Lückenschluss zur Trauner Kreuzung - Pilotverlängerung der O-Buslinie 43

T 6 · Fraktionsantrag · 32. Sitzung

Berichterstatter:

Ergebnis:abgelehnt

Zusammenfassung

KI Generiert

Geprüft werden soll die Verlängerung der O-Buslinie 43 vom Stadtfriedhof zur Trauner Kreuzung als 12-monatiger Pilotbetrieb. Ziel ist ein direkter Anschluss an die Straßenbahnlinie 4 und Regionalbusse, um den Lückenschluss im Öffi-Netz ohne neue Oberleitungen zu testen. Begründet wird das mit kürzeren Reisezeiten, mehr Komfort und einer robusteren Verbindung für Schülerinnen, Pendlerinnen und Einkäuferinnen. Für den Pilot wären vor allem eine betriebstaugliche Wendemöglichkeit, Fahrgastinformation und Abstimmungen mit der Stadt Traun sowie der LINZ AG nötig. Der Vorstoß wurde mehrheitlich abgelehnt, obwohl in der Debatte auf bereits laufende Gespräche und ein vorprojektiertes Detailprojekt verwiesen wurde.

Schlagwörter (10):o-buslinie 43trauner kreuzungöffi-netzpilotbetrieblückenschlussverkehrsverknüpfungin motion chargingmobilitätregionalverkehrfinanzierung
AntragstextEinblendenAusblenden
Dankeschön, sehr geehrter Herr Bürgermeister, werte Kolleginnen und Kollegen, es gibt diese kleinen Lücken im Öffi-Netz, die im Alltag große Auswirkungen haben. Eine davon liegt am südwestlichen Rand unseres Stadtverkehrs. Die O-Buslinie 43 endet beim Stadtfriedhof. Das ist weniger als einen Kilometer vor dem Verkehrsknoten Trauner Kreuzung, mit direktem Umstieg zur Straßenbahnlinie 4 sowie zu Regionalbussen. Was heute fehlt, ist kein Großprojekt, sondern ein Stück praktischer Vernunft - den Knoten erreichbar machen, ohne sofort neue Oberleitungen zu bauen. Das Problem ist klar. Wer aus dem Linzer Süden Richtung Traun oder PlusCity unterwegs ist, verliert durch den fehlenden Anschluss Zeit, Komfort und Verlässlichkeit. Die Linie 43 bringt uns fast bis dorthin, aber eben nur fast. Damit verschenken wir Nachfragepotenzial, Umsteiger*innen und Netzrobustheit. Die Lösung ist naheliegend und machbar. Linz betreibt auf der Linie 43 normale Linienbusse, sowie moderne In Motion Charging (IMC®) O-Busse. Diese Fahrzeuge laden unter Fahrdraht und können oberleitungsfrei kurze Abschnitte zuverlässig bedienen. Genau das schlagen wir für einen Pilotbetrieb vor. Die Linie 43 fährt vom Stadtfriedhof noch circa einen Kilometer weiter bis zur Trauner Kreuzung, dort gibt es eine Wende und es geht wieder retour. Der Rest der Linie bleibt unverändert. Für den Pilot braucht es keine Oberleitungsinvestitionen, sondern lediglich eine Haltestellen- beziehungsweise Fahrgastinformation und eine betriebstaugliche Wendemöglichkeit vor Ort. Am Knoten wird schon heute gewendet und die betriebliche Nutzung ist etabliert. Radien und Zufahrten sind mit der Stadt Traun und der LINZ AG pragmatisch zu klären. Der Mehrwert ist klar. Es ist kein Umstieg nötig, es gibt klare Wege, kürzere Reisezeiten und ein robusteres und für Schüler*innen, Pendler*innen und Einkäufer*innen effizienteres Netz. Das ist Ballungsraumpolitik mit Hausverstand - zuerst zusammensetzen mit den Nachbarstädten, fair teilen, schnell testen und dann auf Basis von Fakten entscheiden. Für die Menschen wäre es spürbar und für die Stadt budgetär verantwortbar. Ich bitte um Zustimmung. Vielen Dank.
BeschlussformelEinblendenAusblenden
Der Mobilitätsreferent, Vizebürgermeister Martin Hajart, wird beauftragt, Gespräche mit den LINZ AG LINIEN aufzunehmen mit dem klaren Ziel, den im Begründungstext dargestellten Lückenschluss Stadtfriedhof - „Trauner Kreuzung“ durch einen 12-monatigen Pilotbetrieb umzusetzen. Die Detailausgestaltung orientiert sich am dort beschriebenen Konzept. Die Bedeckung der Kosten soll durch Umschichtung im Rahmen des Budgets erfolgen.
Wortmeldungen (2)EinblendenAusblenden

Das ist schon erledigt. Wir haben mit den LINZ LINIEN aktuell wieder Kontakt aufgenommen. Wie beschrieben, geht es hier um die Verlängerung der O-Buslinie 43 zur Trauner Kreuzung. Die LINZ LINIEN haben bereits ein Detailprojekt ausgearbeitet und vorprojektiert. Es sind bereits mehrere Gespräche mit dem Oberösterreichischen Verkehrsverbund, der Stadt Leonding, der Stadt Traun und der Gemeinde Pasching erfolgt. Das angesprochene Gebiet befindet sich außerhalb der Kernzone der LINZ LINIEN. Dementsprechend orientiert sich auch die Finanzierungsnotwendigkeit. Das heißt, eine solche Angebotserweiterung muss durch den Oberösterreichischen Verkehrsverbund und die genannten Kommunen bezahlt werden. Der aktuelle Stand ist, dass mehrere Gespräche erfolgt sind. Ende des Jahres 2025 - und wir sind beinahe am Ende angelangt - finden weitere Gespräche mit dem Verkehrsverbund statt, was die Finanzierung und dann hoffentlich die Umsetzung betrifft. Somit ist der Antrag erfüllt und wir enthalten uns der Stimme.

Das ist schön zu hören, vor allem weil laut meiner Recherche schon 2012 zum ersten Mal medial berichtet worden ist, dass das Thema ein großes Problem ist. Ich freue mich, dass es jetzt sozusagen erledigt ist. Dankeschön.

Abstimmungsergebnis

Ergebnis: abgelehnt

Der Antrag wird mehrheitlich abgelehnt. Enthaltung: SPÖ (22), ÖVP (11), FPÖ (9)