Novelle der Verordnung über den Schutz der öffentlichen Parkanlagen, Grünanlagen und Spielplätze (Grünanlagenverordnung)
J 2 · Ausschussantrag · 14. Sitzung des Gemeinderates der Landeshauptstadt Linz
Ausschuss:Ausschuss für Sicherheit und Gesundheit
Ergebnis:angenommen
Zusammenfassung
KI GeneriertDie Grünanlagenverordnung wird novelliert, um den Schutz öffentlicher Parkanlagen, Grünanlagen und Spielplätze an geänderte Rechtslagen anzupassen und einzelne Bestimmungen zu präzisieren. Betroffen sind unter anderem Begriffsbestimmungen, das Verbot von Kraftfahrzeugen auf Anlagenwegen und Rasenflächen, der Schutz von Pflanzungsflächen sowie Regeln gegen zweckwidrige Nutzung wie Ablagerungen, Feuerstellen und Grillgeräte. Für Kinder- und Jugendspielplätze wird das Alkoholverbot räumlich genauer gefasst und auf einen 20-Meter-Bereich ausgeweitet; die Kontrolle und Strafbestimmungen bleiben Teil der Verordnung. Ein zusätzliches Rauchverbot auf Spielplätzen wurde diskutiert, aber nicht aufgenommen, weil dafür eine bundesweite Regelung angekündigt ist und keine behördlich dokumentierte Missstandslage vorliegt. Die Novelle wurde mit Stimmenmehrheit angenommen, bei Enthaltung von Grünen, KPÖ und Gemeinderat Brandstetter.
AntragstextEinblendenAusblenden
BeschlussformelEinblendenAusblenden
Wortmeldungen (4)EinblendenAusblenden
Danke schön Herr Bürgermeister, Kolleginnen und Kollegen, sehr geehrte Gäste, unser Verständnis wie öffentlicher Raum, also der Raum der uns allen gehört in der Stadt, organisiert wird, ist ein Verständnis von einem respektvollen Miteinander. Und wenn viele diesen Raum nutzen, was ja wünschenswert ist, dann haben wir eine belebte Stadt und es kann natürlich zu Konflikten kommen. Wenn wir diese Nutzungskonflikte vermeiden wollen, müssen geltende Regeln kommuniziert werden und alle müssen wissen, was Sache ist, Stichwort ‚Bewusstseinsbildung‘. Das funktioniert über Sozialarbeit und nicht über Strafen. Nur eine Verordnung zu beschließen und Leute in weiterer Folge abzustrafen, ist aus unserer Sicht falsch. Deswegen enthalten wir uns, wie auch damals bei der grundsätzlichen Verordnung, für die es jetzt diese Novelle gibt. Kurz zum Zusatzantrag der ÖVP: Wir finden auch, dass auf einem Kinderspielplatz nicht geraucht werden sollte, weil es um die Gesundheit der Kleinsten in der Gesellschaft geht. Da wir aber der Verordnung nicht zustimmen, stimmen wir auch dem Zusatzantrag nicht zu. Wir enthalten uns also bei beiden. Danke schön.
Auch wir stimmen dieser Verordnung grundsätzlich zu und ja, diese Debatte kommt von uns, wir finden speziell die Maßnahme des Alkoholverbotes wichtig und richtig. Wir wollen aber einen Zusatzantrag für ein Rauchverbot einbringen. Dafür gibt es gute Gründe: 1. Vorbildwirkung, 2. Passivrauchen, 3. Umweltschutz auf Spielplätzen. Ja, wir wissen, dass die Bundespolitik vor hat das zu regeln, wenn man aber sieht, wie oft die Opposition auf Bundesebene Sachen blockiert, dann sollten wird das jetzt umsetzen und nicht blockieren. Seien wir Vorreiter, machen wir das jetzt und warten wir nicht auf die Bundesebene. Wir bringen daher den folgenden Zusatzantrag ein: Der Gemeinderat beschließe: ‚In § 4 wird folgender dritter Absatz angefügt: Auf Kinder- und Jugendspielplätzen ist das Rauchen verboten.‘ Wir würden uns freuen, wenn der Zusatzantrag Anklang findet, wir finden das Rauchverbot ist ein großes Thema und ist wichtig für uns.
Ich bedanke mich auch hier grundsätzlich für die avisierte Zustimmung zu dieser Verordnung. Zum Thema Rauchverbot möchte ich noch ergänzen, dass es bereits jetzt bei den Kinderspielplätzen einen gut sichtbaren Hinweis gibt, wo die Stadt zumindest einmal ersucht auf das Rauchen zu verzichten. Frau Kollegin Ganhör, ich verspreche dir, ich werde mich bei unserem Nationalratsklub dafür einsetzen, dass wir ein solches Rauchverbot selbstverständlich unterstützen und wenn möglich sogar noch beschleunigen. Danke für die Zustimmung.
Da sind ja offensichtlich schon richtige Vorboten von Türkis-Blau auf Bundesebene im Linzer Gemeinderat spürbar.
Abstimmungsergebnis
Ergebnis: angenommen
Der Antrag wird bei Stimmenthaltung der Fraktionen von Die Grünen (10), KPÖ (2) und Gemeinderat Brandstetter, WANDEL mit Stimmenmehrheit angenommen.