Erledigung des Antrages der FPÖ-Gemeinderatsfraktion vom 22. September 2022 „Reform des Aktivpasses – Einkommensgrenze und soziale Treffsicherheit erhöhen“
G 1 · Ausschussantrag · 14. Sitzung des Gemeinderates der Landeshauptstadt Linz
Ausschuss:Ausschuss für Generationen, Soziales und Sport
Ergebnis:angenommen
Zusammenfassung
KI GeneriertDer Aktivpass in Linz und die dafür geltenden Zugangsvoraussetzungen standen im Mittelpunkt. Gefordert worden waren eine höhere individuelle Einkommensgrenze, eine höhere Haushaltsgrenze sowie zusätzliche Bedingungen wie fünf Jahre rechtmäßiger Aufenthalt oder Deutschkenntnisse auf A2-Niveau. Als Begründung wurde angeführt, dass der Aktivpass keine Geldleistung, sondern ein niederschwelliges Vergünstigungsangebot der Stadt ist und strengere Prüfungen den Zugang erschweren würden. Im Ausschuss wurde darauf verwiesen, dass die Einkommensgrenze 2023 bereits valorisiert bei 1424 Euro lag und mit Sonderzahlungen effektiv höher ausfiel. Beschlossen wurde, die vorgeschlagene Reform nicht weiterzuverfolgen; die FPÖ und LinzPlus enthielten sich bei der Abstimmung.
AntragstextEinblendenAusblenden
BeschlussformelEinblendenAusblenden
Wortmeldungen (4)EinblendenAusblenden
Sehr geehrter Herr Bürgermeister, werte Damen und Herren, liebe Karin. Wir verstehen ehrlich gesagt nicht, was da so schwer sein soll, wenn man eine Bestätigung abgeben soll, ob man über Deutschkenntnisse - die wirklich sehr niederschwellig sind – verfügt. Bei einem Sprachkurs auf Niveau A2 reden wir wirklich nicht von etwas das nicht zu bewältigen wäre. Ich glaube auch, dass es kein Problem wäre einen rechtmäßigen Aufenthalt in Österreich darzulegen. Wir verstehen das überhaupt nicht, wir nehmen aber zur Kenntnis, dass es sich die SPÖ mit der eigenen Wählerklientel nicht verscherzen möchte und dass sie keine Änderung herbeiführen möchte. Wir werden uns deshalb der Stimme enthalten.
Mit dem eigenen Wählerpotential mag es möglicherweise auch andere geben, die dort Anteile haben, das ist sicher kein sozialdemokratisches Monopol.
Sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen des Linzer Gemeinderates, meine Fraktion hat im September 2022 der Zuweisung dieses Antrages in den Ausschuss zugestimmt. Wir haben damals der Zuweisung in den Ausschuss zugestimmt, weil wir bei der Integration von Migranten durchaus für die Deutschkenntnisse sind. Wir glauben, dass Deutschkenntnisse zur Integration dazugehören, den Zugang zur Bildung erleichtern und auch wichtig sind um in der Gesellschaft besser Fuß zu fassen. Beim Punkt der Integration sind wir natürlich heute auch noch für die Deutschsprachkenntnisse, jedoch sind die anderen Punkte – wie von dir Frau Vizebürgermeisterin angeführt, durchaus zweischneidig zu sehen und für unsere Begriffe auch nicht so klar erkennbar. Wir werden daher heute diesem Antrag zustimmen. Danke.
Vielen Dank. Ich glaube, dass es unbestritten ist, dass uns allen wichtig ist, dass Sprachkompetenz, wenn man hier in Österreich, hier in Linz lebt, ein ganz wesentlicher Faktor ist um sich integrieren zu können. Das ist unbestritten. Ich möchte aber trotzdem klar erwähnen, dass Sprachkenntnisse, aber auch der fünfjährige Aufenthalt, wie seitens der FPÖ gefordert, für Menschen die aus der Ukraine geflüchtet sind und die jetzt seit gut einem Jahr in Österreich sind und in Linz leben, nicht nachweisbar und möglich wäre. Ich würde mir wirklich sehr wünschen, dass die kriegerische Auseinandersetzung in der Ukraine am besten heute beendet ist, aber ich sage, das sind auch Beispiele, wo es ganz, ganz wichtig ist, dass wir einen sehr niederschwelligen Zugang haben. Deswegen, noch einmal danke für die breite Zustimmung zur weiteren Nichtverfolgung des Antrages.
Abstimmungsergebnis
Ergebnis: angenommen
Der Antrag wird bei Stimmenthaltung der Fraktionen von FPÖ (8) und LinzPlus (2) mit Stimmenmehrheit angenommen.