Kopfsteinpflaster entschärfen für Menschen mit Beeinträchtigung – barrierefreie Altstadt
J 8 · Fraktionsantrag · 10. Sitzung des Gemeinderates der Landeshauptstadt Linz
Zusammenfassung
KI GeneriertGeprüft werden soll eine barrierefreie Entschärfung des Kopfsteinpflasters in der Linzer Altstadt, damit Rollstuhlfahrerinnen und Rollstuhlfahrer die Innenstadt besser befahren können. Vorgesehen ist ein Teststreifen vom Eingang der Altstadt bei der Ecke Theatergasse-Altstadt über Alten Markt, Hahnengasse und Hofgasse bis zum Hauptplatz, wahlweise durch Abschleifen der Steine oder ein Coating-Verfahren. Als Begründung werden die bestehenden Barrieren für Menschen mit Beeinträchtigung sowie zusätzliche Vorteile für Radfahrende, Rollatornutzerinnen und -nutzer, Personen mit Stock oder Kinderwagen genannt. Die gewonnenen Erfahrungen sollen später auch auf weitere Kopfsteinpflasterbereiche wie Domgasse, Landstraße ab Bismarckstraße bis zum Schmidtot und Klammstraße übertragen werden. Die Kosten sollen durch Umschichtung im Budget gedeckt werden; die Zuweisung an den Ausschuss für Mobilität und Verkehr wurde einstimmig beschlossen.
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BeschlussformelEinblendenAusblenden
Wortmeldungen (5)EinblendenAusblenden
Geschätzte Damen und Herren, das hier angesprochene Thema ist tatsächlich ein sehr wichtiges Thema in unserer Stadt, und es betrifft sehr, sehr viele Menschen. Ich möchte darauf hinweisen, dass wir sehr viele unterschiedliche Steingrößen und Materialien im Einsatz haben. Aus meiner Sicht haben wir die Diskussion mit dem heutigen Tag angestoßen, ich beantrage daher die Zuweisung dieses wichtigen Themas in den Ausschuss.
Vielen Dank, ich schließe mich meinem Vorredner an. Es geht vor allem um technische Fragen und es geht um die Umsetzbarkeit. Unseren Informationen nach ist auch ein Abschleifen bzw. ‚coating‘ oder das Abfraßen zum einen technisch aufwendig, zum anderen kann es Problematiken mit sich bringen, z. B. betreffend Oberflächenwasser oder im Winterdienst mit dem Rutschen. Insofern schließe ich mich an, schauen wir uns das im Ausschuss an damit wir eine Entscheidungsgrundlage haben.
Grundsätzlich kann auch ich mich beiden Vorredner anschließen, das Ganze ist ein großes Problem in technischer Hinsicht. Ich möchte auch zu bedenken geben, dass es auch in städtebaulicher Hinsicht nicht ganz ohne ist. In fast allen Städten, die halbwegs eine historische Altstadt haben, die mir in Europa bekannt sind, gibt es derartige Lösungen bisher nicht. Wir sollten einmal im Ausschuss sondieren, ob wirklich so ein riesiger Bedarf besteht. Es läuft uns ja nichts davon, wir werden auch die Zuweisung unterstützen.
Sehr geehrter Herr Bürgermeister, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen. Also über den Bedarf einer solchen Maßnahme brauchen wir überhaupt nicht nachdenken. Wir wissen, dass 25 Prozent der Menschen in irgendeiner Art und Weise care-bedürftigt sind bzw. Mobilitätseinschränkungen haben. Herr Kollege Redlhammer hat schon richtig gesagt, dass die Rollstuhlfahrer*innen und die Radler*innen von dieser Maßnahme profitieren werden. Ich ergänze noch, jeder der mit einem Rollator, mit einem Stock oder mit einem Kinderwagen unterwegs ist oder nicht mehr so gut bei Fuß ist, würde sich über diese Maßnahme freuen. Wir stimmen diesem Antrag ganz, ganz gerne zu.
Vielen Dank, ich freue mich natürlich über die Zuweisung zu einem Ausschuss. Ich darf auch erwähnen, wenn wir dann die ersten sein werden, die so eine Lösung vielleicht anbieten: Wir sind bald in einem internationalen Netzwerk, bei den United Cities, wir haben enge Kontakte nach Europa. Wir können uns Lösungen holen, aber wir können auch Lösungen anbieten. Herzlichen Dank, ich freue mich auf die Zustimmung zur Zuweisung.
Abstimmungsergebnis
Ergebnis: ausschuss verwiesen
Die Zuweisung des Antrags an den Ausschuss für Mobilität und Verkehr wird einstimmig angenommen.