Zurück zur Natur - Ein Waldspielplatz für unsere Kinder
K 1 · Fraktionsantrag · 31. Sitzung
Zusammenfassung
KI GeneriertEin Waldspielplatz im Linzer Norden sollte Kindern Naturerlebnis, Bewegung und motorische sowie soziale Entwicklung ermöglichen. Als möglicher Standort wurde St. Magdalena entlang der Pferdebahnpromenade genannt, als Ausgleich zur Gesundheits- und Sportstrategie und vor dem Hintergrund von viel Bildschirmzeit und Übergewicht bei Kindern. Gegen die Umsetzung wurden die Lage der Grundstücke in Privatbesitz, rechtliche und haftungsrechtliche Fragen, die steile Hanglage sowie geschätzte Mehrkosten von 50.000 Euro angeführt. Zusätzlich wurde auf den nahegelegenen bestehenden Spielplatz St. Magdalena und bereits vorhandene Waldspielplätze in Linz verwiesen. Die Schaffung des Waldspielplatzes wurde mehrheitlich abgelehnt.
AntragstextEinblendenAusblenden
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Wortmeldungen (3)EinblendenAusblenden
Danke, sehr geehrter Herr Bürgermeister, liebe Kollegen und Kolleginnen, natürlich sind wir grundsätzlich für Wald, für Spielplätze und auch für Waldspielplätze. Trotzdem sehen wir in der konkreten Umsetzung des Antrags ein Problem. Der Standort ist komplett in Privatbesitz ist. Genau das ist auch der Grund, warum wir uns enthalten.
Danke Herr Bürgermeister, sehr geehrte Damen und Herren, mehr Platz für Kinder zum Spielen in der Natur ist grundsätzlich eine gute Idee. Das ist auch der Grund, warum es in Linz schon zwei Waldspielplätze und auch diverse andere Spielplätze, die sich an Waldrändern befinden, gibt. Es müssen eben die Rahmenbedingungen passen, wenn man einen neuen Spielplatz errichten möchte. Dabei geht es natürlich auch sehr stark um die Sicherheit für unsere Kinder. Die vorgeschlagenen Grundstücke befinden sich, wie gerade erwähnt wurde, überwiegend in Privatbesitz. Das hat rechtliche Konsequenzen und führt zu potenziellen Konflikten. Die Stadt haftet für die Verkehrssicherheit auf den von ihr errichteten Spielplätzen. Sie kann aber umgekehrt auf Privatgrundstücken nicht für die erforderlichen Sicherheitsmaßnahmen sorgen, wenn etwa durch einen Sturm ein Baum beschädigt wird und dieser womöglich entfernt werden muss. Das birgt natürlich ein Gefahren- und Haftungspotenzial. Außerdem haben umgekehrt die Eigentümer*innen natürlich das Recht, ihr Grundstück zu nutzen, was wiederum - wenn auch nicht absichtlich - dazu führen kann, dass sie die Kinder dort, auf welche Art auch immer, gefährden. Des Weiteren handelt es sich bei den angeführten Grundstücken um jene, die eine sehr steile Hanglage mit 20 bis 30 Prozent Steigung aufweisen. Das ist nicht nur potenziell gefährlich, das hat auch geschätzte 50.000 Euro Mehrkosten bei der Errichtung zur Folge. Gerade in Zeiten, wo wir viel vom Sparen reden, ist das jetzt wahrscheinlich nicht das geeignete Grundstück. Außerdem befindet sich bereits nur zwei Minuten Fußweg entfernt ein bestehender Spielplatz - der Spielplatz St. Magdalena. Aus diesen Gründen werden auch wir uns hier enthalten. Danke.
Ehrlicherweise finde ich es ein bisschen schade, dass man den Antrag nicht einmal dem Ausschuss zuweist, um dort die Rahmenbedingungen zu diskutieren. Man kann sich die Möglichkeiten anschauen und mit diesen Grundstückseigentümer*innen in Kontakt treten. Ich glaube, die Idee an sich ist schon unterstützenswert, deswegen tut es mir leid, dass sich zwei Fraktionen einfach enthalten.
Abstimmungsergebnis
Ergebnis: abgelehnt
Der Antrag wird mehrheitlich abgelehnt. Enthaltung: SPÖ (21), Die Grünen (8), NEOS (2), ehem. MFG (2), KPÖ (2), Gemeinderat Brandstetter