Gründung der „Linzer Energiegemeinschaft GmbH“ (LEG GmbH) sowie von Erneuerbaren Energiegemeinschaften (EEG KGs), insgesamt 54.000 Euro, Genehmigung einer Kreditüberschreitung

I 1 · Ausschussantrag · 17. Sitzung

Berichterstatter:

Ausschuss:Ausschuss für Planung und Liegenschaften

Ergebnis:angenommen

Zusammenfassung

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Beschlossen wurde die Gründung der Linzer Energiegemeinschaft GmbH mit einer Beteiligung der Stadt Linz von 90 Prozent und der Immobilien Linz GmbH von 10 Prozent sowie die Beteiligung an Erneuerbaren Energiegemeinschaften als Kommanditistin und Komplementärin. Die Gesellschaften sollen die städtische Photovoltaikoffensive vorantreiben, mehr als 100 Anlagen auf städtischen Gebäuden ermöglichen und einen Beitrag zur Klimaneutralität bis 2040 leisten. Genannt werden eine Einsparung von über 5.000 Tonnen CO₂ und die Deckung von rund 40 Prozent des jährlichen Strombedarfs der Stadt aus erneuerbarer Energie. Für Stammkapital und Einlagen werden insgesamt 54.000 Euro bereitgestellt; dafür wird eine Kreditüberschreitung genehmigt und durch Mehreinnahmen aus Landesmitteln bedeckt. Der Beschluss wurde mit Stimmenmehrheit bei Stimmenthaltung einer Fraktion angenommen.

Schlagwörter (10):energiegemeinschaftphotovoltaikerneuerbare energienklimaneutralitätco2-einsparungstadtwerkebeteiligungfinanzenkreditüberschreitungklimaschutz
AntragstextEinblendenAusblenden
Sehr geehrte Frau Vizebürgermeisterin, werte Kolleginnen und Kollegen, mit der Gründung der Linzer Energiegemeinschaft GmbH sowie den Erneuerbaren Energiegemeinschaften tätigen wir heute den nächsten Schritt in der städtischen Photovoltaikoffensive. Dadurch können wir in den nächsten Jahren mehr als 100 Photovoltaikanlagen auf unseren städtischen Gebäuden errichten und einen wichtigen Beitrag zur Klimaneutralität der Stadt Linz bis 2040 leisten. Mit diesem Projekt können wir über 5000 Tonnen CO₂ einsparen und damit 40 Prozent des jährlichen Strombedarfs der Stadt Linz aus erneuerbarer Energiequelle abdecken.
BeschlussformelEinblendenAusblenden
Der Gemeinderat beschließe: 1. Die Gründung der in der Amtsvorlage beschriebenen Linzer Energiegemeinschaft GmbH bzw. der Beteiligung der Landeshauptstadt Linz an dieser mit einem Anteil in Höhe von 90 Prozent und der Immobilien Linz GmbH mit einem Anteil in Höhe von 10 Prozent mit einem Stammkapital in Höhe von 35.000 Euro wird, wie aus der beiliegenden Satzung ersichtlich, beschlossen. Die in bar zu leistende Gesellschaftereinlage der Landeshauptstadt Linz beträgt somit 31.500 Euro. 2. Die Beteiligung der Stadt Linz an den beiliegenden EEG KGs als Kommanditistin mit einer Kommanditeinlage in der Höhe von jeweils 1500 Euro und der zu gründenden LEG GmbH als Komplementärin nach Maßgabe der beiliegenden Mustersatzung wird beschlossen. 3. Die Verrechnungen der Gesellschaftereinlage an der LEG GmbH sowie der Kommanditeinlagen an den EEG KGs, mit einem Gesamtbetrag in Höhe von 54.000 Euro, erfolgen auf der FiPos 1.080100 (Beteiligungen) mit dem Haushaltsprogramm HP 02014 (Erwerb von Beteiligungen) im Fonds 914000 (Beteiligungen). 4. Die Kreditüberschreitung auf der FiPos 1.080100 (Beteiligungen) mit dem Haushaltsprogramm HP 02014 (Erwerb von Beteiligungen) im Fonds 914000 (Beteiligungen) zur Bedeckung der Kosten der Einlagen in Höhe von gesamthaft 54.000 Euro wird genehmigt. Die Bedeckung der 54.000 Euro erfolgt durch Mehreinnahmen auf der FiPos 2.861200 (Transfers von Land) im Fonds 940000 (Bedarfszuweisungen).
Wortmeldungen (3)EinblendenAusblenden

Sehr geehrte Frau Bürgermeisterin, grundsätzlich schätzen und befürworten wir diesen Antrag. Was uns in der Rolle der Opposition allerdings stört - und da sind wir ja nicht die Einzigen - ist, dass dieses große Projekt der Kontrolle des Gemeinderats entzogen wird, weil es eine eigene Gesellschaft mit Aufsichtsrat ist. Aus diesem Grund enthalten wir uns auch. Das ist uns nicht ganz leichtgefallen, weil wir finden, dass diese Photovoltaikoffensive eine gute Sache ist, aber wir hätten es gerne irgendwie näher am Gemeinderat dran.

Danke Frau Vizebürgermeisterin, wir können auch einiges von dem, was Kollege Potočnik angesprochen hat, nachvollziehen. Das Konstrukt ist schwierig zu durchschauen und die Beteiligungen zum Teil auch. Wir werden aber trotzdem zustimmen, weil es natürlich um die Energiewende geht und darum, dass die Stadt mehr erneuerbare Energie selbst bezieht. Ich möchte aber noch kurz darauf hinweisen, dass wir in der Gemeinderatssitzung im März dieses Jahres eine Photovoltaikanlage für das von der Stadt errichtete Stadion am Donaupark gefordert haben. Damals wurde behauptet, dass bereits alles in Umsetzung sei. Nun sind bald alle Spiele dieses Jahres gespielt und es gibt noch immer keine Anlage am Dach. Auch kommt das Stadion, und darum erwähne ich es hier, nicht bei den kolportierten Vorhaben der Energiegemeinschaft für die erste Etappe im Frühjahr 2024 vor, das nur als Ergänzung. Danke.

Was die mangelnde Einbindung oder die behauptete mangelnde Einbindung des Gemeinderates betrifft und des rechtlichen Konstrukts: Ja, es hat einige Zeit in Anspruch genommen dieses rechtliche Konstrukt zu erarbeiten. Die Grundlage dafür ist das Erneuerbaren-Ausbau-Gesetz, das macht es so kompliziert. So ist aber nun einmal die rechtliche Grundlage und es ist nicht anders möglich, daher schaut das Konstrukt auch so aus. Punkt zwei: Ich schaue mir das mit dem Stadion gerne noch einmal an, ich habe es jetzt leider nicht im Kopf. Ich bilde mir ein - aber man möge mich korrigieren oder ich möge mich selbst korrigieren, wenn ich nachgeschaut habe -, dass es vertraglich eine Leistung des Vereins wäre, diese Photovoltaikanlagen zu errichten und nicht der Donauparkstadion Linz Errichtungs- und Verwaltungs-GmbH & Co KG, aber ich kann gerne noch einmal nachschauen. Danke. Ich ersuche um Zustimmung.

Abstimmungsergebnis

Ergebnis: angenommen

Der Antrag wird bei Stimmenthaltung der LinzPlus-Fraktion (1) mit Stimmenmehrheit angenommen.