Modell der Begegnung von Jung und Alt

J 3 · Fraktionsantrag · 11. Sitzung

Berichterstatter:

Ergebnis:ausschuss verwiesen

Zusammenfassung

KI Generiert

Geprüft werden soll ein Modell der Begegnung von Jung und Alt nach Vorbild des Grazer Projekts „Points4Action“ in Linz. Das Vorhaben soll generationenübergreifendes Engagement fördern, ältere Menschen stärker am sozialen Leben beteiligen und pflegende Angehörige sowie Pflegekräfte entlasten. Als Vorbild dient ein System mit Startworkshop, Begleitung von freiwilligem Einsatz und Punkten, die in Partnerbetrieben gegen Vergünstigungen eingelöst werden können. In der Debatte wurde auf bestehende Angebote in Linz und die Einbindung des Unabhängigen Landesfreiwilligenzentrums verwiesen sowie auf mögliche Überschneidungen und die Wirkung von Gamification hingewiesen. Der Vorschlag wurde einstimmig dem Ausschuss für Soziales, Generationen und Sport zugewiesen.

Schlagwörter (10):generationenbegegnungfreiwilligenarbeitsozialengagementältere menschenjugendlicheeinsamkeitgamificationsozialausschusspflegeentlastungbürgerbeteiligung
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Gemeinderätin Mag.ª Ziegler berichtet über den von der ÖVP- Gemeinderatsfraktion eingebrachten Antrag J 3 Modell der Begegnung von Jung und Alt und führt aus: „Geschätzte Kolleginnen und Kollegen, ich plädiere heute für ein Modell der Begegnung von Jung und Alt. Insbesondere auch durch die Pandemie hat sich gezeigt, dass die Vereinsamung von älteren Menschen ein gravierendes Problem ist. Gleichzeitig hat man aber genau in dieser Zeit gesehen, dass die Solidarität der Jungen sehr groß ist. Gemeinsam mit der Jungen Volkspartei Linz habe ich zum Beispiel auch den Einkaufsservice übernommen, wo wir zahlreiche Einkaufsdienste für Risikogruppen, insbesondere aber auch für ältere Menschen übernommen haben. Daher sollte generationenübergreifendes Engagement eigentlich honoriert werden. Wir sind auf das Programm ‚Points4Action‘ der Stadt Graz gestoßen, das Anreize für die Begegnung von Jung und Alt schafft. Die Einschulung findet mittels eines Startworkshops statt. Dort werden die jungen Menschen darauf sensibilisiert bzw. werden auch verschiedenste Modelle gezeigt, wie man zum Beispiel beim Einkauf aber auch bei Behördengängen unterstützen kann und mit älteren Menschen die Freizeit ausgestalten kann. Die Jugendlichen bekommen Punkte, die sie dann in Partnerbetrieben, wie z. B. Buchhandlungen, Kinos oder eben auch in Schwimmbädern etc. einlösen können und mit denen sie Vergünstigungen bekommen. Durch dieses Programm könnte die ältere Generation wieder aktiver am sozialen Leben teilnehmen und auch pflegende Angehörige oder Pflegekräfte entlastet werden und zeitgleich wird die Motivation von Jugendlichen für soziales Engagement erhöht. Daher stellt die Linzer Volkspartei den Antrag: Der Gemeinderat beschließe: „Das für Generationen und Soziales zuständige Stadtsenatsmitglied, Frau Vizebürgermeisterin Karin Hörzing, wird ersucht, ein Modell der Begegnung von Jung und Alt nach Vorbild des Projekts der Stadt Graz ‚Points4Action‘ in Linz zu konzipieren und umzusetzen.“ Die Bedeckung der Kosten soll durch Umschichtung im Rahmen des Budgets erfolgen. Ich bitte um Zustimmung. Herzlichen Dank.“ Dazu liegen folgende Wortmeldungen vor: ## Gemeinderätin Mag.ª Twumasi: „Sehr geehrter Herr Bürgermeister, liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Zuschauer*innen. Wir sehen in diesem Antrag grundsätzlich interessante Ideen, er hat einen interessanten Ansatz, allerdings ist es hier ganz wichtig Zweigleisigkeiten bzw. Mehrgleisigkeiten zu vermeiden. Die Stadt Linz hat das Privileg, dass es in Linz schon seit über einem Jahrzehnt das Unabhängige Landesfreiwilligenzentrum (ULF) gibt, das freiwilliges Engagement professionell begleitet. Das wird unter anderem auch von der Stadt Linz gefördert, deswegen glaube ich, dass es sehr sinnvoll ist, diese Expert*innen mit an Bord zu holen und das gemeinsam anzuschauen. Deswegen beantragen wir eine Zuweisung zum Sozialausschuss.“ ## Gemeinderätin Pühringer: „Sehr geehrter Herr Bürgermeister, geschätzte Frau Kollegin Ziegler, wir stimmen hier sehr, sehr gerne zu. Dieses Projekt begleitet die Jugendlichen wirklich sehr gut in die ehrenamtliche Tätigkeit. Ich möchte auch noch ergänzen, dass es ganz super ist, dass die Jugendlichen Pausen machen können, dass sie z. B. bei der Matura ihr Ehrenamt aussetzen können und dann wieder einsteigen können. Bei dieser Gelegenheit möchte ich erwähnen, dass Behindertenfahrräder in den Seniorenpflegeeinrichtungen – wie wir das einmal vorgeschlagen haben – eine schöne Ergänzung dazu gewesen wären. Aber nichts desto trotz, vielleicht können wir diese jungen Menschen damit auch für soziale Berufe gewinnen. Insofern gibt es von uns sehr gerne eine Zustimmung.“ ## Gemeinderat Gegenhuber: „Auch die SPÖ-Gemeinderatsfraktion plädiert, aus folgenden Gründen, für eine Zuweisung: Erstens gibt es, wie schon erwähnt, einige Angebote der Seniorenzentren gemeinsam mit dem Unabhängigen Landesfreiwilligenzentrum (ULF). Zweitens ist ‚Points4Action‘ ein Programm, wo Gamification-Elemente eingesetzt werden. Aus den Sozialwissenschaften, kennt man den Effekt, wenn man versucht etwas extrinsisch zu motivieren, was aus intrinsischer Motivation kommen muss. Das muss man sich ganz genau anschauen, aber dafür ist dann der Ausschuss zuständig. Danke.“ Der Vorsitzende erteilt der Berichterstatterin das Schlusswort. ## Gemeinderätin Mag.ª Ziegler: „Herzlichen Dank, ja, mit einer Zuweisung können wir sehr gut leben, weil das Thema einfach sehr wichtig ist. Im Ausschuss können wir beraten und die bestehenden Angebote analysieren und schauen, wo man noch zusätzlich ansetzen kann, insbesondere beim vorgestellten Programm. Herzlichen Dank.“ 771 772 Bürgermeister Luger: „Ich erspare uns die formale Abstimmung, nachdem ich davon ausgehe, dass wir uns alle auf die Diskussionen im Ausschuss freuen und dieser Antrag damit einstimmig zugewiesen worden ist.“
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Das für Generationen und Soziales zuständige Stadtsenatsmitglied, Frau Vizebürgermeisterin Karin Hörzing, wird ersucht, ein Modell der Begegnung von Jung und Alt nach Vorbild des Projekts der Stadt Graz ‚Points4Action‘ in Linz zu konzipieren und umzusetzen.
Wortmeldungen (5)EinblendenAusblenden

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, liebe Kolleginnen und Kollegen, liebe Zuschauer*innen. Wir sehen in diesem Antrag grundsätzlich interessante Ideen, er hat einen interessanten Ansatz, allerdings ist es hier ganz wichtig Zweigleisigkeiten bzw. Mehrgleisigkeiten zu vermeiden. Die Stadt Linz hat das Privileg, dass es in Linz schon seit über einem Jahrzehnt das Unabhängige Landesfreiwilligenzentrum (ULF) gibt, das freiwilliges Engagement professionell begleitet. Das wird unter anderem auch von der Stadt Linz gefördert, deswegen glaube ich, dass es sehr sinnvoll ist, diese Expert*innen mit an Bord zu holen und das gemeinsam anzuschauen. Deswegen beantragen wir eine Zuweisung zum Sozialausschuss.

Sehr geehrter Herr Bürgermeister, geschätzte Frau Kollegin Ziegler, wir stimmen hier sehr, sehr gerne zu. Dieses Projekt begleitet die Jugendlichen wirklich sehr gut in die ehrenamtliche Tätigkeit. Ich möchte auch noch ergänzen, dass es ganz super ist, dass die Jugendlichen Pausen machen können, dass sie z. B. bei der Matura ihr Ehrenamt aussetzen können und dann wieder einsteigen können. Bei dieser Gelegenheit möchte ich erwähnen, dass Behindertenfahrräder in den Seniorenpflegeeinrichtungen – wie wir das einmal vorgeschlagen haben – eine schöne Ergänzung dazu gewesen wären. Aber nichts desto trotz, vielleicht können wir diese jungen Menschen damit auch für soziale Berufe gewinnen. Insofern gibt es von uns sehr gerne eine Zustimmung.

Auch die SPÖ-Gemeinderatsfraktion plädiert, aus folgenden Gründen, für eine Zuweisung: Erstens gibt es, wie schon erwähnt, einige Angebote der Seniorenzentren gemeinsam mit dem Unabhängigen Landesfreiwilligenzentrum (ULF). Zweitens ist ‚Points4Action‘ ein Programm, wo Gamification-Elemente eingesetzt werden. Aus den Sozialwissenschaften, kennt man den Effekt, wenn man versucht etwas extrinsisch zu motivieren, was aus intrinsischer Motivation kommen muss. Das muss man sich ganz genau anschauen, aber dafür ist dann der Ausschuss zuständig. Danke.

Herzlichen Dank, ja, mit einer Zuweisung können wir sehr gut leben, weil das Thema einfach sehr wichtig ist. Im Ausschuss können wir beraten und die bestehenden Angebote analysieren und schauen, wo man noch zusätzlich ansetzen kann, insbesondere beim vorgestellten Programm. Herzlichen Dank.

Ich erspare uns die formale Abstimmung, nachdem ich davon ausgehe, dass wir uns alle auf die Diskussionen im Ausschuss freuen und dieser Antrag damit einstimmig zugewiesen worden ist.

Abstimmungsergebnis

Ergebnis: ausschuss verwiesen

Die Zuweisung des Antrags an den Ausschuss für Soziales, Generationen und Sport wird einstimmig angenommen.