Schulstraße Aubrunnerweg

T 12 · Fraktionsantrag · 32. Sitzung

Berichterstatter:

Ergebnis:abgelehnt

Zusammenfassung

KI Generiert

Gefordert wird eine Schulstraße im Aubrunnerweg, um die Zufahrt von Elterntaxis vor allem zu Bring- und Holzeiten zu unterbinden und die Sicherheit am Schulweg zu erhöhen. Anlass ist die neu asphaltierte Verkehrslösung vor der sanierten Mira-Lobe-Schule, die als mobilitätspolitisch verfehlt und stadtklimatisch nachteilig beschrieben wird. Kritisiert werden zusätzliche Autofahrten, ein erhöhtes Risiko für zu Fuß gehende und radfahrende Kinder sowie die Entstehung einer neuen Hitzeinsel. Vorgesehen sind Kiss-and-Walk-Bereiche in der Altenberger Straße und eine Finanzierung durch Umschichtung im Budget. Der Gemeinderat lehnte das Vorhaben mehrheitlich ab.

Schlagwörter (10):schulstraßeschulwegverkehrssicherheitelterntaxismobilitätstadtklimahitzeinselverkehrsberuhigungkiss-and-walkbudgetumschichtung
AntragstextEinblendenAusblenden
Berichterstattung Gemeinderat Potocnik Danke Dietmar Prammer - auch wenn die Hoffnung eher gering ist, dass dieser Antrag heute beschlossen wird, war es mir wichtig, dieses Anliegen auf die Tagesordnung zu setzen. Ich war ehrlich gesagt erschüttert, als ich vor ein paar Wochen zum ersten Mal in den Aubrunnerweg gefahren bin und mir den fertig asphaltierten Kreisverkehr angeschaut habe. An diesem ist eigentlich alles falsch. Er ist mobilitätspolitisch falsch und entspricht nicht unseren Zielen. Er ist stadtklimatisch falsch, weil wir eine neue Hitzeinsel gebaut haben. Es ist auch sehr verwunderlich, dass dazu über die Ressorts hinweg nicht zusammengearbeitet wurde. Das Verkehrsressort hat einfach eine technische Lösung hergestellt, die aber in Wirklichkeit gar keine ist. Die wirkliche Lösung ist in meinen Augen eine Schulstraße, ganz einfach. Die Straßenverkehrsordnung (StVO) erlaubt das auch. Ich denke der Aubrunnerweg als sehr breite Sackgasse ist regelrecht ideal, um eine Schulstraße herzustellen. Es gibt viele Gründe, warum das gut ginge. Ich lese kurz den Antrag vor. Die Mira-Lobe-Schule in Auhof wurde aufwändig saniert und rechtzeitig zum Schulstart eröffnet. Das Projekt ist gelungen. Gar nicht erfreulich ist die sogenannte „Verkehrslösung": Anstatt die einmalige Gelegenheit des großen Umbaus auch dafür zu nutzen, den Bereich vor der Schule sicherer, freundlicher und stadtklimatisch nützlicher zu gestalten, wurde um viel Geld - 165.000 Euro - ein neuer Kreisverkehr asphaltiert. Das ist nicht nur hässlich, sondern ein fatales Signal an alle Kinder und Eltern. Der Kreisverkehr erleichtert das Wenden und stellt daher einen zusätzlichen Anreiz dar, Kinder mit dem Auto bis vor die Schule zu bringen. Damit sinkt die Sicherheit aller Kinder, insbesondere jener, die zu Fuß, mit dem Rad oder mit den Öffis unterwegs sind. Während Paris beispielsweise seit Jahren systematisch Schulstraßen baut und verordnet, erleichtern wir hier die Zufahrt per PKW. Während wir in der Innenstadt millionenschwere Anstrengungen unternehmen, um das Stadtklima zu verbessern und den Verkehr zu beruhigen, schaffen wir hier eine neue Hitzeinsel und generieren motorisierten Individualverkehr (MIV). Um den entstandenen Schaden zu begrenzen, schlagen wir vor, aus dem Aubrunnerweg eine Schulstraße zu machen und so die Zufahrt für „Elterntaxis" vor allem in der Früh und zur Mittagszeit zu sperren. Stattdessen sollen die Kinder, die wirklich mit dem Auto kommen müssen, bereits in der Altenberger Straße in „Kiss&Walk-Bereichen" aussteigen, um dann die letzten paar Hundert Meter zu Fuß gehen zu können. Martin Hajart, ich freue mich, dass du dich darum kümmern wirst. (Heiterkeit)
BeschlussformelEinblendenAusblenden
Der zuständige Mobilitätsreferent Martin Hajart wird ersucht, für die Verordnung einer Schulstraße im Aubrunnerweg zu sorgen. So soll die Zufahrt von „Elterntaxis", insbesondere zu Bring- und Holzeiten, in den Aubrunnerweg unterbunden und somit die Sicherheit aller Kinder am Schulweg gesteigert werden. Die Bedeckung der Kosten soll durch Umschichtung im Rahmen des Budgets erfolgen.
Wortmeldungen (2)EinblendenAusblenden

Geschätzte Kolleg*innen, lieber Lorenz Potocnik, du hast euren Antrag ausführlich vor-gelesen und von einem hässlichen Kreisverkehr geschrieben, der aber das Wenden erleichtert. Wenn man diese Straße zu einer Schulstraße umbauen will, gibt es zwei Möglichkeiten. Zum einen könnte man den hinteren Teil zu einer Schulstraße machen. Das bedingt dann, dass die Eltern im Mittelstück umdrehen müssten und dort die Anrainer*innen vom Aubrunnerweg blockieren würden. Durch die Reversionstätigkeit auf diesem schmalen Straßenstück käme es dann eher zu gefährlichen Situationen und es wären vielleicht die dort aussteigenden Kinder gefährdet. Die zweite Möglichkeit wäre, den gesamten Aubrunnerweg als Schulstraße zu verordnen. Das würde bedeuten, den ganzen Schulverkehr in der Altenberger Straße zu forcieren. Du hast es ‚Kiss&Walk-Bereich‘ genannt. Das heißt, die Eltern würden die Kinder auf der Altenberger Straße - die ja gerade verkehrsberuhigt und durch Verkehrsinseln schmäler gemacht wurde - aussteigen lassen. Dadurch würde es dort zu noch mehr Beeinträchtigungen kommen, weil dann die Eltern in diesem Bereich umdrehen müssten, um wieder zurück nach Urfahr oder Linz zu kommen. Deswegen werden wir uns in diesem Fall enthalten. Danke.

Thomas Fuchshuber, du hast von Blockade gesprochen, wenn die Eltern vorne im ersten Teil wenden würden. Warst du schon einmal dort und hast es dir in der Früh angeschaut? Ich war jetzt mehrmals dort. Die Blockade entsteht nicht durch das Wenden, welches dort tatsächlich ganz gut funktionieren würde, sondern durch den Rückstau bei der Ampel. Dort stehen dutzende Autos, die sich zurückstauen, wodurch diese Blockade entsteht. Das Problem ist also, dass wir die Autos dort überhaupt reinfahren lassen. Das Konzept einer Schulstraße ist ja, die Ursache anzugehen und die Autos dort gar nicht hineinfahren zu lassen. Ich bin deiner Meinung, das Wenden würde dort grundsätzlich funktionieren. Aber nicht das Wenden, sondern der Rückstau von der Ampel verursacht die Blockade. Ich bitte um Zustimmung.

Abstimmungsergebnis

Ergebnis: abgelehnt

Der Antrag wird mehrheitlich abgelehnt. Enthaltung: SPÖ (22), ÖVP (11), FPÖ (9), NEOS (2), Gemeinderätin Schachner/ehem. MFG