Wirklich 1000 Bäume pflanzen – Potential von geeignetem, brachliegenden Flächen heben

K 9 · Fraktionsantrag · 6. Sitzung des Gemeinderates der Landeshauptstadt Linz

Berichterstatter:

Ergebnis:ausschuss verwiesen

Zusammenfassung

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Geprüft werden soll das Potenzial brachliegender Flächen in den Straßenräumen der Inneren Stadt, um dort möglichst einfach Bäume zu pflanzen. Begründet wird das mit dem Ziel, die angekündigte Pflanzung von 1000 Bäumen doch noch zu erreichen und mit mehr Grün kühlende Wirkung für Linz zu schaffen. Als Hindernisse werden der hohe Aufwand bei Baumpflanzungen im Straßenraum, Leitungsträger im Untergrund, mögliche Eingriffe in Parkplätze sowie Fragen der Verkehrssicherheit genannt. Im Ausschuss soll geklärt werden, welche Flächen tatsächlich geeignet sind und wie sie systematisch bepflanzt werden können. Der Antrag wurde einstimmig dem Ausschuss für Klima, Stadtgrün, Frauen und Bildung zugewiesen.

Schlagwörter (9):baumpflanzungstadtgrünklimastraßenraumbrachflächenverkehrsbegleitgrünverkehrssicherheitinneres stadtgebietbudgetumschichtung
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Gemeinderat Potočnik berichtet über den von der LinzPlus-Gemeinderatsfraktion eingebrachten Antrag K 9 Wirklich 1000 Bäume pflanzen – Potential von geeignetem, brachliegenden Flächen heben und führt aus: „Sehr geehrte Frau Vizebürgermeisterin, liebe Kolleginnen und Kollegen, es geht um Bäume, das war heute schon Thema in Bezug auf den Schillerpark. Es geht darum wirklich 1000 Bäume zu pflanzen. Wir haben in den letzten Jahren schon oft über Bäume gesprochen und es gab sehr viele Ankündigungen, Studien, Konzepte und Projekte, die auch viel Geld gekostet haben. Wirklich gepflanzt wurden diese 1000 Bäume, die versprochen wurden, nicht. Wir haben eine Idee wie es einfacher sein kann, Flächen zu finden, wo es leichter ist einen Baum zu pflanzen. Davor möchte ich noch kurz erklären, warum wir glauben, dass das Pflanzen dieser 1000 Bäume oder zumindest von ein paar hundert Bäumen in Straßenräumen nicht gelungen ist. Das Pflanzen von Bäumen im Straßenraum, also das komplette neu vorbereiten von Untergrund in der Straße, insbesondere nach dem sogenannten Schwammprinzip, ist ein schwieriges Unterfangen, das ist nicht unkompliziert und aufwändig. Es muss tief gegraben werden, oft befinden sich Leitungsträger im Untergrund, es betrifft mehrere Ressorts und es ist teuer. Man schätzt, dass die Errichtungskosten nach diesem Prinzip bei 25.000 Euro pro Baum liegen, das ist nicht wenig. Das ist, denke ich auch, ein Grund, warum das bisher zumindest nicht gelungen ist. Es hängt aber auch damit zusammen, da bin ich mir ziemlich sicher, dass in diesem Fall natürlich Parkplätze wegfallen müssten. Das ist ein heißes Thema, da trauen sich nicht alle drüber. Wir sind da nicht weitergekommen, sehen aber eine Chance, dass wir hunderte, wenn nicht tausende von Flächen in der Stadt finden können. Wir haben Restflächen und Grünflächen, die momentan brachliegen, wo ein bisschen Gras ist, aber sonst eigentlich nichts und wo wir mit minimalstem Aufwand oder geringem Aufwand Bäume pflanzen könnten. In diesem Antrag geht es darum, dieses Potential, diese Flächen zu erkennen, zu vermessen und sich bewusst zu werden, wo die sind und dann einen Plan zu entwickeln, wie oder wo wir diese Bäume pflanzen könnten. Der Gemeinderat beschließe: ‚Die zuständigen Referenten werden ersucht, das Potential an brachliegenden Flächen für das einfache Setzen von Bäumen in den Straßenräumen in der Inneren Stadt zu erheben und diese dann systematisch und rasch mit Bäumen zu bepflanzen. So könnten mit geringstem Aufwand und Kosten wirklich 1000 neue Bäume in Kürze wachsen und ihre kühlende Wirkung für Linz entfalten. Bedeckungsvorschlag: Etwaige Kosten können durch Umschichtungen im Budget gedeckt werden.‘ Ich bitte um Zustimmung.“
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‚Die zuständigen Referenten werden ersucht, das Potential an brachliegenden Flächen für das einfache Setzen von Bäumen in den Straßenräumen in der Inneren Stadt zu erheben und diese dann systematisch und rasch mit Bäumen zu bepflanzen. So könnten mit geringstem Aufwand und Kosten wirklich 1000 neue Bäume in Kürze wachsen und ihre kühlende Wirkung für Linz entfalten. Bedeckungsvorschlag: Etwaige Kosten können durch Umschichtungen im Budget gedeckt werden.‘
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Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, die Baumpflanzoffensive ist dem ehemaligen Grünreferenten Vizebürgermeister Mag. Bernhard Baier und uns als ÖVP sehr am Herzen gelegen und tut es nach wie vor. Wir haben in diesem Haus einige Schlüsse dazu gefasst. Klar ist, dass wir das Thema weiter bearbeiten wollen und es auch vorantreiben. Auf den ersten Blick erschließt sich für uns allerdings nicht, wie das einfache Setzen, so wie es im Antrag formuliert ist, funktionieren kann und welchen Effekt es hat. Wir schlagen deswegen eine Zuweisung zum Ausschuss für Klima, Stadtgrün, Frauen und Bildung vor, damit Kollege Potočnik dort seine Vorstellungen erhellen kann.

Mir ist es ähnlich gegangen als ich den Antrag gelesen habe, ich habe auch nicht verstanden, was genau gemeint ist. Ich habe mir aber die Mühe gemacht und auf der Homepage von LinzPlus recherchiert und dort ein paar Beispielfotos gefunden. Ich wollte mir das gleich anhand dieser Beispiele anschauen, leider ist aber nicht dabeigestanden, welche Örtlichkeiten das sind. Es war nicht möglich alle zu erheben, ohne einen großen Aufwand zu betreiben, aber ein paar Beispiele kann ich schon nennen. Es ist wie so oft in diesem Fall nicht ganz so einfach, wie man sich das vielleicht vorstellt. In Wahrheit geht es nicht um Brachflächen, sondern um Verkehrsbegleitgrün oder sogenannte Verkehrsinseln, die im Straßenraum irgendwo angebracht sind. Manche davon sind schlichtweg zu klein, da kann kein Baum wachsen, weil dort nicht genug Wurzelraum ist. Andere davon, ich beziehe mich auf die Beispiele die auf der Homepage waren, sind im Privatbesitz. Das heißt, die Stadt Linz kann dort nichts ansetzen, weil das auf fremden Grund nicht so einfach ist. Bei manchen ist es aus Verkehrssicherheitsgründen nicht möglich, dass dort etwas gepflanzt wird, weil man die Sichtbeziehung braucht. Ein Beispiel dafür sind Tiefgarageneinfahrten, wenn dort ein Strauch im Weg ist, sieht man beim Hinausfahren nicht mehr ob ein Auto kommt oder nicht. Manche von denen sind auch sogenannte Sickerungsmulden, die nicht bepflanzt werden dürfen, weil sie der Versickerung dienen. Ich unterstütze aber den Vorschlag, dass wir uns das im Ausschuss noch einmal genauer anschauen und zwar, dass wir uns dort auch anschauen, welche Formen des sogenannten Verkehrsbegleitgrüns es gibt und was dort möglich ist. Dann können meine MitarbeiterInnen auch referieren, was schon alles passiert ist. Meine Leute haben natürlich genau im Auge wo das möglich ist und es wird auch immer wieder gepflanzt. Einen zweiten Vorschlag mache ich auch. Wenn jemand eine konkrete Verkehrsinsel, ein Verkehrsbegleitgrün oder so etwas im Auge hat, wo er meint, dass dort ein Baum schön wäre, dann schickt mir das einfach, wenn es geht mit Bezeichnung der genauen Örtlichkeit, dann können wir unkomplizierter schauen, ob man dort einen Baum setzen kann oder nicht. Wenn es möglich ist, bin ich die Erste, die das unterstützt und dafür sorgt, dass dort auch ein Baum steht. Aber wie gesagt, es ist leider nicht so einfach, wie man glauben könnte. Das habe ich jetzt vergessen, eines dieser Beispiele auf der Homepage - das kommt leider gar nicht so wenig oft vor – ist nur ein sehr oberflächliches Grün und darunter befindet sich eine Leitung. In diesem konkreten Beispiel war es eine 10 KV-Stromleitung, da kann man natürlich auch keinen Baum daraufsetzen. Also die zwei Vorschläge mache ich. Erstens unterstütze ich den Vorschlag von Frau Manhal, dass wir uns das im Ausschuss noch einmal genauer anschauen und zweitens, wenn jemand einen konkreten Vorschlag hat, bitte Foto und genaue Örtlichkeit schicken, dann schauen wir uns an, ob es möglich ist.

Abstimmungsergebnis

Ergebnis: ausschuss verwiesen

Der Antrag wird einstimmig dem Ausschuss für Klima, Stadtgrün, Frauen und Bildung zugewiesen.