Kampf gegen Raser – Evaluierung

J 10 · Fraktionsantrag · 10. Sitzung des Gemeinderates der Landeshauptstadt Linz

Berichterstatter:

Ergebnis:abgelehnt

Zusammenfassung

KI Generiert

Geprüft werden sollte die Wirksamkeit angekündigter Maßnahmen gegen Raser in Linz, darunter die Kooperation zwischen Polizei und Zulassungsstelle, ein permanentes Polizeiauto mit Videomessgerät und drei neue Radaranlagen. Zusätzlich sollte untersucht werden, ob bauliche Eingriffe wie Fahrbahnverengungen, Aufpflasterungen oder erhöhte Hindernisse in Problembereichen das Rasen wirksamer reduzieren können. Begründet wurde dies mit dem Ziel, Verkehrssicherheit, Lebensqualität und Klimaschutz zu stärken und Maßnahmen nicht nur nach Ankündigung, sondern nach belegbarer Wirkung zu beurteilen. Die Ergebnisse sollten zwei Monate nach Inkrafttreten berichtet werden, die Kosten wären durch Umschichtung im Budget zu bedecken gewesen. Der Gemeinderat lehnte den Vorstoß mit Stimmenmehrheit ab.

Schlagwörter (9):raserbekämpfungverkehrssicherheitradaranlagenpolizeikontrollefahrbahnverengungaufpflasterungenverkehrsberuhigungklimaschutzbudgetumschichtung
AntragstextEinblendenAusblenden
Gemeinderat Mag. Redlhammer berichtet über den von der NEOS-Gemeinderatsfraktion eingebrachten Antrag J 10 Kampf gegen Raser – Evaluierung und führt aus: „Der letzte Antrag richtet sich sehr stark auch an das Thema 13 ‚Maßnahmen zum Klimaschutz‘ der Ziele für eine nachhaltige Entwicklung, denn auch das Rasen oder der Kampf gegen das Rasen ist ein Kampf für mehr Lebensqualität und für mehr Klimaschutz. Mit großem Interesse haben wir die Maßnahmen die Vizebürgermeistere Hajart zum Thema ‚Sicherheit im Verkehr‘ setzt, verfolgt. Es werden folgende Maßnahmen angekündigt: Kooperation zwischen Polizei und Zulassungsstelle, ein permanentes Polizeiauto mit Videomessgerät und drei neue Radaranlagen. Kontrolle und Bestrafung haben tatsächlich generalpräventive Wirkung, allerdings weit weniger als etwa die Streckenbedingungen auf der Straße selbst. Einleuchtend ist zudem auch, dass ein einziges Polizeiauto nicht gleichzeitig überall dort sein kann, wo das Risiko des Rasens besonders hoch ist. Anreize zum Rasen entstehen auch durch breite, vermeintlich gut einsehbare, flache Strecken. Ist dann noch kaum Verkehr in der Nacht oder am frühen Morgen, verwandeln sich vor allem die Hauptdurchzugsstraßen zu Rennstrecken. Engere Fahrbahnen und landläufig als ‚Schupfen‘ bezeichnete Hindernisse auf der Fahrbahn hingegen reduzieren die Attraktivität einer Strecke zum Rasen deutlich besser – ohne, dass ein Polizist dort stehen müsste. Wir begrüßen alle Maßnahmen, um das Rasen in Linz zu verhindern, auch jene von Vizebürgermeister Hajart. Diese Maßnahmen müssen aber belegbar und wirksam sein und sollen nicht dem Aktionismus dienen. Daher wollen wir Zahlen und Fakten haben und wir stellen daher den Antrag: Der Gemeinderat beschließe: „Der zuständige Referent, Vizebürgermeister Martin Hajart wird damit beauftragt, seine angekündigten Maßnahmen zu mehr Verkehrssicherheit in Linz hinsichtlich ihrer Effektivität zu evaluieren und zwei Monate nach in Kraft treten dem Gemeinderat die Ergebnisse der Evaluierung zu berichten. Diese Maßnahmen sind: Kooperation zwischen Polizei und Zulassungsstelle, ein permanentes Polizeiauto mit Videomessgerät und drei neue Radaranlagen. Parallel dazu soll geprüft werden, ob bauliche Maßnahmen auf Fahrbahnen in Problembereichen (Verengung, Aufpflasterungen bzw. erhöhte Hindernisse) ein effektiver Weg zur Reduktion des Rasens und damit zur Verkehrssicherheit sein könnten.“ Die Bedeckung der Kosten soll durch Umschichtung im Rahmen des Budgets erfolgen. Wir ersuchen um Zustimmung.“
BeschlussformelEinblendenAusblenden
Der zuständige Referent, Vizebürgermeister Martin Hajart wird damit beauftragt, seine angekündigten Maßnahmen zu mehr Verkehrssicherheit in Linz hinsichtlich ihrer Effektivität zu evaluieren und zwei Monate nach in Kraft treten dem Gemeinderat die Ergebnisse der Evaluierung zu berichten. Diese Maßnahmen sind: Kooperation zwischen Polizei und Zulassungsstelle, ein permanentes Polizeiauto mit Videomessgerät und drei neue Radaranlagen. Parallel dazu soll geprüft werden, ob bauliche Maßnahmen auf Fahrbahnen in Problembereichen (Verengung, Aufpflasterungen bzw. erhöhte Hindernisse) ein effektiver Weg zur Reduktion des Rasens und damit zur Verkehrssicherheit sein könnten.
Wortmeldungen (1)EinblendenAusblenden

Bitte um Verzeihung, ich habe mich nicht deutlich zum Ausdruck gebracht, was meine Wortmeldung oder unser Stimmverhalten betrifft. Lieber Herr Gemeinderat Redlhammer, es gibt Dinge die ich im eigenen Bereich regeln kann, andere eben nicht, weil eine andere Zuständigkeit gegeben ist. Das ist einmal so. Es gibt Zuständigkeiten auf Gemeinde-, Bezirksverwaltungs-, Landes- oder Bundesebene oder auf EU-Ebene auch. In meiner Kompetenz 699 liegt es beispielsweise, einen Antrag zur Errichtung oder Etablierung von Radaranlagen zu stellen. Das habe ich ganz konkret gemacht, ich habe einen Stadtsenatsantrag eingebracht, der einstimmig beschlossen wurde. Auf der anderen Seite gibt es auch Zuständigkeiten auf Landesebene, etwa wenn es um eine Zusammenarbeit zwischen Polizei und Zulassungsstelle geht, beispielsweise im Hinblick auf die Kontrolle von Fahrzeuglenkerinnen und Fahrzeuglenkern, weil sie Tuning-Teile bei Autos montiert haben, die sie nicht typisiert haben. Oder, wenn es darum geht, ein permanentes Polizeiauto mit Videomessgeräten zum Einsatz zu bringen, das ist dann und wann von Seiten des Landes vorgesehen für Linz, aber nicht dauerhaft. Das sind eben Dinge, die ich vorschlage, für die aber, in diesen beiden Fällen, das Land Oberösterreich zuständig ist. Was ich auch machen kann und machen werde sind, Umgestaltungsmaßnahmen. Im Bereich Bismarckstraße/Hessenpark ist schon ein konkretes Projekt in Ausarbeitung und wird Eingang in das Bauprogramm 2023 finden. Da kann ich etwas tun! Aber bei zwei der drei angeführten Angelegenheiten eben leider nicht, insofern hat eine Evaluierung und ein Evaluierungsantrag diesbezüglich keinen Sinn und insofern enthalten wir uns der Stimme. Danke

Abstimmungsergebnis

Ergebnis: abgelehnt

Der Antrag wird bei Stimmenhaltung der Fraktionen von SPÖ (21), ÖVP (11), MFG (2) und LinzPlus (2) mit Stimmenmehrheit abgelehnt.