Faires und ausgewogenes Modell für Kochbeiträge in städtischen Schulen ausarbeiten

K 5 · Fraktionsantrag · 17. Sitzung

Berichterstatter:

Ergebnis:ausschuss verwiesen

Zusammenfassung

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Geprüft werden soll ein faires und ausgewogenes Modell für die Kochbeiträge in Linzer Mittel- und Sonderschulen. Hintergrund sind seit Jahren unveränderte Lebensmittelbudgets, gestiegene Kosten und die Sorge, dass eine ausgewogene Ernährung im Kochunterricht sonst schwerer zu gewährleisten ist. Vorgesehen ist, dass die Stadt Linz zusätzliche Mittel bereitstellt, damit die Schulen ein ausgewogenes Essen anbieten können, ohne die Eltern weiter zu belasten. Für Schülerinnen aus einkommensschwachen Haushalten soll ein Nulltarif eingeführt werden. Die Finanzierung soll durch Umschichtung im Budget oder in künftigen Voranschlägen erfolgen; die Zuweisung wurde an den Ausschuss für Planung und Liegenschaften beschlossen.

Schlagwörter (10):kochunterrichtschulverpflegungkochbeiträgemittel- und sonderschulenbildungsgerechtigkeitelternbeiträgenulltarifteuerungschulbudgetsoziale verantwortung
AntragstextEinblendenAusblenden
„Vielen Dank, ich darf den Antrag meiner Kollegin Lucia Straßer-Kreisel einbringen, der sich mit der finanziellen Situation im Zusammenhang mit dem Kochunterricht in unseren städtischen Mittel- und Sonderschulen auseinandersetzt. Es ist, wie wir wissen, so, dass die seit Jahren unveränderten Budgets für Lebensmittel nicht mit den gestiegenen Kosten Schritt halten. Wir sehen uns daher mit der Schwierigkeit konfrontiert, dass es zunehmend schwerer wird, im Rahmen des 619 Unterrichts eine ausgewogene Ernährung zu gewährleisten. Wir brauchen daher eine faire Lösung und schlagen vor, dass wir als Stadt Linz die Verantwortung übernehmen und die zusätzlichen Mittel bereitstellen, um die Qualität unseres Kochunterrichts zu sichern. Wie Sie wissen ist es so, dass seit dem Gemeinderatsbeschluss vom Juli 2014 nicht die Stadt alleine die Kosten trägt, sondern die Eltern beteiligt sind. In Anbetracht der allgemeinen Teuerung, die gerade einkommensschwache Familie hart trifft, sollten wir diese nicht weiter belasten. Darüber hinaus schlagen wir vor, für Eltern von sogenannten F-Schüler*innen einen Nulltarif einzuführen und für alle anderen Erziehungsberechtigten - wie gesagt - keine weiteren finanziellen Belastungen entstehen zu lassen. Das würde sicherstellen, dass alle Kinder und Jugendlichen gleichermaßen von einem Kochunterricht profitieren können, der essenzielle Fähigkeiten - darum geht es nämlich - für eine gesunde Lebensweise vermittelt. Ich bitte daher um die Unterstützung für diesen Antrag, der ein wichtiges Signal für Bildungsgerechtigkeit einerseits und soziale Verantwortung andererseits in unserer Stadt setzen würde.
BeschlussformelEinblendenAusblenden
„Im Ausschuss des für das Schulwesen zuständigen Mitgliedes der Stadtreigierung soll über ein faires und ausgewogenes Modell für die Kochbeiträge in Linzer Mittel- und Sonderschulen diskutiert und entsprechende Vorschläge ausgearbeitet werden. Ziel soll es jedenfalls sein, dass die Stadt Linz den Schulen genügend finanzielle Mittel zur Verfügung stellt, um die Zubereitung eines ausgewogenen Essens gewährleisten zu können, ohne, dass es dadurch zu einer Mehrbelastung für die Eltern kommt. Außerdem soll für Schüler*innen aus Haushalten mit wenig Einkommen (F-Schüler*innen) ein Nulltarif eingeführt werden. Angesichts der laufenden Budget-Verhandlungen soll sich der für das Schulwesen zuständige Referent dafür einsetzen, dass in den kommenden Jahren genügend finanzielle Mittel für ein faires und ausgewogenes Modell zur Verfügung stehen.“ Die Bedeckung eventuell anfallender Kosten soll durch Umschichtung im Rahmen des Budgets erfolgen bzw. in kommenden Voranschlägen berücksichtigt werden.
Wortmeldungen (2)EinblendenAusblenden

Liebe Zuseher*innen, ich darf die Zuweisung an den Ausschuss für Planung und Liegenschaften beantragen. Das Thema ist ein bisschen komplexer, es ist nicht ganz so eindeutig, wie die Schulen das Geld benützen und wie es im Unterricht umgesetzt wird. Es bedarf einfach noch weiterer Informationen, auch wie das andere Städte lösen, da es grundsätzlich ein Unterrichtsgegenstand ist. Ich ersuche um Unterstützung der Zuweisung. Vielen Dank.

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleg*innen, Teil unseres Pflichtschulsystems sind eben auch diese Kochstunden und das ist auch gut so, denn hier lernen die Schülerinnen und Schüler wichtige Tools für ihr späteres Leben: Eine gesunde und ausgewogene Ernährung, richtige Zubereitung und Verwendung von Lebensmitteln, Teamwork und vor allem auch, dass sie gemeinsam etwas schaffen können. In diesen Stunden wird die Selbstständigkeit gefördert und das Wichtigste ist, dass ein gemeinsames ausgewogenes Essen gekocht und gemeinsam gegessen wird. Das ist in der heutigen Zeit gar nicht mehr so selbstverständlich. Deswegen ist es auch richtig und wichtig, dass wir uns hier diesem Thema widmen. Es kann nämlich nicht sein – wie ich von vielen Pädagoginnen und Pädagogen gehört habe –, dass keine biologischen oder regionalen Lebensmittel mehr gekauft werden können, weil das Geld fehlt und man keine Mehrfachbelastung für die Eltern haben möchte. Daher finden wir, dass hier die Stadt gefordert ist und stimmen deswegen diesem Antrag auf alle Fälle zu. Danke.

Abstimmungsergebnis

Ergebnis: ausschuss verwiesen

Die Zuweisung des Antrages an den Ausschuss für Planung und Liegenschaften wird bei Stimmenthaltung der FPÖ-Fraktion mit Stimmenmehrheit angenommen.