Einführung einer täglichen Bewegungseinheit in Volksschulen – Resolution

K 16 · Fraktionsantrag · 6. Sitzung des Gemeinderates der Landeshauptstadt Linz

Berichterstatter:

Ergebnis:angenommen

Zusammenfassung

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Gefordert wird die österreichweite Einführung einer täglichen Bewegungseinheit in Volksschulen. Begründet wird dies mit den positiven Auswirkungen von Bewegung auf die kognitive, emotionale und soziale Entwicklung von Kindern sowie mit gesundheitlichen Risiken wie Übergewicht, Adipositas und Diabetes. Verweist wird auch auf langjährige politische Ankündigungen und auf die Unterstützung durch Sport- und Pädagogikverbände. Die zuständigen Bundesministerien sollen die Umsetzung veranlassen; allfällige Kosten sollen durch Umschichtung im Budget gedeckt werden. Die Resolution wurde einstimmig angenommen.

Schlagwörter (9):bewegungseinheitvolksschuleschulgesundheitkindergesundheitsportförderungbildungspolitikgesundheitspolitikadipositasbudgetumschichtung
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Gemeinderat Giegler berichtet über den von der SPÖ-Gemeinderatsfraktion eingebrachten Resolution K 16 Einführung einer täglichen Bewegungseinheit in Volksschulen – Resolution und führt aus: „Herr Bürgermeister, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen. Das Thema des gegenständlichen Antrages, ist ein Thema das die pädagogische Diskussion, die bildungspolitische Diskussion, aber auch die gesundheitspolitische und sportpolitische Diskussion seit vielen Jahren beschäftigt. Es geht um die Forderung nach einer täglichen Bewegungseinheit in den Bildungseinrichtungen. Eine Forderung, die von allen Dachverbänden, den großen Sportdachverbänden, aber auch den Fachverbänden der Bundessportorganisation und vor allem von sehr vielen Pädagoginnen und Pädagogen immer wieder erhoben wird. In diesem Bereich gibt es schon seit vielen Jahren viele Ankündigungen. Ich möchte nur erwähnen, dass im Jahr 2016 der damalige Sportlandesrat Michael Strugl die tägliche Turnstunde, ich sage aber bewusst nicht Turnstunde, sondern Bewegungseinheit für die Schulen ab dem Schuljahr 2016/17 angekündigt hat. Passiert ist leider nichts seit dieser Zeit. Jetzt gibt es wieder eine Initiative seitens des Sportministers, Vizekanzler Kogler, der Modellregionen in Österreich einführen möchte in diesem Zusammenhang. Dem Vernehmen nach soll aus Oberösterreich das Mühlviertel als Modellregion nominiert worden sein. Wir brauchen aber keine Modellregionen, wir wisse, was der Effekt einer täglichen Bewegungseinheit in Bildungseinrichtungen ist. Wir kennen auch die negativen Effekte und wir wissen, das hat sich in der Pandemie auch entsprechend dargestellt, dass Krankheiten wie Übergewicht, von Adipositas bis zur Diabeteserkrankungen zunehmen. Wir wissen natürlich, dass Bewegung insofern einen positiven Effekt hat, weil es auf die kognitive, auf die emotionale und soziale Entwicklung der Kinder einen sehr wichtigen Einfluss nimmt und daher stellen wir den Antrag folgende Resolution zu beschließen: Der Gemeinderat beschließe folgende Resolution: ‚Die zuständigen Ministerien - das Bundesministerium für Unterricht sowie das Bundesministerium für Sport - werden ersucht, die tägliche Bewegungseinheit in den Volksschulen österreichweit umzusetzen. Die Bedeckung eventuell anfallender Kosten soll durch Umschichtung im Rahmen des Budgets erfolgen.‘ Ich ersuche um Zustimmung.“ Wortmeldung Gemeinderätin Langbauer, BSc: „Wenig überraschend, dass ich mich zu diesem Thema kurz zu Wort melden möchte. Wir unterstützen klarerweise eine Initiative zur Förderung der Kinder, besonders der Volksschulkinder. Wir haben über diese Thematik auch im Ausschuss für Generationen, Soziales und Sport schon gesprochen und finden es auch gut, dass man hier ein Zeichen setzt. Ich möchte aber noch zwei Dinge anmerken: Das Erste ist, dass man natürlich auch weiterhin die Krabbelstuben und Kindergärten nicht außer Acht lässt. Wir haben das mit unserem Bewegungsschwerpunkt schon eingebracht, weil das einfach in unserer Hand liegt. Der zweite Punkt ist, dass mit dieser Bewegungseinheit natürlich auch die Stadt gefordert sein wird die räumlichen Gegebenheiten zu schaffen, auch das liegt wieder im Bereich der Stadt. Engpässe bei den Turnsälen gibt es bereits jetzt, das heißt, man muss sich darauf einstellen, dass hier gehandelt werden muss. Wir werden zustimmen.“ Schlusswort Gemeinderat Giegler: „Ich bedanke mich jedenfalls für die breite Zustimmung. Zwei Anmerkungen dazu: Faktum ist, weil die Kindergärten angesprochen wurden, dass dort die Bewegungseinheit schon Teil des Bildungsrahmenplans und tägliche Realität ist, das ist einmal Faktum, dort wird das schon gelebt. Was die Infrastruktur betrifft, das soll nicht als Ausrede dienen und vor allem nicht als Herausforderung hier sofort wieder Investitionen vornehmen zu müssen. Wir sagen ganz bewusst, es soll keine tägliche Turnstunde sein, die in einem Turnsaal stattfindet, sondern es soll eine tägliche Bewegungseinheit sein, die auch im Freien stattfinden kann und es gibt sehr viele Möglichkeiten, das auch täglich umzusetzen. Danke jedenfalls für die Zustimmung.“ Bürgermeister Luger: „Ich glaube, Kollegin Manhal ist für das tägliche Laufen durchaus zu haben.“ Der Vorsitzende lässt über den Antrag abstimmen.
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Der Gemeinderat beschließe folgende Resolution: ‚Die zuständigen Ministerien - das Bundesministerium für Unterricht sowie das Bundesministerium für Sport - werden ersucht, die tägliche Bewegungseinheit in den Volksschulen österreichweit umzusetzen. Die Bedeckung eventuell anfallender Kosten soll durch Umschichtung im Rahmen des Budgets erfolgen.‘
Wortmeldungen (2)EinblendenAusblenden

Wenig überraschend, dass ich mich zu diesem Thema kurz zu Wort melden möchte. Wir unterstützen klarerweise eine Initiative zur Förderung der Kinder, besonders der Volksschulkinder. Wir haben über diese Thematik auch im Ausschuss für Generationen, Soziales und Sport schon gesprochen und finden es auch gut, dass man hier ein Zeichen setzt. Ich möchte aber noch zwei Dinge anmerken: Das Erste ist, dass man natürlich auch weiterhin die Krabbelstuben und Kindergärten nicht außer Acht lässt. Wir haben das mit unserem Bewegungsschwerpunkt schon eingebracht, weil das einfach in unserer Hand liegt. Der zweite Punkt ist, dass mit dieser Bewegungseinheit natürlich auch die Stadt gefordert sein wird die räumlichen Gegebenheiten zu schaffen, auch das liegt wieder im Bereich der Stadt. Engpässe bei den Turnsälen gibt es bereits jetzt, das heißt, man muss sich darauf einstellen, dass hier gehandelt werden muss. Wir werden zustimmen.

Ich glaube, Kollegin Manhal ist für das tägliche Laufen durchaus zu haben.

Abstimmungsergebnis

Ergebnis: angenommen

Der Antrag wird einstimmig angenommen.