Linzer „Raus-aus-dem-Nebel-Bus"

N 14 · Fraktionsantrag · 26. Sitzung

Berichterstatter:

Ergebnis:abgelehnt

Zusammenfassung

KI Generiert

Geprüft werden sollte ein Linzer „Raus-aus-dem-Nebel-Bus“, der an Wochenenden stündlich vom Hauptbahnhof und vom AEC hinauf zur Gis fahren könnte. Ziel war es, Menschen ohne Auto sowie Jugendliche, Ältere und umweltbewusste Linzerinnen und Linzer besser zu einer nahen, sonnenreicheren Erholungsmöglichkeit über der Nebelgrenze zu bringen. Als mögliche Umsetzung wurden eine Verlängerung der Linie 251 oder eine eigene Buslinie genannt, getragen von Stadt, Land, LINZ AG und OÖVV. Vorgesehen war, gemeinsam mit den Verkehrsbetrieben, Linz Tourismus und dem Land Oberösterreich ein Konzept zu erarbeiten und im Mobilitätsausschuss zu präsentieren. Eine anschließende ein- bis zweijährige Pilotphase sollte nur bei Finanzierbarkeit starten; die Kosten wären durch Umschichtung im Budget gedeckt worden. Der Vorschlag wurde mehrheitlich abgelehnt.

Schlagwörter (10):öffentlicher verkehrbuslinienaherholunggismobilitätumweltfreundliche mobilitätfeinstaubtourismuspilotprojektbudgetumschichtung
AntragstextEinblendenAusblenden
Danke, jetzt zu einem ganz anderen Thema. Gerade im Herbst, Winter und Frühling hängt oft ein arger Nebel über Linz. Nur ein paar hundert Höhenmeter weiter oben, auf der Gis zum Beispiel, scheint dann die Sonne. Doch dorthin, über die Nebelgrenze, kommt man nur mit dem eigenen PKW. Jugendliche, Ältere, Menschen ohne Auto oder umweltbewusste Linzer*innen, die insbesondere am Wochenende ohne Auto Naherholung suchen, tun sich sehr schwer der Nebelsuppe (und auch der Feinstaubbelastung) für ein paar Stunden zu entkommen und die gesundheitsfördernde Wintersonne zu genießen. Aktuell ist es sehr kompliziert bis unmöglich öffentlich bis zur GIS zu kommen, sowohl unter der Woche als auch am Wochenende. Das ließe sich womöglich leicht ändern: Stellen wir uns einen Linzer „Raus-aus-dem-Nebel-Bus“ vor, der am vor allem Freitag, Samstag und Sonntag stündlich vom AEC und dem Hauptbahnhof beispielsweise direkt hinauf und hinunter führe. Egal wie, ob der 251 (von Lichtenberg auf die GIS) verlängert würde oder ein eigener Bus neu eingerichtet wird, die Linie könnte eine Zusammenarbeit aus Stadt/Land, LINZ AG und Oberösterreichischer Verkehrsverbund (OÖVV) darstellen. Ich bitte hier um Zustimmung.
BeschlussformelEinblendenAusblenden
Vizebürgermeister Martin Hajart (Mobilität) möge gemeinsam mit den zuständigen Verkehrsbetrieben, dem Linz Tourismus und dem Land Oberösterreich ein Konzept für einen Linzer „Raus-aus-dem-Nebel-Bus“ entwickeln und dieses im Ausschuss für Mobilität präsentieren. Wenn dieser „Raus-aus-dem-Nebel-Bus“ finanzierbar ist, könnte in Folge eine ein- bis zweijährige Pilotphase gestartet werden. Die Bedeckung der Kosten soll durch Umschichtung im Rahmen des Budgets erfolgen.
Wortmeldungen (3)EinblendenAusblenden

Vielen Dank, Herr Vizebürgermeister, danke Lorenz Potocnik für diesen Antrag. Natürlich befürworten wir eine Angebotserweiterung im öffentlichen Verkehr, auch in Naherholungsgebiete außerhalb der Stadt, damit diese besser und nachhaltiger für die Linzer Bevölkerung erreichbar sind. Dringender erscheint uns natürlich die Verbesserung im Angebot beim städtischen öffentlichen Verkehr. Wir wissen ja, dass gerade am Wochenende, am Tagesrand und hinsichtlich Takt bei fast allen Linzer Linien großer Verbesserungsbedarf besteht. Ich möchte außerdem daran erinnern, dass es bereits in den 1990er Jahren einen Postbus, einen Bundesbus, gab, der bis zur Gis fuhr. 2008 gab es noch einen Versuch, einen Wanderbus bis zur Gis hinauf am Wochenende einzurichten. Wegen mangelnder Auslastung wurde der aber bald wieder abgeschafft und eingestellt. Fest steht, dass die aktuellen Linien 250 und 251, bis auf wenige Ausnahmen, nach St. Peter am Wimberg und nach Gramastetten verkehren. Es nicht möglich, diese bis zur GIS in Lichtenberg zu verlängern. Es braucht also dafür zusätzliche Busse und dann natürlich auch zusätzliches Personal. Zudem stellt sich auch die Frage, wer überhaupt die Konzession für die Strecke auf der Gis hat. Als Verfechter eines ausgebauten, attraktiven öffentlichen Verkehrsangebotes bin ich hier bezüglich der Wirkung ein bisschen skeptisch. Neben dem täglichen Angebot müssten gleichzeitig auch Maßnahmen ergriffen werden, um die Linzerinnen und Linzer sowie andere, die dorthin fahren, davon abzuhalten, das eigene Auto zu verwenden. Oder man müsste zumindest die Nutzung davon erschweren. Sonst wird das weiterhin so ausschauen, dass die meisten dann mit dem privaten Kfz fahren. Auch die Sanierung der Pachmayrstraße macht es attraktiver, mit dem Auto dorthin zu fahren. Danke.

Danke sehr, wir als Freiheitliche können dem ‚Raus-aus-dem-Nebel-Bus‘ nicht so viel abgewinnen. Es gibt dutzende Busse, die in das Mühlviertel fahren. Man fährt halt nicht direkt auf die Gis, aber man könnte auch nach Kirchschlag fahren. Das ist ein bisschen höher, dort ist die Nebelwahrscheinlichkeit noch ein bisschen geringer. Daher werden wir uns enthalten.

Danke, auf der Gis ist auch ein sehr gutes Gasthaus, das darf man nicht vergessen. Im Antragstext steht ja ‚nur‘ das Ziel, ein Konzept für einen Linzer ‚Raus-aus-dem-Nebel-Bus‘ zu entwickeln. Ich bin da schon sehr vorsichtig geworden, wie Michael Rosenmayr richtig festgestellt hat. Es ginge eigentlich nur darum, ein Konzept zu entwickeln und diese Idee einmal zu untersuchen. Dann überlegen wir uns, ob man da eventuell ein Pilotprojekt daraus machen könnte. Ich denke, da sind wir wieder beim Wirtschaftsstandort: Probieren wir etwas aus, untersuchen wir es, sagen wir nicht gleich ‚Nein‘, sondern tasten wir uns agil an die Sache heran. Das ist so ein ganz ein kleines Beispiel, wie wir die Lebensqualität und den Lifestyle in der Stadt verbessern können. Ich bitte um Zustimmung.

Abstimmungsergebnis

Ergebnis: abgelehnt

Der Antrag wird mehrheitlich abgelehnt. Enthaltung: SPÖ (21), ÖVP (10), FPÖ (9), NEOS (2), MFG (2)