Verzicht auf den Einsatz von Laubbläsern
R 12 · Fraktionsantrag · 24. Sitzung
Zusammenfassung
KI GeneriertGefordert wird der Verzicht auf Laubbläser im Ressort Stadtgrün und Straßenbetreuung sowie der Umstieg auf alternative Methoden der Laubentfernung. Begründet wird dies mit der Gesundheitsgefährdung durch aufgewirbelten Staub, Feinstaub und mögliche Belastungen durch Kot, Pilzsporen und Mikroben, die Beschäftigte ebenso wie Passantinnen und Passanten treffen können. Als zusätzlicher Schutz bis zur Umstellung sollen die Mitarbeiterinnen mit geeigneten Atemfilter-Masken ausgestattet werden. Die Kosten sollen durch Umschichtung im Budget gedeckt werden. Der Gemeinderat lehnte die Zuweisung an den Ausschuss und den Antrag mehrheitlich ab.
AntragstextEinblendenAusblenden
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Wortmeldungen (3)EinblendenAusblenden
Danke für die erneute Möglichkeit zur Wortmeldung, wir sind uns der Problematik der Laubbläser natürlich bewusst und wissen, dass der Einsatz nicht nur vorteilhaft ist. Trotz allem möchten wir darauf hinweisen, dass Laubbläser eine schnelle und effiziente Reinigung von großen Flächen wie Gehwegen, Rasenflächen, Straßen und Parks ermöglichen. Besonders vorteilhaft ist, dass auch schwer zugängliche Bereiche wie Ecken, Zwischenräume von Büschen, unter Bänken, oder Autos leicht erreicht werden können. Das macht Laubbläser gerade in unwegsamem Gelände oder auf komplexen Flächen sehr nützlich. Im Vergleich zum mechanischen Säubern sind sie zudem schonender für Pflanzen und Rasen, da sie keinen direkten Kontakt mit der Vegetation haben. Besonders wichtig ist auch der Sicherheitsaspekt, feuchtes Laub auf gepflasterten Wegen stellt eine Rutschgefahr dar, die mit Laubbläsern schnell und effektiv beseitigt werden kann. Gerade im Geschäftsbereich Stadtgrün und Straßenbetreuung spielen die genannten Aspekte eine wesentliche Rolle und der Einsatz der Laubbläser ist dadurch fast unerlässlich. Außerdem ist anzumerken, dass die Mitarbeiter*innen natürlich dazu angehalten sind, die Geräte effektiv und sachgemäß anzuwenden. Im Sinne der Mitarbeiter*innen wurde bzw. wird sukzessive auch auf E-Laubbläser umgestellt, da uns natürlich der Lärmschutz der Mitarbeiter*innen des Geschäftsbereiches Stadtgrün und Straßenbetreuung ein Anliegen ist und diese leiser sind. Natürlich steht es auch den Mitarbeiter*innen frei einen Mundschutz zu tragen, wenn sie das wollen. Da also insgesamt ein Mehrwert durch den Einsatz von Laubbläsern vor allem im Bereich des Geschäftsbereiches Stadtgrün und Straßenbetreuung aus unserer Sicht gegeben ist, werden wir uns bei diesem Antrag der Stimme enthalten.
Liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Renate, wir sehen durchaus gute Argumente, die gegen den Einsatz sprechen, du hast sie auch angeführt und auch Gefährdungen der Gesundheit angesprochen. Ich weiß aber auch aus der letzten Funktionsperiode des Gemeinderates, dass der Geschäftsbereich Stadtgrün und Straßenbetreuung auch gute Argumente für den Einsatz hat. Ohne jetzt zu fortgeschrittener Stunde darauf weiter einzugehen, beantrage ich deswegen die Zuweisung, damit sich im Ausschuss vielleicht auch noch ein paar andere Lösungen ergeben können. Immerhin gibt es einen Vorschlag wie man die Stadt z.B. durch ‚Viertelkehrer‘ sauber halten kann. Im Ausschuss für Klima, Stadtgrün, Frauen und Bildung - ich weiß, das ist nicht erfreulich - kann man noch einmal darüber diskutieren und muss vielleicht nicht jetzt alles in Bausch und Bogen abstimmen und niederstimmen.
Danke Kollege Rosenmayr für den Vorschlag auf Zuweisung zum Ausschuss. Ich möchte aber schon noch einmal auf die Argumentation der Grünen, und zwar auf die Sicherheit eingehen. Die Sicherheit der Gesundheit der Mitarbeiter*innen ist einfach nicht gegeben. Zu sagen, dass es ihnen freisteht einen Mundschutz zu verwenden, ist zu wenig. Sie müssten FFP2 Masken tragen damit sie auch wirklich geschützt sind. Da kann man nicht nur sagen, es steht ihnen frei einen Mundschutz zu tragen. Manchmal muss man den Arbeiternehmerschutz auch einfach durchsetzen. Es geht auch nicht nur um die Herren, die das machen, insbesondere Herren, eher weniger Damen, aber darum geht es jetzt nicht. Ich bin dort selbst durchgefahren und habe es in den Augen und im Rachen gemerkt. Wenn ich das merke, dann kriegen das andere, die kränker sind und die kein gutes Immunsystem haben, noch viel mehr mit. Ich verstehe auch nicht, wie es sein kann, dass sich die Grünen jahrelang über die Laubbläser aufregen - da geht es gar nicht so sehr um den Lärm, die sind leiser geworden - und jetzt sagen können, wir haben nichts anderes und daher machen wir so weiter, wie bisher, weil das so schonend ist für die Umgebung. Das ist ganz eigenartig, wenn man euch da zuhört. Aber bitte, wenn es zu einer Zuweisung kommt, bin ich schon zufrieden.
Abstimmungsergebnis
Ergebnis: abgelehnt
Die Zuweisung des Antrages an den Ausschuss für Klima, Stadtgrün, Frauen und Bildung wird mehrheitlich abgelehnt. Enthaltung: SPÖ (20), Die Grünen (10), FPÖ (7), NEOS (2) Der Antrag wird mehrheitlich abgelehnt. Enthaltung: SPÖ (20), Die Grünen (10), FPÖ (7), NEOS (2), Gemeinderat Brandstetter