DRINGLICHKEITSANTRAG DER FPÖ-GEMEINDERATSFRAKTION BETREFFEND „FINANZIELLE FOLGENABSCHÄTZUNG UND PRIORISIERUNG BEI GRÖßEREN PROJEKTEN“
L · Dringlichkeitsantrag · 31. Sitzung
Zusammenfassung
KI GeneriertGefordert wird eine verpflichtende finanzielle Folgenabschätzung für größere städtische Vorhaben ab etwa 500.000 Euro. Erfasst werden sollen dabei nicht nur die Investitionskosten, sondern auch laufende Betriebs-, Folgekosten und mögliche Kreditfinanzierungen. Auf dieser Grundlage soll eine Priorisierung der Projekte erfolgen, um die finanziellen Auswirkungen frühzeitig zu kennen und Haushaltsdisziplin zu sichern. Die zuständige Vizebürgermeisterin, der Finanzausschuss und die Finanzdirektion sollen dafür über den Sommer einen Kriterienkatalog ausarbeiten und auch die wirksamste Umsetzungsform festlegen. Die Zuweisung an den Ausschuss für Finanzen und Integration wurde einstimmig angenommen.
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Sehr geehrter Herr Bürgermeister, werte Kolleginnen und Kollegen, geschätzte Zuseherinnen und Zuseher, dieser Antrag ist fast ein Klassiker dafür, eine Zuweisung zu beantragen. Das möchte ich hiermit tun. Weisen wir den Antrag dem Ausschuss für Finanzen und Integration zu, um dort über dieses Anliegen näher zu beraten. Für eine sofortige Beschlussfassung ist er uns noch nicht klar genug. Für eine Ablehnung ist die Idee aber grundsätzlich wieder zu gut. Vielen Dank.
Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen, danke, lieber Zeljko Malesevic, wie ich heute schon ausgeführt habe, unterstützen wir als Linzer Volkspartei den Antrag der FPÖ. Ich darf kurz erklären, warum. Je knapper die Kassen, desto wichtiger ist eine Priorisierung. Die finanzielle Situation von Linz haben wir schon ausführlich diskutiert, darum erspare ich mich das jetzt. Uns ist aber bei diesem Thema wichtig, dass die Priorisierung von gewählten Vertreterinnen und Vertretern der Linzerinnen und Linzern erfolgt, also von uns im Gemeinderat. Das darf nicht in einem Hinterzimmer oder von der Verwaltung entschieden und uns dann vorgelegt werden – nach dem Motto ‚friss oder stirb‘. Das gehört hier herinnen entschieden, diskutiert und ausgemacht. So etwas ist keine leichte Entscheidung. Priorisierung bedeutet immer, sich gegen oder für etwas zu entscheiden. Das heißt, es werden Projekte liegenbleiben, wo es verschiedene Erwartungen gibt, wie wir das heute auch schon bei anderen Projekten gehört haben. Beim Wasserspielplatz am Pfarrplatz haben wir gesehen, wie es nicht funktioniert. Da haben wir 540.000 Euro für das Budget 2024 und den Haushalt 2025 beschlossen. Ich habe es mir rausgesucht, die SPÖ hat in der Kronen Zeitung am 20. Februar vergangenen Jahres noch vollmundig verkündet, dass ab Juni 2025 kühlende Fontänen für lachende Kinderaugen sorgen sollen. Von diesem Wasserspiel fehlt jede Spur, weil man dann schnell und ohne viel Aufsehens die beschlossenen Gelder umgeschichtet und ohne große Diskussion das Wasserspiel offiziell verschoben, oder – ich vermute – eher versenkt hat. Warum erzähle ich das? Weil es zeigt, dass wir bei uns im Gemeinderat offen diskutieren müssen. Wir sollten nicht schnell Sachen verschieben oder umschichten. Wir müssen wirklich eine Priorisierung vornehmen. Darum unterstützen wir diesen Vorschlag. Er ist ein gutes Puzzleteil, damit wir in Richtung verantwortungsvolles Wirtschaften kommen. Das hat dieses Haus dringend nötig. Wir unterstützen diesen Antrag, aber auch den Vorschlag der Grünen, dass wir das im Ausschuss für Finanzen und Integration diskutieren. Dankeschön.
Vielen Dank. Einer Zuweisung stimmen wir ebenfalls zu.
Abstimmungsergebnis
Ergebnis: ausschuss verwiesen
Die Zuweisung des Antrages an den Ausschuss für Finanzen und Integration wird einstimmig angenommen.