Bicibus - gemeinsam mit dem Fahrrad in die Schule
I 3 · Fraktionsantrag · 23. Sitzung
Zusammenfassung
KI GeneriertGeprüft werden soll die Einführung von Bicibus-Projekten in Linz, bei denen Kinder und Eltern auf festgelegten Routen gemeinsam mit dem Fahrrad zur Schule fahren. Ziel ist mehr Sicherheit im Schulweg, mehr Bewegung, bessere Konzentration und weniger Autoverkehr im Schulumfeld. Vorgesehen sind eine Bedarfserhebung mit Radverkehrsorganisationen, Fahrradlehrerinnen, Schulen und Elternvereinen, ein Pilotprojekt an einer ausgewählten Schule sowie mittelfristig eine Servicestelle als zentrale Anlaufstelle. Die Finanzierung sollte durch Umschichtung im Budget erfolgen, der Vorstoß wurde jedoch mehrstimmig abgelehnt.
AntragstextEinblendenAusblenden
BeschlussformelEinblendenAusblenden
Wortmeldungen (2)EinblendenAusblenden
Sehr geehrte Damen und Herren, wir begrüßen die Initiative eigentlich, weil sie einen wichtigen Beitrag zur Förderung des Radverkehrs leistet. Aber wir müssen endlich weg von der ‚All-inclusive-Gesellschaft‘ und der ‚Vollkasko-Mentalität‘, in der gefordert wird, das von der öffentlichen Hand alles organisiert wird. Wir fordern daher mehr Grundinitiative von den Eltern und Elternvereinen, weil das Verkehrsressort schon sehr vieles macht. Es gibt das Paket zur Schulwegsicherheit, den Sprechtag für einen sicheren Schulweg, oder auch Schulweg-Pläne. Die ersten Schulstraßen wurden ja auch schon umgesetzt. Auf der Homepage der Radlobby ist zu lesen, wie man mit der Initiative starten sollte. Da gibt es einen Handlungsleitfaden. Dort ist sehr wohl von Eigeninitiative die Rede, wo Eltern gefragt sind, wo der Elternverein oder Familienmitglieder, Großeltern, eingebunden werden sollten. Zur Unterstützung kann dann auch die Radlobby kontaktiert werden. Da ist am Anfang noch nicht von der öffentlichen Hand die Rede, die alles vororganisieren sollte. Wir werden uns bei diesem Punkt enthalten.
Vielen Dank, lieber Kollege Thomas Fuchshuber - ganz so ist es nicht. ‚Vollkasko-Mentalität‘ ist es nicht, wenn die öffentliche Hand ein sinnvolles Projekt gestaltet. Man könnte auch sagen, die Zurverfügungstellung von Wasserspielplätzen wäre ein Beispiel für eine ‚All-inclusive-Mentalität‘. Ich sehe das nicht so. Ich habe auch mit einigen Stakeholder*innen gesprochen, ich habe mit der Stadt Graz gesprochen und natürlich auch mit den Radverkehrsorganisationen und mit praktizierenden Fahrradlehrer*innen. Der Bedarf ist vorhanden. Diejenigen, die in diesem Bereich an den Schulen unterwegs sind, wissen, dass es Bedarf und Interesse gibt. Es stimmt, es gibt in Linz noch keine sehr aktive Elterngruppe, die so etwas initiieren möchte, aber der grundsätzliche Bedarf ist da. Ich denke, es wäre schon möglich, dass man als Stadt vorangeht, eben wie Graz. Graz ist, wie ich glaube, auch keine ‚All-inclusive-Mentalität‘-Stadt. Aber die Stadt geht auf die Interessensvertreter*innen zu und bietet Koordinierung und Support. Das wäre der Plan gewesen, also ein Spiel mehrerer Beteiligter, bei dem die Stadt unterstützt. Es ist, glaube ich, eine gute Sache, daher bitte ich nach wie vor um Zustimmung.
Abstimmungsergebnis
Ergebnis: abgelehnt
Der Antrag wird mehrstimmig abgelehnt. Enthaltung: SPÖ (22), ÖVP (10), FPÖ (9), MFG (1)