Transparente und partizipative Mobilitäts- und Verkehrsplanung für Linz
J 8 · Fraktionsantrag · 11. Sitzung
Zusammenfassung
KI GeneriertGefordert wird eine transparente und frühzeitige Bekanntmachung zukünftiger straßenbaulicher Maßnahmen in Linz, damit die städtische Öffentlichkeit vor der Entscheidung informiert ist und Stellungnahmen einbringen kann. Begründet wird dies mit dem Nutzen von Bürgerbeteiligung für Problemidentifikation, Planung und Akzeptanz sowie mit bereits erprobten Formaten wie Veranstaltungen, Online-Befragungen und Fußweg- oder Radweg-Checks. Kritisiert wird, dass Verkehrsprojekte oft erst öffentlich werden, wenn Änderungen kaum mehr möglich sind, und dass planliche Darstellungen dabei fehlen. Als Beispiel wird die Neugestaltung und Verbreiterung der Bushaltestelle Linke Brückenstraße genannt, die aus Sicht der Befürworter ohne frühe Einbindung zu einer Verschlechterung geführt habe. Der Vorschlag wurde bei Stimmenthaltung von SPÖ, ÖVP und FPÖ mit Stimmenmehrheit abgelehnt.
AntragstextEinblendenAusblenden
BeschlussformelEinblendenAusblenden
Wortmeldungen (3)EinblendenAusblenden
Vielen herzlichen Dank, Frau Vizebürgermeisterin, liebe Kolleginnen und Kollegen, lieber Kollege Schmida, für uns ist dieser Antrag um einiges zu weit gedacht und im Sinne einer Handlungsfähigkeit der Verwaltung nicht zielführend. Bürgerbeteiligungsverfahren und Öffentlichkeitsinformationen finden ja schon statt, einige sind im Antrag auch namentlich erwähnt. Das heißt, in der Abteilung wird auch darauf geschaut, dass die Öffentlichkeit nicht nur informiert, sondern auch im Großen und Ganzen beteiligt wird. Das geht aber nicht in jedem Verfahren und in jeder straßenbaulichen Maßnahme. Anliegen, die die Bevölkerung hat, können jederzeit an die Verwaltung herangetragen werden, nicht zuletzt über die App ‚Schau auf Linz‘. Genauso können natürlich dann in straßen- 779 rechtlichen Bewilligungsverfahren alle Anlieger und Anrainer und Grundstückseigentümer ihre Anliegen vorbringen bzw. werden diese auch eingebunden. Es gibt aber einfach auch manche Dinge, wo eine große Beteiligung eine „Verschlimmbesserung“ nicht ausschließt, um das aufzugreifen. Natürlich kann man immer wieder auch nur über verbesserte Informationsflüsse nachdenken und reden, insofern wird einiges aus diesem Antrag auch sicher in der Abteilung ankommen. Wir werden uns aber unter dem Aspekt, dass wir glauben, dass das einfach zu weit führt, enthalten.
Sehr geehrte Frau Vizebürgermeisterin, lieber Michael, wir halten diesen Antrag für sehr, sehr gut. Wir glauben nicht, dass er zu weit geht, ganz im Gegenteil, das ist die richtige Stoßrichtung. Bitte verzage nicht, wenn das heute nicht durchgeht, sondern einfach dranbleiben. Solche Anträge sind immer Pionierarbeit und in fünf Jahren – da wette ich mit dir, spätestens sechs Jahren – wird das state of the art und wird es auch in Linz soweit sein.
Danke und Danke Lorenz für deine aufmunternden Worte, ich hoffe das natürlich auch. Ich glaube auch, dass dieser Antrag, bei Weitem nicht weit geht bzw. zu weit geht. Ich denke, dass es zu demokratischen Verhältnissen ganz einfach dazu gehört, dass man die Meinungen, die Sichten und die Stimmungen der Bevölkerung – es geht ja letztendlich darum, wie öffentlicher Raum ausschaut und wie die Bevölkerung damit leben muss – einholen kann. Es ist natürlich zum Teil anstrengend, da gebe ich vollkommen Recht, das ist für die Verwaltung natürlich eine zusätzliche Aufgabe, aber ich glaube, in einer modernen demokratischen Öffentlichkeit ist das einfach eine Notwendigkeit. Ich bitte daher noch einmal um Zustimmung. Wenn es heute nicht gelingt, dann vielleicht in ein paar Jahren. Danke.
Abstimmungsergebnis
Ergebnis: abgelehnt
Der Antrag wird bei Stimmenthaltung der Fraktionen von SPÖ (21), ÖVP (11) und FPÖ (9) mit Stimmenmehrheit abgelehnt.