Erarbeitung des dritten Kulturentwicklungsplanes der Stadt Linz (KEP3); Grundsatzgenehmigung und Freigabe der Mittel in Höhe von 100.000 Euro, davon 25.000 Euro im Rechnungsjahr 2023, 50.000 Euro im Rechnungsjahr 2024 und 25.000 Euro im Rechnungsjahr 2025
J 1 · Ausschussantrag · 18. Sitzung
Ausschuss:Ausschuss für Kultur, Tourismus und Märkte
Ergebnis:angenommen
Zusammenfassung
KI GeneriertDie Erarbeitung des dritten Kulturentwicklungsplanes der Stadt Linz wird grundsätzlich genehmigt und mit einer Gesamtsteuerung durch die Direktion Kultur und Bildung sowie die Abteilung Linz Kultur gestartet. Der neue Plan soll die bisherigen Leitlinien fortschreiben und um Entwicklungen wie Digitalisierung, ökologische Nachhaltigkeit, verändertes Kulturverhalten nach der Coronazeit und Fragen von Fair Pay ergänzt werden. Auch Erfahrungen aus dem Brucknerjahr sowie die Abstimmung mit der Klimastrategie, dem Digitalen Programm und dem Innenstadtkonzept sollen einfließen. Für wissenschaftliche Prozessbegleitung, Projektkommunikation und Abwicklung werden Mittel von maximal 100.000 Euro inklusive USt freigegeben, aufgeteilt auf die Rechnungsjahre 2023 bis 2025. Der Beschluss wurde mit Stimmenmehrheit angenommen, bei Stimmenthaltung der FPÖ-Fraktion.
AntragstextEinblendenAusblenden
BeschlussformelEinblendenAusblenden
Wortmeldungen (2)EinblendenAusblenden
Danke Herr Bürgermeister, werte Kolleginnen und Kollegen. Herr Bürgermeister, ich möchte gerne unser Abstimmungsverhalten zu allen drei Kulturanträgen erklären. Ich mache das ökonomisch, gleich alles in Bausch und Bogen. Zum Kulturentwicklungsplan neu: Wir Freiheitlichen haben uns sehr intensiv mit den ersten beiden Kulturentwicklungsplänen beschäftigt. Wir haben die Unterausschusssitzungen begleitet, haben uns eingebracht und immer mitgemacht. Wir haben aber nie einen Blanko-Freibrief für einen Kulturentwicklungsplan in Bausch und Bogen ausgestellt. Das heißt, wir haben bei jedem einzelnen Kulturentwicklungsplan, ein, zwei, drei Kapitel herausgepickt, die wir kritisch gesehen haben, alle anderen Kapitel haben wir mitgetragen. 712 So werden wir das auch beim neuen KEP3 handhaben, das heißt einen Blanko-Freibrief möchten wir nicht geben. Wir möchten uns vorbehalten, dass wir uns enthalten oder dagegen stimmen können, wenn irgendein Thema kritisch ist. Beim Antrag J 2, Kellertheater, haben wir uns im Ausschuss der Stimme enthalten, wir werden aber heute diesem Antrag auf jeden Fall die Zustimmung erteilen. Wir wissen, dass für die Linzer Theater die letzten Jahre, speziell durch die Lockdowns, wirklich dramatisch waren. Die Theater durften nicht öffnen, sie durften nicht spielen, sie durften keine Einnahmen erzielen. Was passiert dann in weiterer Folge? Man hat Schulden angehäuft, die dann teilweise gestundet wurden. Jetzt wäre genau der Zeitpunkt, wo das Kulturleben wieder auflebt, aber jetzt kommt als neue Herausforderung die Teuerung und die Inflation und viele Bühnen kämpfen massiv mit dem Überleben. Ich habe es im Kulturausschuss auch schon angesprochen, es gibt nicht nur das Kellertheater, das bei der Stadt um Hilfe ansucht, sondern durch die Presseberichterstattung trauen sich mittlerweile auch andere Theater, die wirklich dringend Hilfe benötigen würden, aus der Deckung. Konkret angesprochen, hat jetzt auch das Theater in der Innenstadt einen Termin mit der Kulturdirektion vereinbart, der meines Wissens auch noch vor Weihnachten stattfinden soll. Kurzum, wir möchten die kleinen privaten Bühnen natürlich behalten und ersuchen wirklich auch um Fairness gegenüber dem Theater in der Innenstadt und werden somit auch dem Kellertheater heute die Zustimmung erteilen. Beim Punkt J 3 - kurz und bündig - werden wir uns der Stimme enthalten.
Ich ersuche nochmals um Zustimmung zu unserem Kulturentwicklungsplan, den wir natürlich, nochmals wiederholt, sehr breit und offen anlegen, damit sich auch jeder einbringen kann. Danke.
Abstimmungsergebnis
Ergebnis: angenommen
Der Antrag wird bei Stimmenthaltung der FPÖ-Fraktion (8) mit Stimmenmehrheit angenommen.