Gewalt im häuslichen Pflegesetting bekämpfen
L 10 · Fraktionsantrag · 21. Sitzung
Zusammenfassung
KI GeneriertGewalt im häuslichen Pflegesetting und die Überforderung pflegender Angehöriger stehen im Mittelpunkt. Als Hintergrund werden Fälle schwerer Gewalt in Pflegesituationen, Hinweise auf unerkannte Tötungen sowie fehlende Schulung im Gesundheitsbereich und unzureichende Betreuungs- und Pflegeplätze genannt. Gefordert werden eine rund um die Uhr erreichbare Anlaufstelle für Krisen, sofortige Unterstützung vor Eskalationen, mehr Schulung für Gesundheitspersonal und eine breitere Information der Bevölkerung. In Linz sollen alle Organisationen mit Beratungsangeboten für pflegende Angehörige zu einem gemeinsamen Gespräch über das Ausmaß der wahrgenommenen Gewalt eingeladen werden, um wirksame Nothilfemaßnahmen zu entwickeln. Die Kosten sollen durch Umschichtung im Budget bedeckt werden; die Zuweisung an den Ausschuss für Generationen, Soziales und Sport wurde einstimmig angenommen.
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Danke schön. Sehr geehrter Herr Bürgermeister, sehr geehrte Damen und Herren. Häusliche Gewalt ist leider ein Thema, das in den Medien vermehrt sehr präsent ist. Die besonderen Herausforderungen in der häuslichen Pflege bedingen die Gewalt im persönlichen Nahraum, wie es in der Literatur heißt, im Kontext der Pflegebedürftigkeit. Pflegende Angehörige erledigen die häusliche Pflege. Wir wissen das ältere Menschen gerne länger zuhause bleiben und nicht in Heime ausweichen und wir sind in der guten Lage das eigentlich sehr viele Angehörige ihre pflegebedürftigen Familienmitglieder pflegen. Wir haben jetzt die Situation, dass über 60-jährige die Hochbetagten pflegen. Dass diese Menschen teilweise sehr überfordert sind und Hilfestellungen brauchen, ist klar. Internationale Studien sprechen sogar davon, dass 18 Prozent der über 60-jährigen häuslicher Gewalt in der Pflegesituation ausgesetzt sind. Die Zahlen gehen in die Höhe. Manche Literatur spricht schon von 20 bis 30 Prozent häuslicher Gewalt an zu Pflegenden. Die Problematik der Gewalt in der häuslichen Pflege liegt in vielen Bereichen. Wie angesprochen wurde, geht es um das Erkennen durch das Pflegepersonal und durch Leute die den Kontakt haben und vielleicht etwas Einblick in die Situation haben. Es hängt auch von der Mitteilungsfähigkeit der zu Pflegenden ab, außerdem schränkt die Abhängigkeit natürlich enorm ein. Zu diesem Themenfeld braucht es Information und Aufklärung in der Öffentlichkeit, mit der alte Menschen selbst und alle im professionellen Bereich der Medizin und Pflege Tätigen angesprochen werden. Ich glaube schon, dass es zu den jetzigen Tatenlagen zusätzlichen Informationen aus der Praxis braucht. Es müssen zusätzliche Informationen für handlungsanleitende Möglichkeiten, Prävention und Intervention geboten werden. Aus diesen Gründen ersuche ich, um Zuweisung an den Ausschuss für Generationen, Soziales und Sport, um diesem Thema die notwendige Aufmerksamkeit zu schenken.
Danke für die wertvollen Ergänzungen Kollegin Schütz. Ich bitte auch die anderen Fraktionen um Zustimmung zur Zuweisung. Danke schön.
Abstimmungsergebnis
Ergebnis: angenommen
Die Zuweisung des Antrages an den Ausschuss für Generationen, Soziales und Sport wird einstimmig angenommen.