Verbesserung der Durchgrünung in der Wiener Straße

L 3 · Fraktionsantrag · 21. Sitzung

Berichterstatter:

Ergebnis:ausschuss verwiesen

Zusammenfassung

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Geprüft werden soll eine stärkere Durchgrünung der Wiener Straße zwischen Unionkreuzung und Herz-Jesu-Kirche. Vorgesehen ist, die Bepflanzungslage zu evaluieren und kleinwüchsige Bäume am Mittelstreifen durch Neupflanzungen nach dem Prinzip der Schwammstadt zu ersetzen. Begründet wird das mit der früheren Funktion der Straße als grüner Boulevard und mit der Möglichkeit, auf geeigneten Flächen mehr Grün zu schaffen, ohne die Verkehrs- und Parkplatzsituation zu verschärfen. Zugleich wird auf die hohen Kosten bisheriger Durchgrünungen und auf die klimatisch belastete Lage im Umfeld der Herz-Jesu-Kirche verwiesen. Der Vorschlag wurde zur weiteren Beratung an den Ausschuss für Klima, Stadtgrün, Frauen und Bildung verwiesen; die Kosten sollen durch Umschichtung im Budget gedeckt werden.

Schlagwörter (10):durchgrünungwiener straßestadtgrünbaumneupflanzungschwammstadtklimaanpassungverkehrsberuhigungparkplatzsituationbudgetumschichtungstadtplanung
AntragstextEinblendenAusblenden
Sehr geehrte Frau Vizebürgermeisterin, sehr geehrte Damen und Herren, Thema des Antrages L 3 ist die Verbesserung der Durchgrünung in der Wiener Straße. In Linz werden seit mehreren Jahren schon in vielen Straßen, hauptsächlich in Seitenstraßen, Durchgrünungen geplant, die unverhältnismäßig viel kosten. Im Regelfall lassen diese keine wirklich großen Bäume zu. Gleichzeitig gibt es Straßen, wie die Wiener Straße, zwischen der Herz-Jesu-Kirche und der Unionkreuzung, die früher einmal ein grüner Boulevard war. Durch bautechnische Umgestaltungen ist die Wiener Straße jetzt aber kaum mehr durchgrünt. Unser Vorschlag ist daher, dort wieder den Zustand herzustellen, der bis in die Achtziger- und Neunzigerjahre bestand. Nachdem die Straße grundsätzlich verkehrsberuhigt ist, ist es möglich keine zusätzlichen Parkflächen wegzunehmen und mehr Grün zu erzielen.
BeschlussformelEinblendenAusblenden
Die für Stadtgrün zuständige Stadträtin Mag.a Eva Schobesberger wird ersucht, die Bepflanzungslage der Wiener Straße, zwischen Unionkreuzung und Herz-Jesu-Kirche, zu evaluieren. Es sollte eine Neupflanzung abseits der Straßenbahntunnelröhre nach dem Prinzip der Schwammstadt als Ersatz für die kleinwüchsigen Bäume am Mittelstreifen durchgeführt werden, ohne dadurch die Verkehrs- und Parkplatzsituation zu verschärfen. Die Bedeckung der Kosten soll durch Umschichtung im Rahmen des Budgets erfolgen.
Wortmeldungen (3)EinblendenAusblenden

Meine sehr geehrten Damen und Herren, in der Vergangenheit wurde es leider, gerade in der Innenstadt, oft verabsäumt auf eine entsprechende Durchgrünung zu achten. Daraus ergibt sich nun, auch auf Grund des Klimawandels, die Notwendigkeit von kostenintensiven Nachpflanzungen. Gerade deswegen ist eine sorgfältige Abwägung von Aufwand, Kosten und der erzielbaren positiven Wirkung unumgänglich. Genau deswegen beantragen wir eine Zuweisung dieses Antrages an den Ausschuss für Klima, Stadtgrün, Frauen und Bildung.

Da waren jetzt schon im ursprünglichen Antrag ein paar Widersprüchlichkeiten, denn es wird, Herr Grabmayr, auch in der Wiener Straße nicht gehen, dass wir dort Bäume pflanzen, ohne dass das viel kostet und ohne, dass wir versiegelte Flächen dafür in Anspruch nehmen. Es ist eine gute Idee im Ausschuss näher darüber zu diskutieren, dann können wir diese Widersprüchlichkeiten vielleicht auch auflösen und schauen, wo wir hinkommen. Grundsätzlich möchte ich dazu sagen, dass genau dieses Gebiet rund um die Herz-Jesu-Kirche ein klimatologisch besonders benachteiligtes Gebiet ist. Dort ist es besonders heiß und die Durchlüftung ist besonders schlecht. Das heißt, es ist der Plan die Baumoffensive in diesem Gebiet fortzusetzen. Es spricht also auch nichts dagegen die Wiener Straße in die Grobbeurteilung mitaufzunehmen. Aber ‚Wasch mich und mach mich nicht nass!‘ wird es auch in diesem Bereich nicht spielen. Wenn wir versiegelte Flächen in Anspruch nehmen, wird es auch dort den einen oder anderen Parkplatz brauchen, um einen Baum zu pflanzen. Aber das können wir gerne alles ausführlich im Ausschuss besprechen.

Grundsätzlich haben wir dort eben die Sondersituation, dass seinerzeit auf der Straßenbahnröhre Bäume gepflanzt worden sind, die nicht groß wachsen können. Wenn man von dieser Straßenbahnröhre auf normalen Untergrund wechselt, werden sich bessere Bäume pflanzen lassen und man kann dort sicher eins zu eins Verkehrsflächen mit Baumflächen austauschen. Alles in allem ist für uns eine Zuweisung dieses Antrages völlig in Ordnung.

Abstimmungsergebnis

Ergebnis: ausschuss verwiesen

Die Zuweisung des Antrages an den Ausschuss für Klima, Stadtgrün, Frauen und Bildung wird einstimmig angenommen.