Glasfaseranschluss und bessere IT-Betreuung für Linzer Pflichtschulen

O 3 · Fraktionsantrag · 2. Sitzung des Gemeinderates der Landeshauptstadt Linz

Berichterstatter:

Ergebnis:ausschuss verwiesen

Zusammenfassung

KI Generiert

Für die Linzer Pflichtschulen soll die Internetanbindung durch Glasfaser geprüft und die IT-Betreuung bedarfsgerecht aufgestockt werden. Begründet wird dies mit fehlenden Glasfaserleitungen an den Pflichtschulen, unzureichenden Upload-Werten und wachsenden Anforderungen durch Distancelearning sowie mehr Geräte und Access Points. Vorgesehen sind eine Aufstockung der IT-Betreuung noch für dieses und das nächste Schuljahr sowie eine gesicherte budgetäre Bedeckung in den Voranschlägen 2022 und 2023. Außerdem soll 2022 ein Konzept mit Zeitplan für eine mögliche Umstellung auf Glasfaser oder eine Alternative samt Finanzierungsvorschlägen vorgelegt werden. Zuweisung wurde an den Ausschuss für Planung und Liegenschaften beschlossen, bei Stimmenthaltung der MFG-Fraktion.

Schlagwörter (10):pflichtschulenglasfaseranschlussit-betreuungdigitalisierungdistancelearningschulinfrastrukturbildungsgerechtigkeitbudgetplanunginternetanbindung
AntragstextEinblendenAusblenden
Gemeinderat Pirc berichtet über den von der ÖVP-Gemeinderatsfraktion eingebrachten Antrag O 3 Glasfaseranschluss und bessere IT-Betreuung für Linzer Pflichtschulen und führt aus: „Sehr geehrter Herr Bürgermeister, geschätzte Kolleginnen und Kollegen, sehr geehrte Damen und Herren, beim Antrag O 3 geht es um einen Glasfaseranschluss und bessere IT-Betreuung für die Linzer Pflichtschulen. Während die höheren Schulen, die Bundesschulen in Linz, bereits über Glasfaserleitungen verfügen, fehlt diese in den Linzer Pflichtschulen. Im Up- und Download-Bereich gibt es Empfehlungen seitens des Ministeriums. Besonders im Upload-Bereich können die Pflichtschulen diesen weit nicht erfüllen, was sich besonders jetzt auch bei Übertragungen im Distancelearning bemerkbar macht. Das Zweite ist die IT-Betreuung. Während der Bedarf hier immer mehr wird, die Geräte steigen, die Access Points steigen, ist die Betreuung gleichgeblieben. Daher sehen wir hier eine dringende Notwendigkeit der Aufstockung der IT-Betreuung. Die Linzer Volkspartei stellt daher den Antrag: Der Gemeinderat beschließe: ,1. Die IT-Betreuung für die Linzer Pflichtschulen soll noch für dieses Schuljahr und für das nächste Schuljahr in einem bedarfsgerechten Maß aufgestockt werden. Die entsprechende budgetäre Bedeckung soll im Voranschlag 2022 und 2023 sichergestellt werden. 2. Dem Linzer Gemeinderat soll 2022 ein Konzept und Zeitplan zur möglichen Umstellung auf Glasfaseranschluss für die Linzer Pflichtschulen oder eine andere Alternative mit den entsprechenden Finanzierungsvorschlägen vorgelegt werden.‘ Danke.“ (Beifall ÖVP) Dazu liegen folgende Wortmeldungen vor: Gemeinderat Hubmann: „Sehr geehrter Herr Bürgermeister, geschätzte Kolleginnen und Kollegen, der vorliegende Antrag zur Verbesserung der Internetanbindung und IT-Betreuung der Linzer Schulen ist wichtig. Wir haben in den letzten beiden Jahren gesehen, dass die Digitalisierung der Bildung eine entscheidende Frage für die Gesellschaft ist, sodass heute auch der Antrag G1 entsprechend diskutiert worden ist. Wir haben dafür in Linz schon sehr gute Bedingungen. Das Kabelnetz von Liwest lässt Up- und Download-Geschwindigkeiten bis zu 400 bzw. 40 MB pro Sekunde zu. Ich denke, ein Glasfaseranschluss muss also nicht zwingend die technisch bessere Lösung sein. Von diesen und anderen zu erhebenden Rahmenbedingungen wird aber sicher auch der zusätzliche Personalbedarf abhängen. Damit ist für mich klar, die Voraussetzungen für eine weitere Digitalisierung der Linzer Schulen gilt es gut zu prüfen, um eine kluge und längerfristige Lösung zu erreichen. Deshalb beantrage ich, den vorliegenden Antrag O 3 dem Ausschuss für Planung und Liegenschaften zuzuweisen. Danke.“ Gemeinderat Dipl.-Ing. Obermayr: „Danke Herr Bürgermeister, eine Frage, Linzer Pflichtschulen, sind das jetzt nur die Schulen, die von der Gemeinde betreut sind oder sind das auch die Privatschulen? Meine zweite Frage ist, ich bin grundsätzlich nicht der Meinung, dass in den Pflichtschulen, die Kinder von sechs bis zehn Jahren einen umfassenden EDV-Unterricht brauchen. Ich glaube, dass viele Pädagogen das sehr, sehr kritisch sehen. Ich glaube, dass es unterschiedliche Gesamtkonzepte dazu gibt, worin die Kinder unterrichtet werden und wie das ausschaut. Wenn ich mir da verschiedene pädagogische Entwicklungen anschaue, gehen die in eine ganz andere Richtung z.B. Montessori-Pädagogik und Waldorf-Pädagogik. Ich kann diesen Antrag zumindest nicht unterstützen und enthalte mich der Stimme.“ Der Vorsitzende erteilt dem Berichterstatter das Schlusswort: Gemeinderat Pirc: „Herzlichen Dank. Zur Erklärung, es geht um die Schulen, für die die Stadt Linz der Schulerhalter ist. Über den Stand der Wissenschaft in punkto Pädagogik möchte ich mich jetzt nicht austauschen. Ich ersuche, einen Teil zur Bildungsgerechtigkeit im Schulsystem beizutragen. Vielen Dank.“ Der Vorsitzende lässt nun über die Zuweisung des Antrags abstimmen. Der Antrag wird bei Stimmenthaltung der MFG-Fraktion (2) dem Ausschuss für Planung und Liegenschaften zugewiesen.
BeschlussformelEinblendenAusblenden
Der Antrag wird bei Stimmenthaltung der MFG-Fraktion (2) dem Ausschuss für Planung und Liegenschaften zugewiesen.
Wortmeldungen (3)EinblendenAusblenden

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, geschätzte Kolleginnen und Kollegen, der vorliegende Antrag zur Verbesserung der Internetanbindung und IT-Betreuung der Linzer Schulen ist wichtig. Wir haben in den letzten beiden Jahren gesehen, dass die Digitalisierung der Bildung eine entscheidende Frage für die Gesellschaft ist, sodass heute auch der Antrag G1 entsprechend diskutiert worden ist. Wir haben dafür in Linz schon sehr gute Bedingungen. Das Kabelnetz von Liwest lässt Up- und Download-Geschwindigkeiten bis zu 400 bzw. 40 MB pro Sekunde zu. Ich denke, ein Glasfaseranschluss muss also nicht zwingend die technisch bessere Lösung sein. Von diesen und anderen zu erhebenden Rahmenbedingungen wird aber sicher auch der zusätzliche Personalbedarf abhängen. Damit ist für mich klar, die Voraussetzungen für eine weitere Digitalisierung der Linzer Schulen gilt es gut zu prüfen, um eine kluge und längerfristige Lösung zu erreichen. Deshalb beantrage ich, den vorliegenden Antrag O 3 dem Ausschuss für Planung und Liegenschaften zuzuweisen. Danke.

Danke Herr Bürgermeister, eine Frage, Linzer Pflichtschulen, sind das jetzt nur die Schulen, die von der Gemeinde betreut sind oder sind das auch die Privatschulen? Meine zweite Frage ist, ich bin grundsätzlich nicht der Meinung, dass in den Pflichtschulen, die Kinder von sechs bis zehn Jahren einen umfassenden EDV-Unterricht brauchen. Ich glaube, dass viele Pädagogen das sehr, sehr kritisch sehen. Ich glaube, dass es unterschiedliche Gesamtkonzepte dazu gibt, worin die Kinder unterrichtet werden und wie das ausschaut. Wenn ich mir da verschiedene pädagogische Entwicklungen anschaue, gehen die in eine ganz andere Richtung z.B. Montessori-Pädagogik und Waldorf-Pädagogik. Ich kann diesen Antrag zumindest nicht unterstützen und enthalte mich der Stimme.

Herzlichen Dank. Zur Erklärung, es geht um die Schulen, für die die Stadt Linz der Schulerhalter ist. Über den Stand der Wissenschaft in punkto Pädagogik möchte ich mich jetzt nicht austauschen. Ich ersuche, einen Teil zur Bildungsgerechtigkeit im Schulsystem beizutragen. Vielen Dank.

Abstimmungsergebnis

Ergebnis: ausschuss verwiesen

Der Antrag wird bei Stimmenthaltung der MFG-Fraktion (2) dem Ausschuss für Planung und Liegenschaften zugewiesen.