Heliosallee: Multifunktionales ‚Grünes Band‘ für Pichling

I 11 · Fraktionsantrag · 23. Sitzung

Berichterstatter:

Ergebnis:ausschuss verwiesen

Zusammenfassung

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Für die Heliosallee in Pichling soll ein multifunktionales „Grünes Band“ als landschaftsplanerisch gestaltete neue Mitte entwickelt werden. Begründet wird das Vorhaben mit dem starken Wachstum des Ortsteils, der dichten Wohnbebauung und der bisher fehlenden städtebaulichen Entwicklung entlang der bestehenden, überwiegend harten Infrastruktur. Vorgesehen ist ein Gestaltungswettbewerb, den Stadtplanung und Umweltabteilung gemeinsam ausloben und dessen Ergebnisse in den Ausschüssen präsentieren sollen. Die Kosten sollen durch Umschichtung im Budget bedeckt werden. Die Zuweisung erfolgte einstimmig an den Ausschuss für Klima, Stadtgrün, Frauen und Bildung; eine Zuweisung an den Ausschuss für Planung und Liegenschaften wurde mehrstimmig abgelehnt.

Schlagwörter (10):pichlingheliosalleegrünes bandstadtplanunglandschaftsplanungstadtgrüngestaltungswettbewerbsiedlungsentwicklungverkehrsgrünbudgetumschichtung
AntragstextEinblendenAusblenden
Wir springen nach Pichling. Pichling ist in den letzten zehn Jahren sehr, sehr stark gewachsen, das war auch im Gemeinderat immer wieder Thema. Es wurden ungefähr 2.000 Wohnungen gebaut und der Ortsteil ist mittlerweile um circa 4.500 Menschen auf 12.000 Einwohner*innen angewachsen. Was aber nicht passiert ist im Zuge dieser schnellen, rasanten Entwicklung ist, dass es in dem Sinn keine städtebauliche Entwicklung gegeben hat. Vielmehr wurde das Feld - im wahrsten Sinne des Wortes - in erster Linie den Genossenschaften überlassen. Diese haben dort ihre Siedlungen errichtet, die ziemlich zerstreut und teilweise auch schlecht angebunden sind. Da geht es teilweise um drei-, vier-, fünfhundert Wohnungen auf einmal. Das heißt, die Situation ist weder städtebaulich noch für die Anrainer*innen zufriedenstellend. Ich glaube, das war ja auch schon Thema, das müssen wir gar nicht mehr groß diskutieren. Jetzt gäbe es eine Möglichkeit, dort für Zusammenhalt zu sorgen und diese Situation zu verbessern. Man könnte nämlich die bestehende Heliosallee gestalten. Da meine ich vor allen Dingen den Abschnitt östlich der solarCity, diesen sollte man landschaftsplanerisch gestalten. Bisher ist das bis zum Südpark in erster Linie simple, harte Infrastruktur. Asphalt, Beton, Buschwerk und so weiter, durchaus etwas lieblos. Nicht einmal Bäume haben es dorthin geschafft. Dieser Antrag hat zum Ziel, dass sowohl die Stadtplanung, also Dietmar Prammer, als auch die Umweltabteilung, Eva Schobesberger, gemeinsam eine Vorstellung entwickeln, wie diese Heliosallee entstehen könnte. Ich nenne das ein ‚grünes, multifunktionales Band‘, eine neue Mitte für Pichling. Dafür würde sich natürlich ein Wettbewerb unserer Landschaftsplaner und Stadtentwickler lohnen, genau darauf zielt auch dieser Antrag ab. Ich bitte hier um Zustimmung, nicht nur im Sinne der Stadtplanung, sondern auch im Sinne der doch durchaus leidgeplagten Pichlinger*innen.
BeschlussformelEinblendenAusblenden
Planungsstadtrat Dietmar Prammer möge gemeinsam mit Stadträtin Eva Schobesberger (Grünflächen, Parkanlagen, Gestaltung Verkehrsgrün, ...) einen Gestaltungswettbewerb für ein multifunktionales ‚Grünes Band‘ in Pichling ausloben und die Ergebnisse in den Ausschüssen präsentieren. Die Bedeckung der Kosten soll durch Umschichtung im Rahmen des Budgets erfolgen.
Wortmeldungen (3)EinblendenAusblenden

Sehr geehrte Frau Vizebürgermeisterin, jetzt muss ich dann schnell sein, damit ich in die Garage hinunterschauen kann. Wie Lorenz Potocnik schon richtig gesagt hat, Pichling ist mehr oder weniger eine Streusiedlung. Wir können dieser Idee von Lorenz Potocnik durchaus etwas abgewinnen, denn, wie richtig angemerkt wurde, würde so ein ‚Grünes Band‘ schon zum Verweilen einladen. Es wäre, glaube ich, für den Zusammenhalt im Stadtteil eine nette Sache, wenn man da ein bisschen spazieren gehen könnte und z.B. ein Kiosk und Bankerl da wären. Genauso eben, wie es der Antrag vorsieht. Ich glaube aber, dass es noch einige Details zu klären gibt. Deshalb beantragen wir die Zuweisung zum Ausschuss für Klima, Stadtgrün, Frauen und Bildung, um diese Details dort diskutieren zu können.

Meine sehr geehrten Damen und Herren, ich verwehre mich gegen das pauschale Urteil, die Pichlinger*innen wären so arm und leidgeplagt. Also so dramatisch ist es wirklich nicht bei uns. So würde ich das nicht formulieren. Auch die ÖVP beantragt eine Zuweisung zum Ausschuss für Klima, Stadtgrün, Frauen und Bildung. Ein ‚Grünes Band‘ gibt es ja, ein schmales grünes Band zwischen der solarCity und dem ‚Jungen Wohnen‘, eben an der Heliosallee. Da wäre wirklich genügend Platz, um zum Beispiel großkronige Bäume zu pflanzen und nicht so mickrige Stauden. Da muss ich Lorenz Potocnik völlig recht geben. Darum wäre es wirklich gut, wenn wir im Ausschuss darüber diskutieren würden.

Danke, mir wäre es wichtig, dass der Antrag in beiden Ausschüssen landet, wenn es irgendwie geht. Es ist sowohl eine ökologische als auch eine stadtentwicklerische Aufgabe. Ich sehe da wirklich eine Riesenchance und einen aufgelegten Elfer für die Stadtplanung und für die Stadtpolitik, Pichling ein neues Zentrum zu geben. Ich freue mich auf die Zuweisung, aber wenn es irgendwie geht, dann bitte an beide Ausschüsse.

Abstimmungsergebnis

Ergebnis: ausschuss verwiesen

Die Zuweisung des Antrages an den Ausschuss für Klima, Stadtgrün, Frauen und Bildung wird einstimmig angenommen. Die Zuweisung des Antrages an den Ausschuss für Planung und Liegenschaften wird mehrstimmig abgelehnt. Enthaltung: SPÖ (22), FPÖ (9)