Weihnachtskrippen in Linz ins Zentrum der Aufmerksamkeit rücken
J 1 · Fraktionsantrag · 11. Sitzung
Ausschuss:Ausschuss für Planung, Integration und Verfassung
Ergebnis:abgelehnt
Zusammenfassung
KI GeneriertDie Linzer Krippen sollen mit einem zeitgemäßen Konzept wieder stärker ins öffentliche Bewusstsein gerückt werden. Genannt werden dafür zahlreiche Krippenstandorte in der Stadt, etwa die Stahlstadt-Krippe, die Krippe in der Krypta im Mariendom und die Holzkrippe im Landhaus. Als mögliche Umsetzung wird eine digitale Kripperlroas, etwa über die Visit Linz App, vorgeschlagen, um Tradition und Brauchtum für mehrere Generationen zugänglich zu machen. Die Kosten sollen durch Umschichtung im Budget gedeckt werden. Der Vorstoß wurde bei Enthaltung mehrerer Fraktionen und Gegenstimme der KPÖ abgelehnt.
AntragstextEinblendenAusblenden
BeschlussformelEinblendenAusblenden
Wortmeldungen (7)EinblendenAusblenden
Sehr geehrter Herr Bürgermeister, geschätzte Frau Kollegin Langbauer, grundsätzlich ein schöner Antrag, aber wir vertreten hier die säkulare Gesellschaft und da ist Religion Privatsache. Insofern sehen wir diese Bestrebung eigentlich nicht als städtische Aufgabe und werden uns hier enthalten.
Ja, nicht nur meinen Geburtstag vergessen, sondern auch mich selber. (Heiterkeit) Jaja, vielleicht haben wir zu böse Anfragen gestellt, das kann ja auch sein. Jetzt aber bitte zum Thema, zu den Krippen. Krippen sind heutzutage ja ein bisschen ein heikles Thema. Es ist nicht Folklore, sondern es ist christliche Tradition, ich möchte mich da der Vorrednerin anschließen. Religiöse Traditionen finanziell zu unterstützen, ist nicht Aufgabe des Staates und der Stadt. Wir haben Religion und Staat getrennt, daher werden wir uns bei diesem Antrag enthalten.
Meine sehr geehrten Damen und Herren, ich möchte für diejenigen, die uns zusehen und zuhören und die vielleicht mit den Bräuchen dieses Hauses nicht so befasst sind, das Raunen kurz erklären. Es ist nämlich üblich, dass der Bürgermeister Mandatar*innen, die am Tag der Gemeinderatssitzung Geburtstag haben, zu Beginn der Sitzung gratuliert. Asche auf mein Haupt, lieber Herr Gemeinderat Georg Redlhammer, es gibt keinen wie auch immer gearteten politischen Background, dass ich dir nicht gratuliert habe, sondern es war meine offensichtlich etwas mangelhafte Vorbereitung, durch die mir dies entgangen ist. Ich darf dir, zumindest auf diese Art, nicht minder herzlich und mit dem Angebot, mich nachher mit einer Flasche Wein zu revanchieren, alles Gute zum Geburtstag wünschen!
Vielen herzlichen Dank! Ich habe mir, in Vorbereitung auf diesen Gemeinderat, in der Kronen Zeitung auch mein Horoskop angeschaut, da steht heute: ‚Es kommt zu Missverständnissen, sorgen Sie für Klärung!‘ Das habe ich hiermit getan. (Heiterkeit) Unsere Anträge heute, insbesondere das zum Verbot von Werbeschaltungen in Parteimedien, ist aber allerdings unmissverständlich. Daher werde ich auf das Horoskop heute nicht so sehr vertrauen.
Danke für deine Benevolenz, Herr Kollege!
Sehr geehrter Herr Bürgermeister, uns ist der Antrag auch etwas zu klerikal geraten. Wir werden dagegen stimmen.
Kommen wir wieder zurück zu den Krippen. Vielleicht hätte ich nicht ‚Ihr Kinderlein kommt‘ andeuten sollen, sondern ‚Happy Birthday‘, für das nächste Mal dann! Danke für die Wortmeldungen. Ich glaube, es wird einfach sichtbar, welchen Fraktionen es wichtig ist, Tradition und Brauchtum immer wieder einmal in den Mittelpunkt zu stellen und diese zu vermitteln. Ich nehme es somit zur Kenntnis. Danke.
Abstimmungsergebnis
Ergebnis: abgelehnt
Der Antrag wird bei Stimmenthaltung der Fraktionen von SPÖ (21), Die Grünen (9), NEOS (2), MFG, (1) und LinzPlus (2) sowie bei Gegenstimme der KPÖ-Fraktion (2) und mit Stimmenmehrheit abgelehnt.