Radweg Lückenschluss Lastenstraße

L 11 · Fraktionsantrag · 21. Sitzung

Berichterstatter:

Ergebnis:ausschuss verwiesen

Zusammenfassung

KI Generiert

Geprüft werden soll der Lückenschluss in der Lastenstraße mit baulich getrennter Radinfrastruktur und einer sichereren Kreuzung zur Gürtelstraße. Der neue Treffpunkt „last by Schachermayer“ soll besser und sicherer für die An- und Abreise mit Fahrrad, Skateboard und ähnlichen Verkehrsmitteln erreichbar werden. Als Begründung werden ein künftig höheres Mobilitätsaufkommen, die geplante Umgestaltung im Zusammenhang mit den O-Buslinien 47 und 48 sowie eine durchgängige Verbindung zwischen mehreren Stadtteilen genannt. Zusätzlich sollen kostengünstige, temporäre Maßnahmen bis zum Beginn der baulichen Umsetzung geprüft und umgesetzt werden, ohne Nachteile für Fußgängerinnen. Die Zuweisung an den Ausschuss für Mobilität und Verkehr wurde einstimmig angenommen.

Schlagwörter (10):radweglückenschlusslastenstraßegürtelstraßeverkehrssicherheitmobilitätfahrradinfrastrukturo-busstadtteilefahrradstrategie
AntragstextEinblendenAusblenden
Sehr geehrte Damen und Herren, mit der Eröffnung des ‚last by Schachermayer‘ entsteht in der Lastenstraße ein neuer Treffpunkt, der sich vor allem an Jugendliche richtet. Dieses erfreuliche Ereignis haben wir zum Anlass genommen, um mit diesem Antrag die Schließung einer Lücke im Linzer Radwegenetz zu forcieren und zu priorisieren. Neben der Verbesserung des Linzer Radwegenetzes wollen wir vor allem auch der Zielgruppe des ‚last‘ eine sichere und gute Infrastruktur für die An- und Abreise mit Skateboard, Fahrrad & Co. ermöglichen. Die Problemstellung ist im Antrag ausführlich begründet und meines Erachtens auch nicht sehr strittig. Ich möchte daher nicht mehr im Detail darauf eingehen, sondern nur ganz kurz sagen, wieso wir glauben, dass gerade in diesem Bereich eine Priorisierung des Lückenschlusses sinnvoll ist. Dafür gibt es drei Gründe. Durch die Eröffnung des ‚last‘ wird es in diesem Bereich ein erhöhtes Mobilitätsaufkommen von Skater*innen, BMXler*innen, Inlineskater*innen und was da sonst noch möglich ist, geben. Durch den heutigen Beschluss zur Finanzierung der O-Buslinien 47 und 48, die auch über die Lastenstraße geführt werden, können für diesen Bereich auch Detailplanungen eingeleitet werden. Durch diesen Lückenschluss ist auch eine durchgängige Verbindung zwischen den Stadtteilen südlich des Bulgariplatzes, den Stadtteilen Franckviertel und Kaplanhof sowie auch den östlichen Stadtteilen gut möglich. Das ist eine gute Alternative neben der Route durch die Wienerstraße. Der Beschlusstext zielt auf zwei Punkte ab. Erstens, auf eine längerfristige, gute, bauliche Lösung, die nicht auf Kosten der Fußgänger*innen umgesetzt werden darf. Das wird voraussichtlich im Zusammenhang mit der Umgestaltung der neuen O-Buslinien stattfinden. Das zweite Ziel ist, dass wir auch temporäre, kostengünstige Maßnahmen prüfen - so wie sie auch in der Fahrradstrategie erläutert werden - und dann gegebenenfalls bis zu dem Punkt, wo diese baulichen Maßnahmen erfolgen, umsetzen. An dieser Stelle möchte ich mich bei Michael Roth-Schmida für sein Feedback und seine Unterstützung und bei XXXXXX XXXXX, der sich stellvertretend für viele leidgeprüfte Linzer Radfahrer*innen Verbesserungen im Radnetz wünscht, bedanken. Ich bitte den Gemeinderat darum, mit diesem kleinen Lückenschluss einen kleinen Schritt in Richtung eines besseren Linzer Radnetzes zu machen und diesem Antrag zuzustimmen.
BeschlussformelEinblendenAusblenden
1) Der zuständige Verkehrsstadtrat Hajart wird beauftragt eine Lösung zu finden, um den fehlenden Teil der Lastenstraße mit baulich getrennter Radinfrastruktur auszustatten und die Kreuzungssituation mit der Gürtelstraße für Radfahrer*innen sicherer zu machen. Diese Lösung darf nicht zulasten der Fußgänger*innen umgesetzt werden. 2) Der zuständige Verkehrsstadtrat Hajart wird beauftragt kostengünstige, temporäre Maßnahmen zur Verbesserung der Sicherheit zu prüfen und umzusetzen, um im Zeitraum bis zum Start der baulichen Maßnahmen die Sicherheit der Radfahrer*innen in diesem Bereich zu erhöhen. Dabei muss darauf geachtet werden, dass diese Maßnahmen nicht zulasten der Fußgänger*innen umgesetzt werden. Die Bedeckung der Kosten soll durch Umschichtung im Rahmen des Budgets erfolgen.
Wortmeldungen (4)EinblendenAusblenden

Auch von meiner Seite einen Dank an XXXX XXXXX für seinen Input. Wir haben kürzlich einen Sonderverkehrsausschuss zur Fahrradstrategie abgehalten. Die Fahrradstrategie ist ein sehr umfassendes Papier, das wir im kommenden Gemeinderat zur Beschlussverfassung vorlegen werden. Auf Seite 75 dieser Fahrradstrategie ist genau dieses Projekt angeführt und wir haben uns schon öfter damit beschäftigt lieber Clemens Brandstetter. Ich weiß jetzt nicht, wie man mit deinem Antrag umgehen soll, weil wir diesen Vorschlag schon vorgesehen haben. Wir können diesen Antrag gerne dem Mobilitätsauschuss zuweisen und dieses Projekt im Detail beraten. In der Umsetzung wird es vor allem auf die Eigentumsverhältnisse ankommen, aber das schauen wir uns gemeinsam im Ausschuss für Mobilität und Verkehr an. Dann können wird das monitoren und verfolgen, wie es weitergeht, wenn das für dich in Ordnung ist?

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, werte Kolleginnen und Kollegen, und Zuseher*innen zuhause. Ich möchte die Zuweisung dieses Antrages an den Ausschuss für Mobilität und Verkehr beantragen, damit wir uns das genauer anschauen können. Wie schon erwähnt wurde, gibt es diesen Lückenschluss bereits. Mit der Finanzierung des O-Busses, der sich die Fläche mit dem Radweg teilen muss, haben wir heute einen großen Meilenstein beschlossen. Der Verkehrsreferent und der Ausschuss für Mobilität und Verkehr sind die prädestinierte Stelle, um sich diesen Vorschlag genauer anzusehen und die Fahrradstrategie umzusetzen. Vielen Dank.

Stimmt, ich habe diesen Antrag auch unterschrieben. Ich glaube aber, dass wir hier aufpassen sollten. Ich sehe das Hauptproblem am Ende, wo der Lückenschluss passieren soll und der Radweg von der Lastenstraße in die Gürtelstraße weitergehen soll. Das ist der Gefahrenpunkt, da braucht man eine Lösung. Wenn man sich die Route zwischen Bulgariplatz und Donaubrücke anschaut, dann ist das ein regelrechtes Stückwerk an möglichen Radwegen, die fast alle nicht mehr der Norm entsprechen und zum Teil gar nicht vorhanden sind. Darum bin ich ein wenig vorsichtig, wenn es heißt ‚Lückenschluss‘ und dann ist alles wieder paletti. Ich denke hier müsste noch viel passieren. Die ganze Radroute müsste durchleuchtet werden und es müsste geschaut werden, wie man hier als Radfahrer*in wirklich zügig und sicher fahren kann. Es wurde schon gesagt, dass auch der O-Bus dort hinkommt. Damit stellen sich die räumlichen Situationen sowieso noch einmal neu. Wir haben mit Wandel nochmals besprochen, dass nicht - wie sehr oft und vor allem auf dieser Radroute - ein Gehweg schmäler gemacht wird und den Fußgängerinnen und Fußgängern Platz weggenommen wird, der für den Radverkehr verwendet wird. Das darf nicht passieren. Danke.

Vielen herzlichen Dank für die Rückmeldungen. Ich muss Michael Roth-Schmida recht geben, das Linzer Radwegenetz ist in vielen Bereichen nicht sehr gut. Deshalb ist dieser Weg einer schrittweisen Verbesserung, der Einzige, der uns übrigbleibt. Aus diesem Grund gibt es auch die Fahrradstrategie. Ich hätte ehrlich gesagt, gedacht und erwartet, dass sie schon in dieser Gemeinderatssitzung beschlossen wird. Darum habe ich meinen Antrag heute eingebracht. Eine weitere Motivation ist, zu einem gewissen Grad auszutesten, wie mit diesen kostengünstigen, temporären Maßnahmen, die genau in dieser Fahrradstrategie erwähnt werden, in Zukunft umzugehen ist und wie wir das leben können. Aus diesem Grund finde ich eine Zuweisung auch sehr gut und bedanke mich.

Abstimmungsergebnis

Ergebnis: ausschuss verwiesen

Die Zuweisung des Antrages an den Ausschuss für Mobilität und Verkehr wird einstimmig angenommen.