Froschberg entlasten - Brache Baustelle A26 in der Waldeggstraße zwischen-nutzen

K 11 · Fraktionsantrag · 31. Sitzung

Berichterstatter:

Ergebnis:abgelehnt

Zusammenfassung

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Gefordert wird eine temporäre Parkplatzanlage auf den brachliegenden Flächen der A26-Baustelle in der Waldeggstraße, um den Parkdruck am Froschberg und die Zufahrt zum Stadion bei Fußballspielen zu entlasten. Die Fläche von rund 15.000 Quadratmetern soll als Zwischennutzung für Pendlerinnen und Stadionbesucherinnen dienen, solange sie für bauvorbereitende Maßnahmen nicht dauerhaft benötigt wird. Begründet wird der Vorschlag mit wiederkehrenden Konflikten durch ruhenden Verkehr, Anrainerbelastung und Parkplatzsuche rund um Spieltage. Die Umsetzung soll in Zusammenarbeit mit der ASFINAG geprüft werden; die Kosten wären durch Umschichtung im Budget zu bedecken. Der Antrag wurde mehrheitlich abgelehnt.

Schlagwörter (10):parkraumbewirtschaftungfroschbergstadionverkehrruhender verkehrzwischennutzunga26waldeggstraßeanrainerbelastungmobilitätverkehr
AntragstextEinblendenAusblenden
„In diesem Antrag geht es ums Parken, den ruhenden Verkehr und wieder einmal um den Froschberg und das Stadion. Es ist allseits bekannt und war auch am 14. Mai wieder in der Tips mit der Schlagzeile ‚Weiter hoher Parkdruck: Bewohner des Froschbergs fordern Lösung für Spieltage‘ Dieser Parkdruck besteht aus zwei Gründen. Einerseits suchen sich dort - wie ich es übrigens auch machen würde - sehr viele Pendler*innen eine Lücke und parken den ganzen Froschberg zu. Sie nutzen ihn als Park & Ride-Anlage, was nicht ideal ist. Die zweite Ursache sind Fußballspiele, bei denen nach wie vor zu viele mit dem eigenen PKW kommen, bis zum Stadion fahren und sich dort ihren Parkplatz suchen, mit allen Konflikten, die dazugehö-ren, wie Abschlepporgien. Es ist für alle Betroffenen - für die Pendler*innen, für die Fußballspielbesucher*innen und für die Anrainer*innen - immer wieder eine Qual. Es gibt viele Möglichkeiten, aber eine ist mir vor ein paar Wochen spontan aufgefallen. Man könnte die Baustelle des Westrings an der Waldeggstraße, wo vor einem Jahr die Wohnhäuser abgerissen wurden - das sind immerhin 15.000 Quadratmeter Brache - als Parkplatz nutzen. Das wäre natürlich keine dauerhafte Lösung, sondern eine Zwischennutzung. Ich glaube, das würde den Parkdruck am Froschberg lindern. Mir ist auch noch wichtig zu sagen, dass das natürlich mit den vorher besprochenen restriktiven Maßnahmen am Froschberg einhergehen muss. Ich bitte darum, den Erläuterungstext ins Protokoll zu übernehmen und bitte um Zustimmung. Als Vorbereitungsmaßnahme für die A26 wurden 2024 zahlreiche Wohnbauten in der Waldeggstraße abgerissen. Heute klafft dort eine große Lücke. Die frei gewordenen Flächen sind riesig (circa 15.000 Quadratmeter) und werden voraussichtlich jahrelang brach liegen bleiben. Gleichzeitig gibt es regelmäßig, nämlich bei jedem Fußballspiel auf der Gugl, ein Mobilitäts- und Parkplatzproblem. Darunter leiden vor allem die Anrainer*innen. Doch auch für die Stadt, für die öffentlichen Verkehrsmittel und für die Besucher*innen, die auf einen PKW angewiesen sind, ist die Zufahrt bis zum Stadion selbst nicht sinnvoll. Eine Möglichkeit, die Situation zu verbessern, wäre die brachliegende Fläche an der Waldeggstraße als temporären Parkplatz für Stadionbesucher*innen (und Pendler*innen) zu nutzen. Da die Flächen vorhanden sind und voraussichtlich sehr lange nicht genutzt werden, könnte hier womöglich (mit geringem Aufwand) eine Parkfläche entstehen. In Zusammenarbeit mit der ASFINAG, die die Gründe meines Wissens besitzen, könnte dazu ein relativ schnell umsetzbares und billiges Konzept erstellt werden, das die Stadt und Anrainer*innen am Froschberg entlasten würde. Ich bitte um Zustimmung."
BeschlussformelEinblendenAusblenden
Der für Mobilitätsangelegenheiten zuständige Vizebürgermeister Martin Hajart wird ersucht, sich bei der ASFINAG dafür einzusetzen, dass eine temporäre Parkplatzanlage auf den brachliegenden Flächen der A26-Baustelle in der Waldeggstraße geprüft und wenn möglich realisiert wird. Die Bedeckung der Kosten soll durch Umschichtung im Rahmen des Budgets erfolgen.¹
Wortmeldungen (3)EinblendenAusblenden

Meine sehr geehrten Damen und Herren, lieber Lorenz Potocnik, das klingt auf den ersten Blick sehr verlockend und ist grundsätzlich eine gute Idee. Der Geschäftsbereich Planung, Technik und Umwelt hat mit der ASFINAG Kontakt aufgenommen, da ihr dieses Grundstück gehört. Dort soll zukünftig die Unterflurtrasse Waldeggstraße errichtet werden. Es wurde uns folgende Auskunft zuteil: ‚Der Baubeginn für diesen Abschnitt ist für das zweite Quartal 2026 geplant. Bis dahin werden die Flächen für bauvorbereitende Maßnahmen, Lagerung von Materialien, Leitungsumlegungen, Erkundungsbohrungen et cetera benötigt. Daher ist eine längerfristige Überlassung der Flächen nicht möglich.‘ Es würde sich also um ein paar Monate handeln, weshalb das leider nicht möglich ist. Es ist eine gute Idee, aber leider nicht umsetzbar. Daher werden wir uns enthalten.

Danke Herr Bürgermeister, neben den organisatorischen und praktischen Problemen verstehen wir, und andere anscheinend auch, diesen Antrag nicht so richtig. Es ist ja längst bekannt, dass es auf der Gugl wenig Parkplätze bei Sportveranstaltungen gibt, und dass an Matchtagen wenig Möglichkeit besteht, zu den Spielen des anderen Linzer Vereins zu fahren. Deshalb gibt es für Besucherinnen und Besucher einiges an Angeboten. Es werden zum Beispiel für die An- und Abreise öffentliche Verkehrsmittel zur Verfügung gestellt. Ich habe gelesen, man kann diese kostenlos fünf Stunden vor Spielbeginn bis Mitternacht nutzen. Dann gibt es noch zusätzlich – das steht auf der Seite dieses anderen Vereins – rund 1.300 Garagenstellplätze in Linz, die zu einem sehr vergünstigten Sondertarif zur Verfügung gestellt werden. Es wäre eigentlich ein Rückschritt, wenn man noch zusätzlich Parkplätze zur Verfügung stellt. Es wurde damals klar kommuniziert, warum es keine extra Parkplätze gibt und es war auch gescheit, das so zu machen. Wenn man im städtischen Bereich ein Stadion zur Verfügung stellt, sollen die Besucherinnen und Besucher eben nicht mit dem privaten KFZ fahren, sondern öffentliche Verkehrsmittel verwenden, zu Fuß gehen oder mit dem Rad hinfahren. Wir gehen natürlich damit d'accord, dass auf dieser Fläche niemals eine zusätzliche Autobahn durch Linz verlaufen darf. Aber dafür kämpfen wir weiter.

Wir sind ja keine Fundamentalisten, was Autos betrifft. Oberösterreich ist groß und es gibt leider tatsächlich sehr große Einzugsgebiete, die ohne PKW schwer zu erreichen sind und von denen aus Linz ohne PKW schwer zu erreichen ist. Diese 1.300 Parkplätze sind gut, aber sie reichen wahrscheinlich nicht aus, sonst würden die Leute nicht bis zum Stadion fahren. Wie ich vorhin schon gesagt habe, sind restriktive Maßnahmen ganz wichtig. Könnte ich das entscheiden, würde ich um dieses Stadion einen Ring im Umkreis von etwa 800 Meter ziehen und ein Einfahrverbot bei Spielen machen. Mein Zugang wäre komplett radikal, da käme niemand hinein außer Anrainer*innen. So wie beim Pendeln muss ich auch hier zusätzlich ein neues Angebot schaffen, um das bis zu einem gewissen Grad abzudecken. Denn es gibt, wie schon erwähnt, Gebiete wo es nicht anders geht. Am Abend erst recht nicht. Die Spiele sind nicht immer am Tag. Das heißt, das wäre in Kombination mit radikal restriktiven Maßnahmen eine Lösung zur Entlastung. Wie gesagt, es ist eine Idee. Michaela Sommer, danke, ich finde es auch eine gute Idee. Aber man könnte es einfach mal ausprobieren, da man es sehr schnell umsetzen könnte. Es wäre nicht viel zu tun und es würde schnell wirksam sein. Als Zwischennutzung für etwa drei, vier, fünf Jahre, wäre es interessant, um zu testen, ob es Sinn macht. Ich bitte um Zustimmung.

Abstimmungsergebnis

Ergebnis: abgelehnt

Der Antrag wird mehrheitlich abgelehnt. Enthaltung: SPÖ (21), ÖVP (11), Die Grünen (8), FPÖ (9), NEOS (2), ehem. MFG (2), KPÖ (2), Gemeinderat Brandstetter