Lastenräder in die Linzer Stadtteile!

L 11 · Fraktionsantrag · 12. Sitzung

Berichterstatter:

Ergebnis:abgelehnt

Zusammenfassung

KI Generiert

Gefordert wurde ein Linzer Konzept für den Verleih von Lastenrädern, damit Cargo-Bikes in den Stadtteilen näher verfügbar sind und sich an erprobten Modellen orientieren. Vorgesehen war die Suche nach Partnern im In- und Ausland sowie nach Kooperationen mit lokalen Wohnbauträgern und gemeinnützigen Wohnbaugesellschaften. Als Begründung wurden die hohen Anschaffungskosten von Lastenrädern und der Nutzen von Leihsystemen für den Transport von Kindern, Einkäufen und Werkzeug genannt. Das Konzept sollte im Mobilitätsausschuss vorgestellt werden. Die Zuweisung und der Antrag wurden jedoch abgelehnt.

Schlagwörter (9):lastenräderleihsystemmobilitätstadtteilecargo-bikeswohnbauträgerkooperationenverkehrbudgetumschichtung
AntragstextEinblendenAusblenden
und führt aus: „Sehr geehrter Herr Bürgermeister, ich versuche es schnell zu machen. Lastenräder sind ein Changemaker, das sind nicht nur lustige Bikes, sondern die können einen richtigen Beitrag in der städtischen Mobilität leisten. Da genügt ein Blick in den Norden und nach Deutschland, Dänemark, Berlin, Amsterdam, Holland usw., dort sieht man wohin der Trend geht. Da diese Bikes aber teuer sind - das ist eine ziemlich große Investition, das spielt sich irgendwo zwischen drei- und bis zu achttausend Euro ab - und nicht jeder so ein Fahrrad auch selbst besitzen muss oder will, setzen sich auch bei diesem Trend die Leihlastenräder durch. Nicht nur im Norden, sondern auch schon in Österreich. In Graz fährt TIM gerade ein Programm hoch, überall dort, wo Elektroautos zu mieten sind, ist auch ein Elektro-E-Bike. In Deutschland und Holland gibt es die Firma Cargoroo, über die Bikes in der ganzen Stadt per App gemietet werden können. Allen Verleihsystemen ist gemeinsam, dass sie versuchen diese Lastenräder in den Stadtteilen gut zu verteilen. Das heißt, im Idealfall gibt es im Umkreis von sagen wir einmal zwei-, dreihundert Meter, in jedem Grätzl, in jeder Nachbarschaft so ein Fahrrad, damit man schnell darauf zugreifen kann und man Kinder, einen Einkauf, Werkzeug, wie immer, durch die Gegend transportieren kann. Unseres Erachtens sollte Linz eine Anstrengung machen und versuchen so ein Verleihsystem hierher zu locken. Dieser Versuch oder diese Anstrengung würde dir zufallen Martin, als Mobilitätsreferent. Unser Antragstext lautet folgendermaßen: Der Gemeinderat beschließe: ‚Der zuständige Vizebürgermeister, Mobilitätsreferent Martin Hajart wird beauftragt ein Linzer Konzept für den Verleih von Lastenrädern zu entwickeln, das dafür sorgt, dass diese leihbaren Cargo-Bikes viel näher bei den Linzer*innen sind, als dies aktuell der Fall ist. Dafür möge er sich an bereits existierenden und erprobten Modellen orientieren und nach möglichen Partnern (national wie international) als auch Kooperationen mit lokalen Wohnbauträgern und gemeinnützigen Wohnbaugesellschaften suchen. Das Konzept möge im Mobilitätsausschuss vorgestellt werden.‘ Bedeckungsvorschlag: Etwaige Kosten können durch Umschichtungen im Budget gedeckt werden. Ich bitte um Zustimmung.“
BeschlussformelEinblendenAusblenden
Der zuständige Vizebürgermeister, Mobilitätsreferent Martin Hajart wird beauftragt ein Linzer Konzept für den Verleih von Lastenrädern zu entwickeln, das dafür sorgt, dass diese leihbaren Cargo-Bikes viel näher bei den Linzer*innen sind, als dies aktuell der Fall ist. Dafür möge er sich an bereits existierenden und erprobten Modellen orientieren und nach möglichen Partnern (national wie international) als auch Kooperationen mit lokalen Wohnbauträgern und gemeinnützigen Wohnbaugesellschaften suchen. Das Konzept möge im Mobilitätsausschuss vorgestellt werden.
Wortmeldungen (4)EinblendenAusblenden

Lorenz, du triffst den Nagel auf den Kopf, ich sehe das genauso, ich plane das seit einiger Zeit und möchte im kommenden Verkehrs- und Mobilitätsausschuss über den aktuellen Stand berichten. Ich stelle einen Antrag auf Zuweisung. Danke schön.

Lieber Herr Potočnik, Sie haben sich die Mühe gemacht, im Falle Mengerstraße, Stichwort Familienstiftung, zu recherchieren, hätten Sie sich doch bei ihrem eigenen Antrag die Mühe gemacht. So musste ich es tun, ein Anruf bei TIM in Graz hat genügt, um den Antrag eigentlich zu zerpflücken. In Kurzform: Graz ist mehr Radfahrstadt als Linz und dort wurde genau ein Lastenfahrrad angeschafft. Es wurde aus dem Klimaschutzfonds und aus der Landesförderung finanziert, Kosten drei- bis fünftausend Euro. Es ist kein E-Lastenfahrrad, sondern ein konventionelles Lastenfahrrad. Die Auslastung dieses Lastenfahrrades ist zwölf Prozent. Das Lastenfahrrad ist dort ein Nice to have, mehr nicht. Es wird nicht genutzt und wenn dann nur von jenen, die in der Nähe des Standortes dieses Fahrrades wohnen. Ein Gegencheck bei TIM in Linz zeigt, wie auch andere Kollegen erfahren haben, dass sich TIM nicht als Fahrradverleih sieht. Lastenfahrräder sind ein Nischenthema, mehr nicht. Ich möchte hier jetzt wirklich nicht Gräben ausheben, aber noch einmal, daraus einen Antrag zu machen, ist Brainstorming, Masse statt Klasse.

Ja, ich freue mich Martin, wenn du das in die Hände nimmst und hier einen visionären Geist in die Stadt bringst.

So schnell wird man zum Visionär, indem man die Zuweisung beantragt, über die ich jetzt auch abstimmen lasse.

Abstimmungsergebnis

Ergebnis: abgelehnt

Die Zuweisung des Antrags an den Ausschuss für Mobilität und Verkehr wird bei Stimmenthaltung der Fraktionen von SPÖ (21), FPÖ (9) und NEOS (2) mit Stimmenmehrheit abgelehnt. Der Antrag wird bei Stimmenthaltung der Fraktionen von SPÖ (21), ÖVP (10), FPÖ (9), NEOS (2) und MFG (2) mit Stimmenmehrheit abgelehnt.