parkplatz gibt? Quartiersgaragen sind gut, Lorenz Potocnik hat die Potentiale angesprochen. Ich denke, dass das eine moderate Lösung ist, um mit den Stellflächen umzugehen und ich denke auch, dass die Stadt diese Möglichkeit prüfen sollte. Deswegen werden wir auch zustimmen. Danke.
Ich glaube, die Vorstellungen darüber, wie die Zukunft aussieht bzw. die Mobilität der Zukunft aussieht, sind unterschiedlich. Michael Roth-Schmida, du hast den Ansatz, die Leute sollen kein Auto mehr besitzen, um beispielsweise die Klimaziele zu erreichen. Ich sehe das anders. Ich glaube, die Menschen werden auch in Zukunft Autos haben, aber sie werden multimodaler und das Auto bleibt öfter und länger stehen. Die Leute werden aber trotzdem ein Auto haben, um beispielsweise einmal in der Woche einen größeren Einkauf zu tätigen und ein anderes Mal vielleicht am Wochenende einen Ausflug zu machen. Insofern glaube ich, dass die Leute auch in Zukunft Autos haben werden, auch wenn sie vielleicht elektrisch motorisiert sein werden. Damit stellt sich die Frage, wo diese Autos geparkt werden. Soll man sie weiterhin im öffentlichen Raum parken, wenn keine Tiefgaragen bestehen, oder schafft man unterirdische Stellplätze? Das ist die Grundfrage, mit der man sich auseinandersetzen muss und da unterscheiden wir uns.
Danke, ich habe das Gefühl, Martin Hajart, dass du da absichtlich ein bisschen an der Sache vorbeiredest. In der Garage könnten vielleicht sogar mehr Stellplätze sein, weil es einfacher ist. Darum geht es nicht, sondern es geht darum, dass der gewachsene Boden geschont wird. Außerdem geht es um die ganzen anderen Vorteile einer Sammelgarage. Zu deinem Argument, dass die Leute ein Auto besitzen: Es geht, so wie du richtig sagst, darum, in Zukunft kurze Wege weniger mit dem eigenen Auto zurückzulegen. Da bin ich ganz deiner Meinung. Wenn aber das Auto öfter steht, spricht das noch mehr für eine Sammelgarage, dann baue ich die Parkplätze nicht unmittelbar unter der Wohnung. Ich verstehe schon, dass es eine Verbindung zur WAG gibt, aber wir sind hier da, um Stadtentwicklung im Sinne des öffentlichen Interesses zu machen. Diese Sammelgarage, ist – das ist glaube ich, beweisbar - im öffentlichen Interesse. Deswegen würde ich dich Martin Hajart bitten, dir einen Ruck zu geben und dieses Thema zumindest im Ausschuss zu behandeln.
Abstimmungsergebnis
Ergebnis: abgelehnt
Der Antrag wird mehrstimmig abgelehnt. Enthaltung: SPÖ (21), ÖVP (11), FPÖ (9), NEOS (2)