Inklusiven Spielplatz Volksgarten-Park errichten

T 16 · Fraktionsantrag · 5. Sitzung des Gemeinderates der Landeshauptstadt Linz

Berichterstatter:

Ergebnis:ausschuss verwiesen

Zusammenfassung

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Geprüft werden soll die Erweiterung des Spielplatzes im Volksgarten-Park zu einem inklusiven Spielplatz für Kinder mit und ohne Behinderung. Begründet wird das Vorhaben mit dem Bedarf des Vereins U are Special und mit dem Ziel, barrierefreie Spiel- und Begegnungsmöglichkeiten in Linz zu schaffen. Als Standort sprechen die bestehende Spielanlage, die gute Anbindung an Bus und Straßenbahn sowie vorhandene Behindertenparkplätze und eine WC-Anlage, die allerdings noch evaluiert und überarbeitet werden soll. In der Debatte wurde darauf hingewiesen, dass im Volksgarten bereits inklusive Elemente vorhanden sind, zugleich aber der Sanduntergrund Rollstuhlnutzung erschwert. Beschlossen wurde die Zuweisung an den Ausschuss für Generationen, Soziales und Sport; die Expertise der Eltern soll in die Konzepterstellung einfließen.

Schlagwörter (10):inklusiver spielplatzvolksgarten-parkbarrierefreiheitbehinderungkinder und jugendlichespielplatzumbaugenerationen soziales und sportöffentlicher rauminklusionverkehrsanbindung
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Gemeinderätin Pühringer berichtet über den von der LinzPlus-Gemeinderatsfraktion eingebrachten Antrag T 16 Inklusiven Spielplatz Volksgarten-Park errichten und führt aus: „Sehr geehrter Herr Bürgermeister, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, Frau Gundula Schachtner, die stellvertretende Obfrau des gemeinnützigen Vereins ‚U are Special‘ und alle Menschen, die mittels Unterschrift ihre Unterstützung des Anliegens bekunden, bringen unseren dritten Bürgerantrag ein. Ich habe die Unterschriften, die es gegeben hat, gezählt. 59 LinzerInnen haben unterschrieben, 20 Menschen aus Umlandgemeinden und fast 700 Menschen haben sogar auf die Petition reagiert und unterschrieben, die Frau Gundula Schachtner bzw. ihr Verein gestartet hat. Der Verein ‚U are Special‘ wurde von den Eltern teilweise mehrfach behinderter Kinder gegründet, um sich gegenseitig zu unterstützten. Die Kinder mit Behinderung treffen sich und lernen, dass sie nicht die einzigen sind, die speziell sind, sondern dass es normal ist, speziell zu sein. Die Eltern tauschen sich über alltägliche Sorgen oder über die Fortschritte der Entwicklung ihrer Kinder aus. Der Verein möchte wachsen, breit und wirksamer werden. Der Verein sucht unter anderem auch ein Vereinslokal, das mit ausreichend Platz, Behinderten-WCs, Wickelmöglichkeiten für größere Kinder und Ruhezonen etc. ausgestattet und darüber hinaus finanzierbar ist. Die Mitglieder des Vereins suchen vergebens einen inklusiven Spielplatz, der auch für Kinder mit Behinderung geeignet ist. Österreich hat sich durch die Ratifizierung der UN-Behindertenrechtskonvention insbesondere auch dazu verpflichtet, allen Menschen gleichberechtigte gesellschaftliche Teilhabe zu ermöglichen. Linz kann ganz viel Beiträge dazu leisten, der Verpflichtung gerecht zu werden. Ein Beitrag ist, den bestehenden Spielplatz im Volksgartenpark zu erweitern und zu einem inklusiven Spielplatz umzubauen. Linz könnte eine österreichweite Vorreiterrolle übernehmen und zeigen, wie das geht, Kindern mit Behinderung, ihren Geschwisterkindern und Freunden Spielmöglichkeiten an der frischen Luft zu bieten, ein Umfeld zu schaffen, in dem Freundschaften geschlossen werden können und Kindern mit Behinderung Begegnungen in ungezwungener Atmosphäre zu ermöglichen, Kindern spielerisch Sinnesförderung und Frühförderung angedeihen zu lassen, Inklusion von klein an, ohne Berührungsängste und mit Spaß geschehen lassen, mit einem inklusiven Spielplatz eine Begegnungsstätte auch für Eltern zu errichten. Die Conclusio, besondere Kinder sollen sich ungezwungen zeigen dürfen. Die Eltern sagen, für so einen inklusiven Spielplatz würde sich der Volksgarten-Park anbieten, weil dort schon ein Kinderspielplatz besteht, der erweitert und umgebaut werden kann. Der Volksgarten-Park ist gut öffentlich mit Bus und Straßenbahn angebunden. Somit könnten im Rahmen von Ausflügen auch Kinder aus den Sonderschulen in Linz den inklusiven Spielplatz relativ einfach besuchen. In diesem Bereich gibt es bereits Behindertenparkplätze und eine öffentliche WC-Anlage, die allerdings im Hinblick auf Sauberkeit und Platzangebot unbedingt evaluiert und überarbeitet werden müsste, zumal auch Kinder mit Behinderung dort versorgt werden müssen. Der Volksgarten-Park und damit auch das Umfeld des Musiktheaters, würde durch den inklusiven Spielplatz zusätzlich belebt und aufgewertet. Wichtig ist, dass nicht nur eine Spielstätte gebaut wird, sondern eine, die für alle Kinder Sinn macht, ob mit oder ohne Behinderung und dass er interessant und anregend ist. Es gibt in Österreich keinen Anbieter für die Einrichtung inklusiver Spielplätze, jedenfalls habe ich trotz intensiver Recherche nichts gefunden. Man muss eher über die Grenzen blicken. Deutschland ist da offensichtlich ein bisschen besser, aber mit gutem Willen wird da einiges schon zu finden sein. Wir stellen daher folgenden Antrag: Der Gemeinderat beschließe: ‚Die zuständige Stadträtin, Referentin für Soziales, Vizebürgermeisterin Karin Hörzing, möge ein Konzept zur Erweiterung des Spielplatzes in einen inklusiven Spielplatz im Volksgarten-Park erarbeiten lassen und noch möglichst in diesem Jahr zur Umsetzung bringen. Die Expertise der Eltern von Kindern mit Behinderung aus dem Verein ,U are Special‘ (namentlich stellvertretende Obfrau des Vereins Gundula Schachtner) soll in die Konzepterstellung mit einfließen.‘ Bedeckungsvorschlag: Etwaige Kosten können durch Umschichtungen im Budget gedeckt werden. Ich ersuche um Zustimmung.“ Bürgermeister Luger übergibt den Vorsitz an Vizebürgermeisterin Hörzing. Wortmeldung Vizebürgermeisterin Hörzing: „Vielen Dank, meine sehr geehrten Damen und Herren, als zuständige Referentin habe ich mich selbst auf die RednerInnen-Liste gesetzt und möchte darüber informieren, dass im Jänner 2022, genau am 14. Jänner 2022, ein Gespräch mit VertreterInnen des Vereins ‚U are Special‘ stattgefunden hat. Das war ein sehr konstruktiver, informeller und interessanter Austausch. Die im Antrag namentlich genannte Obfrau des Vereins, Gundula Schachtner, war auch bei diesem Termin dabei. Ich bin ein bisschen überrascht, als ich mich in meinen Funktionen Generationen, Soziales und Sport mit den VertreterInnen des Vereins ausgetauscht habe, hat das Thema Spielplatz keinen Niederschlag gefunden. Ich möchte darüber informieren, dass es im Volksgarten natürlich ein inklusives Angebot auch für Kinder mit Beeinträchtigungen gibt. Im zuständigen Amt Stadtgrün und Straßenbetreuung gibt es eine hohe Expertise dazu. Schwedische oder finnische Firmen bieten den größeren oder besseren Zugang. Hier ist die Firma Lappset angeführt, eine finnische Firma mit einer deutschen Niederlassung. Es gibt in diesem Bereich vieles. Ich möchte noch explizit sagen, welche Möglichkeiten wir für Kinder mit Beeinträchtigungen haben. Es sind entsprechende Rampen vorhanden, es gibt Netze und es sind Spielfunktionen für die Kinder vorgesehen. Bei der Erweiterung im Zusammenhang mit der letzten Umgestaltung im Volksgarten wurde auch der Spielplatz und der Funcourt errichtet, wo es einen großzügigen Wasserspielbereich gibt, der explizit barrierefrei und inklusiv ausgeführt ist. Ich denke, dass es hier ein Informationsdefizit gibt, dieses Informationsdefizit hätte ich gerne geschlossen. Ich schlage deshalb vor, dass wir diesen Antrag dem zuständigen Ausschuss zuweisen, um hier weiter informieren und beraten zu können. Ich ersuche um Zustimmung zu dieser Zuweisung.“ Schlusswort Gemeinderätin Pühringer: „Dankeschön für die Informationen, ich habe diesen Antrag übermittelt, weil der Verein auf uns zugekommen ist. Bei einem Lokalaugenschein im Volksgarten haben wir festgestellt - wenn ich kurz ins Detail gehen darf -, dass es dort einen Sanduntergrund gibt. Damit sind alle Kinder, die in einem Rollstuhl sitzen, schon ausgeschlossen, weil sie mit dem Rollstuhl nicht hineinkönnen bzw. muss man eine starke Begleitperson haben, um das Kind dorthin bringen zu können. Schaukeln geht bei manchen Kindern, die behindert sind, ganz gut, aber wirklich inklusiv ist der Spielplatz nicht. Er ist super, aber er ist nicht inklusiv, deswegen der Antrag. Ich bitte noch einmal um Zustimmung. Danke.“ Der Antrag wird einstimmig dem Ausschuss für Generationen, Soziales und Sport zugewiesen.
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Die zuständige Stadträtin, Referentin für Soziales, Vizebürgermeisterin Karin Hörzing, möge ein Konzept zur Erweiterung des Spielplatzes in einen inklusiven Spielplatz im Volksgarten-Park erarbeiten lassen und noch möglichst in diesem Jahr zur Umsetzung bringen. Die Expertise der Eltern von Kindern mit Behinderung aus dem Verein ,U are Special‘ (namentlich stellvertretende Obfrau des Vereins Gundula Schachtner) soll in die Konzepterstellung mit einfließen.
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Vielen Dank, meine sehr geehrten Damen und Herren, als zuständige Referentin habe ich mich selbst auf die RednerInnen-Liste gesetzt und möchte darüber informieren, dass im Jänner 2022, genau am 14. Jänner 2022, ein Gespräch mit VertreterInnen des Vereins ‚U are Special‘ stattgefunden hat. Das war ein sehr konstruktiver, informeller und interessanter Austausch. Die im Antrag namentlich genannte Obfrau des Vereins, Gundula Schachtner, war auch bei diesem Termin dabei. Ich bin ein bisschen überrascht, als ich mich in meinen Funktionen Generationen, Soziales und Sport mit den VertreterInnen des Vereins ausgetauscht habe, hat das Thema Spielplatz keinen Niederschlag gefunden. Ich möchte darüber informieren, dass es im Volksgarten natürlich ein inklusives Angebot auch für Kinder mit Beeinträchtigungen gibt. Im zuständigen Amt Stadtgrün und Straßenbetreuung gibt es eine hohe Expertise dazu. Schwedische oder finnische Firmen bieten den größeren oder besseren Zugang. Hier ist die Firma Lappset angeführt, eine finnische Firma mit einer deutschen Niederlassung. Es gibt in diesem Bereich vieles. Ich möchte noch explizit sagen, welche Möglichkeiten wir für Kinder mit Beeinträchtigungen haben. Es sind entsprechende Rampen vorhanden, es gibt Netze und es sind Spielfunktionen für die Kinder vorgesehen. Bei der Erweiterung im Zusammenhang mit der letzten Umgestaltung im Volksgarten wurde auch der Spielplatz und der Funcourt errichtet, wo es einen großzügigen Wasserspielbereich gibt, der explizit barrierefrei und inklusiv ausgeführt ist. Ich denke, dass es hier ein Informationsdefizit gibt, dieses Informationsdefizit hätte ich gerne geschlossen. Ich schlage deshalb vor, dass wir diesen Antrag dem zuständigen Ausschuss zuweisen, um hier weiter informieren und beraten zu können. Ich ersuche um Zustimmung zu dieser Zuweisung.

Dankeschön für die Informationen, ich habe diesen Antrag übermittelt, weil der Verein auf uns zugekommen ist. Bei einem Lokalaugenschein im Volksgarten haben wir festgestellt - wenn ich kurz ins Detail gehen darf -, dass es dort einen Sanduntergrund gibt. Damit sind alle Kinder, die in einem Rollstuhl sitzen, schon ausgeschlossen, weil sie mit dem Rollstuhl nicht hineinkönnen bzw. muss man eine starke Begleitperson haben, um das Kind dorthin bringen zu können. Schaukeln geht bei manchen Kindern, die behindert sind, ganz gut, aber wirklich inklusiv ist der Spielplatz nicht. Er ist super, aber er ist nicht inklusiv, deswegen der Antrag. Ich bitte noch einmal um Zustimmung. Danke.

Abstimmungsergebnis

Ergebnis: ausschuss verwiesen

Der Antrag wird einstimmig dem Ausschuss für Generationen, Soziales und Sport zugewiesen.