Diskriminierung bei Linzer Semestertickets jetzt beenden
J 7 · Fraktionsantrag · 11. Sitzung
Zusammenfassung
KI GeneriertGefordert wurde die Vereinheitlichung des Semesterticketpreises der Linz Linien für alle Studierenden auf das Niveau von 72,50 Euro. Begründet wird das mit der ungleichen Behandlung von Studierenden mit Hauptwohnsitz außerhalb von Linz und Leonding, die je nach Wohnort deutlich höhere Preise zahlen. Als Vergleich wird auf Wien verwiesen, wo eine ähnliche Differenzierung beim Semesterticket nach einem Gerichtsurteil beendet wurde. Die Stadtregierung sollte die Regelung gemeinsam mit den LINZ AG-Linien ändern und die Kosten über Budgetumschichtungen decken. Der Gemeinderat lehnte das Vorhaben bei Stimmenthaltung mehrerer Fraktionen ab.
AntragstextEinblendenAusblenden
BeschlussformelEinblendenAusblenden
Wortmeldungen (1)EinblendenAusblenden
Meine sehr geehrten Damen und Herren, geschätzter Herr Gemeinderat Burgstaller, ‚zwei Herzen schlagen, ach! in meiner Brust‘, wenn es um Anträge geht, die eine Vergütung der öffentlichen Verkehrsmittel betreffen. Natürlich bin ich als Verkehrsreferent, der die ‚Sanfte Mobilität‘ vorantreiben will auf der einen Seite für eine Vergütung der Tarife – so wäre es auch gewesen, wenn wir den heutigen Antrag von Gemeinderat Brandstetter von WANDEL, der aber von der Tagesordnung abgesetzt worden ist, behandelt hätten. Auf der anderen Seite muss natürlich auch immer das Wohl eines Unternehmens – und das sage ich als Vertreter einer Wirtschaftspartei – im Sinne einer wirtschaftlichen Nachhaltigkeit betrachtet werden. Das sind die zwei Pole, die es abzuwägen gilt. Sie haben die Problematik einer juristischen Gleichbehandlungsfrage richtigerweise angeführt, wobei aber meines Wissens nach noch Verfahren am Laufen sind. Man muss sich ganz genau ansehen, welche wirtschaftlichen Auswirkungen das für die LINZ-Linien hätte. Wir als Linz-Linien können leider nicht für alle Menschen in diesem Land und in diesem Staat das öffentliche Verkehrsangebot zu den besten Bedingungen oder sogar Gratisbedingungen aufrechterhalten. Insofern gibt es von unserer Seite zu diesem Antrag eine Stimmenthaltung. Ich sage aber auch dazu, dass ich dafür bin, dass die Tarife für die öffentlichen Verkehrsmittel günstiger werden und möchte damit das Klimaticket ansprechen. Frau Bundesministerin Gewessler hat einen Vorschlag gemacht, dass alle öffentlichen Verkehrsmittel in einem Bundesland um 365 Euro angeboten werden können, in Oberösterreich ist das so, mit Ausnahme der Statutarstädte. Das würde natürlich einen wesentlichen Vorteil für Linz bedeuten, weil wir vor allem ein Pendlerthema haben. Aus meiner Sicht ist die Frau Bundesministerin gefordert, Ihren Ankündigungen auch Taten folgen zu lassen, sprich, die noch nötigen finanziellen Zuschüsse zu geben, damit wird dieses Klimaticket um 365 Euro im gesamten Bundesland haben. Das wäre aus meiner Sicht eine dringende Angelegenheit, aber wie gesagt, um auf Ihren Antrag zurückzukommen, hier werden wir uns der Stimme enthalten.“
Abstimmungsergebnis
Ergebnis: abgelehnt
Der Antrag wird bei Stimmenthaltung der Fraktionen von SPÖ (21), ÖVP (11), FPÖ (9) und LinzPlus (2) mit Stimmenmehrheit abgelehnt.