Gehsteigumbau zu einem kombinierten Geh- und Radweg an der Prinz-Eugen-Straße zwischen Zufahrt Interspar und Parkplatz Cineplexe einschließlich Vorkehrungen für die öffentliche Beleuchtung und Verkehrstechnik; Vergabe der Arbeiten; maximal 520.000 Euro
Q 1 · Ausschussantrag · 32. Sitzung
Ausschuss:Ausschuss für Mobilität und Märkte
Ergebnis:angenommen
Zusammenfassung
KI GeneriertGenehmigt wurde der Umbau des Gehsteigs an der Prinz-Eugen-Straße zwischen der Zufahrt zum Interspar und dem Parkplatz des Cineplex zu einem kombinierten Geh- und Radweg. Das Vorhaben umfasst auch die Anpassung der Verkehrssignalanlage an der Industriezeile/Prinz-Eugen-Straße sowie Verbesserungen der öffentlichen Beleuchtung. Begründet wird der Ausbau mit der besseren Erreichbarkeit wichtiger Ziele im Linzer Osten und mit mehr Sicherheit für Radfahrende und Zufußgehende. Der Kostenrahmen beträgt maximal 520.000 Euro inklusive USt; die Bau-, Beleuchtungs- und Verkehrstechnikarbeiten wurden an mehrere Firmen vergeben. Die Umsetzung wurde mehrheitlich angenommen, bei einer Enthaltung.
AntragstextEinblendenAusblenden
BeschlussformelEinblendenAusblenden
Wortmeldungen (3)EinblendenAusblenden
Danke Frau Vizebürgermeisterin, lieber Martin Hajart, wir sind hier selbstverständlich dabei. Wir sehen das als eindeutige Verbesserung. Wir wissen das, weil wir auf dieser Straße immer wieder mit dem Rad unterwegs sind. Allerdings darfst du dich noch nicht ausruhen, denn bezüglich dieser Ost-West-Achse von der Autobahn stadteinwärts ist nach wie vor noch einiges zu tun. Machen wir zudem bitte richtige Radwege, denn diese kombinierten Fuß- und Radwege sind in unseren Augen Provisorien. Die Fußgänger*innen erschrecken sich und als Radfahrer*innen man nicht so schnell fahren, wie man eigentlich gerne möchte. Das heißt, der Idealzustand sind richtige Radwege. Trotzdem ist das ein großer Schritt in die richtige Richtung.
Danke Frau Vizebürgermeisterin, anders als Kollege Potocnik will ich gleich den Idealzustand. Deswegen kommt hier meine grundsätzliche Kritik an diesen kombinierten Gehund Radwegen. Wir lehnen sie grundsätzlich im Stadtgebiet ab. Das hat folgenden Hintergrund, den Kollege Potocnik schon ein bisschen angedeutet hat: Diese Wege sind weder für Fußgänger*innen, noch für Radfahrer*innen optimal und stellen aus Sicht der Verkehrssicherheit für die Zufußgehenden sogar einen Rückschritt dar. Dazu kommt, dass Radfahrer*innen immer schneller werden, motorisiert sind und zusätzlich gibt es noch die Scooter. Sie teilen sich jetzt einen viel zu engen Raum mit den Zufußgehenden. Das ist für mich ein klarer Widerspruch zum ‚Masterplan Gehen‘. Solche Lösungen sind meist ein Kompromiss, der in Wirklichkeit den Autoverkehr priorisiert und den Rad- sowie Fußverkehr auf die Restfläche verlegt. So ist das auch hier in der Prinz-Eugen-Straße. Ich möchte positiv erwähnen, dass die Sichtbarkeit und Sicherheit bei der Einfahrt in das Einkaufszentrum verbessert wird. Nachteilig ist aber, dass bei einem verpflichtenden Gehund Radweg das Linksabbiegen für Radfahrende, die die Fahrbahn verwenden, nicht mehr möglich ist. Im Ausschuss wurde gesagt, dass geprüft wird, ob die Benutzungspflicht überhaupt kommen wird. Wir befürchten aber, dass dann künftig das Fahren auf der Fahrbahn nicht mehr möglich sein wird, weil die Priorität beim Auto liegt. Aufgrund unserer grundsätzlichen Kritik werden wir uns hier jetzt enthalten. Vielen Dank.
Ich möchte noch kurz auf die beiden Wortmeldungen eingehen. Betreffend ‚ich solle mich nicht ausruhen‘ von LinzPlus, kann ich sagen, dass das Wort ‚ausruhen‘ im Wortschatz von LinzPlus besteht, aber sicher nicht in meinem. Mein Motto lautet ‚voran‘. Danke. Die KPÖ ist generell gegen kombinierte Geh- und Radwege. Das ist nicht mein Zugang. Da, wo es Sinn macht, bin ich für kombinierte Geh- und Radwege. Man muss nämlich schon sagen, dass alles eine Frage des Platzes und des Raumes ist. Der gesamte Linzer Osten ist ein Gebiet der Mischnutzung. Insbesondere im Bereich Industriezeile/Prinz-Eugen-Straße dominiert die industrielle Nutzung, denn es ist ein Industriegebiet. Dort fahren LKW und die Frequenz des Geh- und Radverkehrs ist eher überschaubar. Ich weiß nicht, warum ich in einem Industriegebiet eine Fahrspur für den motorisierten Verkehr zugunsten des Geh- und Radverkehrs streichen soll. Man muss also schon auch mit ein bisschen Maß und Ziel haushalten, was der KPÖ oftmals nicht gelingt, aber mir schon. Dankeschön, ich bitte um Zustimmung.
Abstimmungsergebnis
Ergebnis: angenommen
Der Antrag wird mehrheitlich angenommen. Enthaltung: KPÖ (2) Vorsitzführung Bürgermeister Prammer