Erdkoffer bei Neuerrichtung von Tiefgaragen verpflichtend machen
J 12 · Fraktionsantrag · 10. Sitzung des Gemeinderates der Landeshauptstadt Linz
Zusammenfassung
KI GeneriertGefordert wurde ein besserer Schutz stadtklimatisch wichtiger Innenhöfe mit gewachsenem Boden und Baumbestand bei Neubauprojekten mit Tiefgaragen. Wenn der Erhalt des Bodens nicht möglich ist, sollten große Wurzelräume für Bäume, sogenannte Erdkoffer, verpflichtend werden. Begründet wurde dies mit der zunehmenden sommerlichen Hitze und der Bedeutung von Innenhöfen als kühlende Stadträume. Die entwickelte Strategie sollte im Ausschuss präsentiert werden. Der Vorstoß wurde abgelehnt.
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Wortmeldungen (3)EinblendenAusblenden
Sehr geehrter Herr Bürgermeister, liebe Kolleginnen und Kollegen, lieber Lorenz du möchtest große Wurzelräume in Form von ausladenden Wurzelräumen, das ist aber nicht bei allen Projekten umsetzbar. Die aktuell bestehende Verbalfestlegung – der Dachaufbau ist 703 mit einer durchwurzelbaren Vegetationsschicht von mindestens einem Meter und einem Wurzelraum von mindestens 36 Kubikmeter zu bauen - halten wir durchaus für ausreichend und sinnvoll. Wenn es aber baulich möglich ist, werden auch größere und tiefere Vegetationsschichten ermöglicht, siehe dazu die gelungene Gestaltung am Nestle-Areal. Ich denke, das war wirklich kurz und bündig. Die Sozialdemokratie wird sich bei diesem Antrag der Stimme enthalten.
Sehr geehrte Damen und Herren, lieber Lorenz, du sprichst in deinem Antrag ein wichtiges Thema bezüglich der Möglichkeiten, die wir als Stadt haben, um das Klima zu beeinflussen und die Überhitzung zu stoppen, an. Wie du schreibst, geht es im Gestaltungsbeirat ja teilweise auch schon in diese Richtung. Aber auch wir sehen da noch Luft nach oben und würden daher einen Diskurs über weitere Kriterien für die Gestaltung und Erhaltung der wichtigen Innenhöfe im Ausschuss vorschlagen. Wir schlagen eine Zuweisung zum Ausschuss Planung und Liegenschaften vor.
Danke, für die Rückmeldungen, zusätzlich zu diesen einzelnen Erfolgsmeldungen, ja im Gestaltungsbeirat gelingt es immer wieder, das sind aber ganz schön intensive und Ausdauer fordernde Verhandlungsprozesse, auch beim Trinity-Projekt, das allerdings noch nicht gebaut ist. Ich würde meinen, es braucht eine systematische, strukturelle Verankerung. Es reicht nicht, wenn wir uns darauf verlassen, dass im Gestaltungsbeirat oder hier und da irgendjemand dabei ist, der daran denkt. Das ist jetzt wirklich nicht überspitzt formuliert, sondern ich erlebe das auch im Gestaltungsbeirat seit sieben Jahren. Es ist fast ein bisschen dem Zufall überlassen, ob so ein Baumerdkoffer gelingt oder nicht. Ich glaube, da braucht es mehr, mehr als einzelne Verhandlungen hin zu strukturell, systematischen Verankerungen, Verordnungen so wie das eben in der Ediktalverordnung der Fall ist. Das heißt, ich glaube, dass wir die Ediktalverordnung von 2019 oder 2020 war es, glaube ich, - du hast es ja auch vorgelesen, was sich da verbessert hat - noch nachschärfen sollten und diese Baumkoffer dazuschreiben und dazu verankern sollten. Ich bitte um Zustimmung.
Abstimmungsergebnis
Ergebnis: abgelehnt
Die Zuweisung des Antrages an den Ausschuss für Planung und Liegenschaften wird bei Stimmenthaltung der Fraktionen von SPÖ (21) und FPÖ (9) mit Stimmenmehrheit abgelehnt. Der Antrag wird bei Stimmenthaltung der Fraktionen von SPÖ (21), ÖVP (11), FPÖ (9) und der NEOS (2) mit Stimmenmehrheit abgelehnt.