Gehsteigumbau zu einem kombinierten Geh- und Radweg an der Prinz-Eugen-Straße zwischen Zufahrt Interspar und Parkplatz Cineplexe einschließlich Vorkehrungen für die öffentliche Beleuchtung und Verkehrstechnik; Vergabe der Arbeiten; maximal 520.000 Euro

Q 1 · Ausschussantrag · 32. Sitzung

Berichterstatter:

Ausschuss:Ausschuss für Mobilität und Märkte

Ergebnis:angenommen

Zusammenfassung

KI Generiert

Genehmigt wurde der Umbau des Gehsteigs an der Prinz-Eugen-Straße zwischen der Zufahrt zum Interspar und dem Parkplatz des Cineplex zu einem kombinierten Geh- und Radweg. Das Vorhaben umfasst auch die Anpassung der Verkehrssignalanlage an der Industriezeile/Prinz-Eugen-Straße sowie Verbesserungen der öffentlichen Beleuchtung. Begründet wird der Ausbau mit der besseren Erreichbarkeit wichtiger Ziele im Linzer Osten und mit mehr Sicherheit für Radfahrende und Zufußgehende. Der Kostenrahmen beträgt maximal 520.000 Euro inklusive USt; die Bau-, Beleuchtungs- und Verkehrstechnikarbeiten wurden an mehrere Firmen vergeben. Die Umsetzung wurde mehrheitlich angenommen, bei einer Enthaltung.

Schlagwörter (10):geh- und radwegprinz-eugen-straßeradwegausbauverkehrssignalanlageöffentliche beleuchtungverkehrstechnikmobilitätverkehrssicherheitlinzer ostenkostenrahmen
AntragstextEinblendenAusblenden
Meine sehr geehrten Damen und Herren, wir haben im Linzer Osten einige attraktive Angebote, wie beispielsweise den Pumptrack, das Cineplex, das Velodrom, das Einkaufszentrum Industriezeile mit dem Interspar-Hypermarkt und so weiter. Diese waren bislang sehr schwierig mit dem Fahrrad zu erreichen. Vor diesem Hintergrund gab es das Bestreben, dass die Prinz-Eugen-Straße künftig einen kombinierten Geh- und Radweg bekommt. Heute beschließen wir einen wesentlichen Eckpunkt dafür. Der Kreuzungsbereich zwischen Cineplex und Einkaufszentrum wird adaptiert und zu einem kombinierten Geh- und Radweg ausgebaut. Dafür müssen die Verkehrsslichtsignalanlage angepasst und die Beleuchtung verbessert werden. Wir werden insbesondere für die Jugend ein attraktives Angebot schaffen, damit man auch mit dem Fahrrad sicher den Linzer Osten erreichen kann. Ich freue mich über diesen Antrag und bitte um Zustimmung.
BeschlussformelEinblendenAusblenden
Der Gemeinderat beschließt: 1. Grundsatzgenehmigung: Folgendes Vorhaben wird mit einem maximalen Kostenrahmen von 520.000 Euro inklusive USt grundsätzlich genehmigt: Gehsteigumbau zu einem kombinierten Geh- und Radweg Prinz-Eugen-Straße zwischen Zufahrt Interspar und Parkplatz Cineplexe einschließlich Adaptierung der VLSA Industriezeile / Prinz-Eugen-Straße sowie Anpassung der öffentlichen Beleuchtung. 2. Zuschlagsentscheidung / Vergabe: Nach dem Ergebnis des nach dem Bundesvergabegesetz 2018 durchgeführten Vergabeverfahrens wird der Bauauftrag wie folgt vergeben: 2.1. Straßenbauarbeiten - OG 02: Für den Zuschlag vorgesehener Bieter / Auftragnehmer: Strabag AG, Salzburger Straße 323, 4030 Linz Auftragssumme: Angebotspreis (inkl. USt) 78.632,72 Euro Als Aufmaßreserve an die Billigstbieterfirma und für Unvorhergesehenes wird ein Betrag bis zu einer Höhe von 11.367,28 Euro inklusive USt bewilligt. 2.2. Bauliche Vorkehrungen Verkehrstechnik - OG 01: Für den Zuschlag vorgesehener Bieter / Auftragnehmer: Strabag AG, Salzburger Straße 323, 4030 Linz Auftragssumme: Angebotspreis (inkl. USt) 118.962,94 Euro Als Aufmaßreserve an die Billigstbieterfirma und für Unvorhergesehenes wird ein Betrag bis zu einer Höhe von 11.037,06 Euro inklusive USt bewilligt. 2.3. Installationsarbeiten öffentliche Beleuchtung: Für den Zuschlag vorgesehener Bieter / Auftragnehmer: Elin GmbH, Emil-Rathenau-Straße 4, 4030 Linz Auftragssumme: Angebotspreis (inklusive USt) 164.147,64 Euro Als Aufmaßreserve an die Billigstbieterfirma und für Unvorhergesehenes wird ein Betrag bis zu einer Höhe von 15.852,36 Euro inkl. USt bewilligt. 2.4. Installationsarbeiten Verkehrstechnik: Für den Zuschlag vorgesehener Bieter / Auftragnehmer: Yunex Traffic Austria GmbH, Wolfgang-Pauli-Straße 2, 4020 Linz Auftragssumme: Angebotspreis (inklusive USt) 117.424,16 Euro Als Aufmaßreserve an die Billigstbieterfirma und für Unvorhergesehenes wird ein Betrag bis zu einer Höhe von 2.575,84 Euro inkl. USt bewilligt. Der Magistrat der Landeshauptstadt Linz, Gebäudemanagement und Tiefbau, wird mit der Umsetzung dieses Beschlusses (Zuschlagserteilung) beauftragt. 3. Bedeckung / Verrechnung: Die Verrechnung der Kosten der Straßenbauarbeiten - OG 02 in Höhe von insgesamt 90.000 Euro inklusive USt erfolgt im Rechnungsjahr 2025 auf der Finanzposition 1.002100 (Straßenbauten), Haushaltsprogramm HP05028 (Errichtung von Rad- und Wanderwegen) im Fonds 612100 (Gemeindestraßen - Straßenneubau). Die Verrechnung der Installationsarbeiten für die öffentliche Beleuchtung in Höhe von insgesamt 180.000 Euro inklusive USt erfolgt im Rechnungsjahr 2025 auf der Finanzposition 1.005100 (Anlagen zu Straßenbauten) mit dem Haushaltsprogramm HP05044 (Erweiterung und Erneuerung Beleuchtungsanlagen) im Fonds 816000 (Öffentliche Beleuchtung und Uhren). Die Verrechnung der Kosten der baulichen Vorkehrungen Verkehrstechnik - OG 01 und der Installationsarbeiten Verkehrstechnik in Höhe von maximal 250.000 Euro inklusive USt im Rechnungsjahr 2025 erfolgt auf der Finanzposition 1.005100 (Anlagen zu Straßenbauten) mit dem Haushaltsprogramm HP05039 (Erweiterung und Erneuerung Verkehrssignalanlagen) im Fonds 640000 (Einrichtungen, Maßnahmen nach der StVO). Soweit eine anderweitige Bedeckung fehlt, erfolgt die Finanzierung dieses Projekts durch Fremdmittel. Die konkrete Beschaffung von Fremdmitteln im Rahmen des städtischen Finanzmanagements bedarf der Zustimmung des zuständigen Kollegialorgans. Die Verrechnung erfolgt auf den jeweiligen Finanzpositionen in den entsprechenden Fonds. Rechtsgeschäfte über die Aufnahmen von Fremdmitteln bedürfen (im Falle der Überschreitung der relevanten Wertgrenzen und der Erfüllung der sonstigen relevanten Kriterien des § 58 StL 1992), bei sonstiger Unwirksamkeit, der vorherigen Genehmigung durch die Aufsichtsbehörde.
Wortmeldungen (3)EinblendenAusblenden

Danke Frau Vizebürgermeisterin, lieber Martin Hajart, wir sind hier selbstverständlich dabei. Wir sehen das als eindeutige Verbesserung. Wir wissen das, weil wir auf dieser Straße immer wieder mit dem Rad unterwegs sind. Allerdings darfst du dich noch nicht ausruhen, denn bezüglich dieser Ost-West-Achse von der Autobahn stadteinwärts ist nach wie vor noch einiges zu tun. Machen wir zudem bitte richtige Radwege, denn diese kombinierten Fuß- und Radwege sind in unseren Augen Provisorien. Die Fußgänger*innen erschrecken sich und als Radfahrer*innen man nicht so schnell fahren, wie man eigentlich gerne möchte. Das heißt, der Idealzustand sind richtige Radwege. Trotzdem ist das ein großer Schritt in die richtige Richtung.

Danke Frau Vizebürgermeisterin, anders als Kollege Potocnik will ich gleich den Idealzustand. Deswegen kommt hier meine grundsätzliche Kritik an diesen kombinierten Gehund Radwegen. Wir lehnen sie grundsätzlich im Stadtgebiet ab. Das hat folgenden Hintergrund, den Kollege Potocnik schon ein bisschen angedeutet hat: Diese Wege sind weder für Fußgänger*innen, noch für Radfahrer*innen optimal und stellen aus Sicht der Verkehrssicherheit für die Zufußgehenden sogar einen Rückschritt dar. Dazu kommt, dass Radfahrer*innen immer schneller werden, motorisiert sind und zusätzlich gibt es noch die Scooter. Sie teilen sich jetzt einen viel zu engen Raum mit den Zufußgehenden. Das ist für mich ein klarer Widerspruch zum ‚Masterplan Gehen‘. Solche Lösungen sind meist ein Kompromiss, der in Wirklichkeit den Autoverkehr priorisiert und den Rad- sowie Fußverkehr auf die Restfläche verlegt. So ist das auch hier in der Prinz-Eugen-Straße. Ich möchte positiv erwähnen, dass die Sichtbarkeit und Sicherheit bei der Einfahrt in das Einkaufszentrum verbessert wird. Nachteilig ist aber, dass bei einem verpflichtenden Gehund Radweg das Linksabbiegen für Radfahrende, die die Fahrbahn verwenden, nicht mehr möglich ist. Im Ausschuss wurde gesagt, dass geprüft wird, ob die Benutzungspflicht überhaupt kommen wird. Wir befürchten aber, dass dann künftig das Fahren auf der Fahrbahn nicht mehr möglich sein wird, weil die Priorität beim Auto liegt. Aufgrund unserer grundsätzlichen Kritik werden wir uns hier jetzt enthalten. Vielen Dank.

Ich möchte noch kurz auf die beiden Wortmeldungen eingehen. Betreffend ‚ich solle mich nicht ausruhen‘ von LinzPlus, kann ich sagen, dass das Wort ‚ausruhen‘ im Wortschatz von LinzPlus besteht, aber sicher nicht in meinem. Mein Motto lautet ‚voran‘. Danke. Die KPÖ ist generell gegen kombinierte Geh- und Radwege. Das ist nicht mein Zugang. Da, wo es Sinn macht, bin ich für kombinierte Geh- und Radwege. Man muss nämlich schon sagen, dass alles eine Frage des Platzes und des Raumes ist. Der gesamte Linzer Osten ist ein Gebiet der Mischnutzung. Insbesondere im Bereich Industriezeile/Prinz-Eugen-Straße dominiert die industrielle Nutzung, denn es ist ein Industriegebiet. Dort fahren LKW und die Frequenz des Geh- und Radverkehrs ist eher überschaubar. Ich weiß nicht, warum ich in einem Industriegebiet eine Fahrspur für den motorisierten Verkehr zugunsten des Geh- und Radverkehrs streichen soll. Man muss also schon auch mit ein bisschen Maß und Ziel haushalten, was der KPÖ oftmals nicht gelingt, aber mir schon. Dankeschön, ich bitte um Zustimmung.

Abstimmungsergebnis

Ergebnis: angenommen

Der Antrag wird mehrheitlich angenommen. Enthaltung: KPÖ (2) Vorsitzführung Bürgermeister Prammer