Stadtentwicklungskonzept für das Linzer Franckviertel

L 2 · Fraktionsantrag · 12. Sitzung

Berichterstatter:

Ergebnis:ausschuss verwiesen

Zusammenfassung

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Geprüft werden soll ein Stadtteilkonzept für das Linzer Franckviertel, das die laufenden und geplanten Bauprojekte sowie die künftige Entwicklung des Viertels ordnen soll. Im Mittelpunkt stehen dabei die Einbindung der Wohnbevölkerung und der Wirtschaftstreibenden sowie die Berücksichtigung von Stadtplanung und Mobilitätsplanung. Begründet wird das Vorhaben mit der dynamischen baulichen Entwicklung und dem Bedarf, Verkehrswege und Angebote des öffentlichen Verkehrs neu zu planen. Die Zuweisung an den Ausschuss für Planung und Liegenschaften wurde einstimmig angenommen; die Kosten sollen durch Umschichtung im Budget bedeckt werden.

Schlagwörter (10):stadtentwicklungfranckviertelstadtteilkonzeptstadtplanungmobilitätsplanungverkehröffentlicher verkehrwohnbevölkerungwirtschaftstreibendebudgetumschichtung
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und führt aus: „Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen im Gemeinderat, was haben die neue Zentrale der Raiffeisen Landesbank Oberösterreich, die Trinity Towers, der Franck Kontor, die Wimhölzel-Hinterland Wohnanlage, oder die geplante neue Firmenzentrale der Firma Swietelsky gemeinsam? Es sind alles geplante und teilweise bereits in Umsetzung befindliche Bauprojekte in unserem kleinsten Stadtteil in Linz, nämlich dem Franckviertel. Diese Fülle an neuen Entwicklungen macht es möglich und vor allem nötig, den Stadtteil neu zu denken um sein Potential zu heben und auch das Image zu verändern. Um diese Entwicklungen des Franckviertels nachhaltig zu gestalten, sollte als Grundlage ein Stadtteilkonzept erarbeitet werden. Dabei sollen insbesondere die Belange der Anwohner und Anwohnerinnen sowie die Interessen von Gewerbetreibenden und anderen Akteuren im Stadtteil berücksichtigt werden. Wichtig ist es dabei, die Stadtplanung aber auch die Mobilitätsplanung in gleichem Maß einzubinden. Ziel ist es, sowohl den Projektentwickler*innen als auch den Bürgerinnen und Bürgern Orientierung zu geben. Der Gemeinderat beschließe: ‚Das für Stadtplanung und Liegenschaften zuständige Stadtsenatsmitglied, Stadtrat Dietmar Prammer, wird ersucht, gemeinsam mit den weiteren zuständigen Stadtsenatsmitgliedern und unter Einbindung der Wohnbevölkerung und der Wirtschaftstreibenden ein Stadtteilkonzept für das Linzer Franckviertel zu erarbeiten und umzusetzen.‘ Die Bedeckung der Kosten soll durch Umschichtung im Rahmen des Budgets erfolgen. Ich bitte um Zustimmung.“
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‚Das für Stadtplanung und Liegenschaften zuständige Stadtsenatsmitglied, Stadtrat Dietmar Prammer, wird ersucht, gemeinsam mit den weiteren zuständigen Stadtsenatsmitgliedern und unter Einbindung der Wohnbevölkerung und der Wirtschaftstreibenden ein Stadtteilkonzept für das Linzer Franckviertel zu erarbeiten und umzusetzen.‘
Wortmeldungen (4)EinblendenAusblenden

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, werte Kolleginnen und Kollegen, werte Frau Gemeinderätin Langbauer, das Franckviertel erfährt in den letzten Jahren eine dynamische, bauliche Entwicklung. Die Kollegin hat es schon erläutert: Es gibt zahlreiche größere Bauvorhaben, die schon sehr weit fortgeschritten sind in der Planung oder auch schon in der Realisierung. Egal, ob das jetzt Soho, Bobo oder Arbeiterviertel ist im Franckviertel, diese neuen Nutzungen, bedürfen einer Prüfung und einer Planung, wie wir beispielsweise auch die Verkehrswege neu gestalten oder auch die Angebote des öffentlichen Verkehrs. Deswegen planen wir bereits eine städtebauliche Konzeption für das gesamte Franckviertel. Der Geschäftsbereich Planung, Technik und Umwelt ist schon in Vorbereitung. Deswegen schlage ich vor, diesen Antrag dem Ausschuss für Planung und Liegenschaften zuzuweisen, dann kann der zuständige Geschäftsbereich die Planungen dort schon einmal näher erläutern.

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, werte Gemeinderäte, geschätzte Zuhörer und Zuschauer, geschätzte Mitarbeiter, wir unterstützen natürlich eine sanfte und nachhaltige Entwicklung des Franckviertels und werden daher auch einer Zuweisung dieses Antrages unsere Zustimmung erteilen. Ich sage aber auch, dass für uns Freiheitliche die Arbeitnehmer mit ihren Familien weiterhin im Fokus bleiben. Das heißt, dass im Franckviertel weiterhin der soziale Wohnbau forciert werden soll. Wir bekennen uns dazu. Was für uns nicht in Frage käme, ist eine ‚Boboisierung‘ des Viertels nach dem Vorbild des Londoner Soho. Da kann ich nur eines sagen: Nicht mit uns.

Sowo statt Soho, im Sinne des sozialen Wohnbaus, hat Herr Malesevic als Parole vorgegeben.

Danke für die Rückmeldungen, die Einbeziehung aller Akteure und auch der Beteiligten im Planungs- und Liegenschaftsausschuss, ist natürlich sehr zu begrüßen. Und zur ‚Boboisierung‘ – ich werde es in meinem Wortschatz aufnehmen – wird es in diesem Stadtteil, glaube ich, nicht kommen, weil die Wohnstruktur dort, wie in keinem anderen Viertel von gemeinnützigen Genossenschaften und Gebietskörperschaften geprägt ist. Außerdem sind die Wohnungen auch in einem ganz großen Ausmaß – nämlich zu zwei Drittel – Kleinstwohnungen mit bis zu 60 Quadratmetern. Hier brauchen wir also, glaube ich, keine Sorgen haben, in diesem Fall. Danke.

Abstimmungsergebnis

Ergebnis: ausschuss verwiesen

Die Zuweisung des Antrags an den Ausschuss für Planung und Liegenschaften wird einstimmig angenommen.