Politische Vielfalt des Gemeinderats im Stadtmagazin Lebendiges Linz abbilden
K 7 · Fraktionsantrag · 6. Sitzung des Gemeinderates der Landeshauptstadt Linz
Zusammenfassung
KI GeneriertIm Stadtmagazin „Lebendiges Linz“ sollte ein zweiseitiges Parteienforum eingerichtet werden, in dem Vertreterinnen und Vertreter aller im Gemeinderat vertretenen Parteien zu einem Thema ihrer Wahl Stellung beziehen. Begründet wurde dies mit dem Anspruch, die politische Vielfalt des direkt gewählten Gremiums sichtbar zu machen und die Stadtbevölkerung stärker über unterschiedliche Positionen zu informieren. Kritisiert wurde, dass das Magazin bisher vor allem die im Stadtsenat vertretenen Parteien abbilde und die Opposition ausblende. Die Kosten sollten durch Umschichtung im Budget gedeckt werden. Der Vorstoß wurde im Gemeinderat abgelehnt.
AntragstextEinblendenAusblenden
BeschlussformelEinblendenAusblenden
Wortmeldungen (6)EinblendenAusblenden
Sehr geehrter Herr Bürgermeister, werte Kolleginnen und Kollegen, geschätzte Besucherinnen und Besucher, Kollegin Gerlinde Grünn hat ganz richtig ausgeführt, dass dieser Antrag nicht ganz neu ist und auch schon im Ausschuss behandelt wurde. Tatsächlich war es, meinem Gefühl nach, nicht nur dem Ablauf der Funktionsperiode geschuldet, dass er dort inhaltlich nicht wirklich enderledigt werden konnte, sondern auch dem, dass wir offen gesagt noch keinen passenden Modus gefunden hatten. Ich halte es nicht für so ganz trivial, zu sagen, alle dürfen in einer offiziellen städtischen Publikation schreiben, was sie sich gerade denken. So etwas kann durchaus zu nicht gewünschten Effekten führen. Daher würde ich vorschlagen, dass wir die Arbeit fortsetzen, die wir in der Vorperiode begonnen haben, jetzt natürlich unter Einbeziehung der neuen Fraktionen in diesem Haus. Ich beantrage, wahrscheinlich zur Freude des Vorsitzenden, die Zuweisung an den Verfassungsausschuss.
Wir begrüßen den Antrag der Kollegin Grünn natürlich, wir verstehen, dass das Stadtmagazin die Arbeit des Stadtsenates widerspiegeln soll, aber auch die kleinen Fraktionen tragen dazu bei, dass Linz zu einer besseren Stadt wird, auch die pinke Macht. Daher stimmen wir dem Antrag bzw. der Zuweisung in den Ausschuss zu.
Ja, sehr geehrter Herr Kollege Svoboda, mich würde interessieren, was die nicht gewünschten Effekte genau und konkret sind.
Danke Herr Bürgermeister, nein Herr Kollege, ich habe eine gewisse Erfahrung aus der Österreichischen HochschülerInnenschaft. Die Diskussionen waren nicht ganz trivial, es geht um einfache redaktionelle Fragen wie z.B. Wie wird gegendert? Muss gegendert werden? Gibt es eine Vorgabe, wie der Platz aufgeteilt wird? Bekommen alle gleich viel Platz oder geht es nach einem Wahlergebnis? Kann man Fotos aufnehmen? Wann ist die Deadline? Gibt es noch einmal eine Korrekturphase und so weiter und so fort. Ich halte es für etwas schwierig zu sagen, wir machen zwei Seiten und alle sollen einen Text an den Geschäftsbereich Kommunikation und Marketing schicken. Wenn schon, müsste man sich genauer ausmachen, wie das funktionieren kann. Darum auch der Vorschlag im Ausschuss zu diskutieren und nicht einfach zu sagen, schauen wir einmal was passiert, weil ich fürchte das würde schiefgehen.
Ich bin mir ganz, ganz sicher, dass wir alle Schwierigkeiten meistern werden.
Danke schön für die Rückmeldungen, ich möchte noch darauf verweisen, dass es gar nicht so etwas Ungewöhnliches und Neues ist, dass es so ein Parteienforum gibt. Ich kann mich erinnern, als ich noch eine junge Frau war, hat es das im ‚Lebendigen Linz‘ damals noch gegeben und derzeit gibt es so ein Parteienforum auch im Landesblatt ‚Unser Oberösterreich‘. Es gibt also zahlreiche Erfahrungen, wie man so etwas managen kann und ich kann mit einer Ausschusszuweisung gut leben. Ich diskutiere das gerne weiter, weil es mir einfach wichtig ist und es auch so sein sollte, dass der Gemeinderat in seiner Gesamtvielfalt Darstellung findet. Das Stadtmagazin bietet neben seinen vielen wichtigen Informationen, die es jetzt zur Alltagsbewältigung und zur Unterhaltung und dergleichen mehr gibt, durchaus eine Möglichkeit, den politischen Diskurs vielfältiger zu gestalten, wie er in der Realität ja auch ist. Danke schön.
Abstimmungsergebnis
Ergebnis: abgelehnt
Die Zuweisung des Antrags an den Ausschuss für Wirtschaft, Innovation und Verfassung wird bei Stimmenthaltung der Fraktionen SPÖ (21), ÖVP (11), FPÖ (9) sowie MFG (2) mit Stimmenmehrheit abgelehnt. Der Antrag wird bei Stimmenthaltung der Fraktionen SPÖ (21), ÖVP (11), Die Grünen (10) sowie FPÖ (9) mit Stimmenmehrheit abgelehnt.