Verbot von Inseraten der Stadt Linz in parteinahen Medien – Antrag und Resolution
J 6 · Fraktionsantrag · 11. Sitzung
Zusammenfassung
KI GeneriertGefordert wurde ein Verbot von Inseraten der Stadt Linz und der Unternehmensgruppe der Stadt Linz in Medien mit parteipolitischer Zuordnung. Begründet wurde dies mit hohen Inseratenausgaben von rund 530.000 Euro zwischen 2020 und Mai 2022, davon über 130.000 Euro in parteinahe Medien, sowie mit dem Vorwurf mangelnder Transparenz und moralisch zweifelhafter Praxis. Vorgesehen war eine stadtweite Richtlinie für Inseratenschaltungen, volle Transparenz ohne Bagatellgrenze und ohne Beschränkung auf periodische Medien sowie eine entsprechende Regelung für die Holding. Der Gemeinderat lehnte das Vorhaben ab; SPÖ, ÖVP und FPÖ enthielten sich.
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BeschlussformelEinblendenAusblenden
Wortmeldungen (2)EinblendenAusblenden
Herr Gemeinderat Burgstaller, ihre Hoffnung kann ich leider nicht erfüllen, die SPÖ wird sich bei diesem Antrag der Stimme enthalten, denn es gibt neben den rechtlichen Materien, die Sie genannt haben, das Parteiengesetz. Dieses Gesetz regelt nicht nur Spenden und Sponsoring, sondern auch Inserate und das mit der Novelle im nächsten Jahr auch noch etwas verschärfter. Diese Regelungen, die für ganz Österreich gelten, also was hier erlaubt ist und was nicht, sollen auch für die Stadt Linz und die Parteien gelten. Unser angesprochenes Medium ‚ALLES Linz‘ hält sich an alles, was rechts ist. Insofern werden wir diesem Antrag nicht zustimmen.
Es gibt gesetzliche Richtlinien und es gibt moralische Werte. Ich verstehe es einfach nicht, warum die SPÖ auf Landesebene die ÖVP so scharf kritisiert, wenn die Landeshauptmannpartei im ÖVP-Volksblatt vier Seiten lang inseriert, es aber auf Stadtebene, wo die SPÖ regiert und führt, auf einmal okay findet. Das ist für mich unverständlich.
Abstimmungsergebnis
Ergebnis: abgelehnt
Der Antrag wird bei Stimmenthaltung der Fraktionen von SPÖ (21), ÖVP (11) und FPÖ (9) mit Stimmenmehrheit abgelehnt.