Anfrage von Gemeinderätin Klitsch an Bürgermeister Luger betreffend die TV-Serie SOKO Linz

2 · Anfrage · 5. Sitzung des Gemeinderates der Landeshauptstadt Linz

Fragesteller:
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Status:Beantwortet

Zusammenfassung

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Die TV-Serie SOKO Linz und ihre Unterstützung durch die Stadt standen im Mittelpunkt. Laut Auskunft wurden 26 Naturalsubventionen des Geschäftsbereichs Stadtgrün und Straßenbetreuung im Wert von 5.640,36 Euro gewährt, vor allem für das Aufstellen und den Abbau von Verkehrsschildern. Über weitere Geld- oder Sachleistungen der Unternehmensgruppe Linz, zusätzliche städtische Dienstleistungen oder sonstige Kosten ist nichts bekannt; einige Beschäftigte wirkten als Statisten ohne Honorar mit. Eine Mitbestimmung bei Drehbuch oder Drehorten sowie eine Einbindung des Tourismus wurden verneint bzw. nicht bekannt gegeben. Eine verlässliche Einschätzung zu möglichen Imageeffekten der Serie wurde nicht abgegeben.

Schlagwörter (10):fernsehseriesoko linznaturalsubventionenstadtmarketingtourismuskulturförderungverkehrsschilderstadtgrünimagewirkungmedienproduktion
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„Sehr geehrter Herr Bürgermeister, die Stadt Linz ist seit wenigen Wochen Schauplatz der TV-Krimi-Serie ,SOKO Linz‘. Die Dreharbeiten zur ersten Staffel fanden an 86 Drehtagen vom 18. Mai bis zum 27. September 2021 statt. Ob krimibegeistert oder nicht, das Empfinden über die Serie hängt sehr stark von subjektiven Präferenzen ab. Sinkende Zuschauerzahlen, als auch die Rückmeldungen in persönlichen Gesprächen und in den sozialen Medien lassen aber leider den Schluss zu, dass die Serie ,SOKO Linz‘ den Geschmack vieler Zuseher nicht getroffen hat. Es scheint, als wäre die Chance, unsere Stadt als schönen und spannenden Ort darzustellen, von den Machern der Serie vertan worden. Bei der Pressekonferenz zur Präsentation der TV-Serie haben Sie als Bürgermeister unsere Stadt vertreten, weshalb ich Sie um die Beantwortung folgender Fragen ersuche. 1. Wurden den Produzenten der Serie ,SOKO Linz‘ Geld- oder Naturalsubventionen durch die Stadt Linz zur Verfügung gestellt? Wenn ja, in welcher Höhe und Form erfolgte diese Unterstützung seitens der Stadt Linz? Wenn nein, wurden solche durch die Produzenten beantragt? 2. Ist Ihnen als Bürgermeister bzw. Eigentümervertreter bekannt, ob Unternehmen der Unternehmensgruppe Linz (UGL) die Produktion ,SOKO Linz‘ mit Geld- oder Naturalleistungen unterstützt haben? Wenn ja, in welcher Höhe und Form ist diese Unterstützung bekannt? 3. Wurden seitens der Stadt Linz Dienstleistungen im Rahmen der Produktion der Serie erbracht? Wenn ja, in welchem Umfang und in welcher Form erfolgten diese Dienstleistungen? 4. Fielen durch die Produktion sonstige Kosten für die Stadt Linz an? Wenn ja, wie hoch belaufen sich diese Kosten insgesamt? 5. Hatte die Stadt Linz im Zuge der Vorbereitung oder während der Dreharbeiten Gelegenheit, über die Ausrichtung der Serie oder die Wahl der Drehorte mitzubestimmen oder zumindest beratend tätig zu sein? Wenn ja, in welcher Form? Wenn nein, wurde versucht, ein Mitspracherecht - in welcher Form auch immer - zu bekommen? 6. Ist Ihnen bekannt, ob Touristiker mit ins Boot geholt wurden, um positive Auswirkungen auf den Tourismus erzielen zu können? 7. Sehen Sie in der Ausstrahlung der TV-Serie eine positive Auswirkung auf das Image der Stadt Linz? Dazu Bürgermeister Luger: Zu 1.: Es gab Unterstützung, ganz konkret wurden durch den Geschäftsbereich Stadtgrün und Straßenbetreuung 26 Naturalsubventionen - primär handelte es sich um das Aufstellen von Verkehrsschildern und in Folge um deren Abbau - exakt in der Höhe von 5640,36 Euro an den Produzenten der Serie SOKO Linz vergeben. Zu 2.: Mir ist diesbezüglich nichts bekannt. Zu 3.: Ich kann hier nur auf die erste Frage, auf die Naturalsubventionen verweisen. Zu den Dienstleistungen seitens der Beschäftigten der Stadt ist mir bekannt, dass einige als Statisten mitarbeiteten, dafür aber kein Honorar erhielten, um auch diese Zusatzfrage gleich vorweg zu beantworten. Zu 4.: Dazu ist mir nichts bekannt. Zu 5.: Liebe Frau Gemeinderätin, das ist wirklich ein wunder Punkt. Ich habe in meinem Leben bereits fünf Kinderbücher und zuletzt auch einen Kinderkrimi herausgegeben. Es wäre mir schon sehr angenehm gewesen, wenn mich die Produzenten mit diesem lokalen Wissen über mein eigenes Faible ein wenig gefragt hätten für das Drehbuch, aber sie taten es schlichtweg nicht. Warum, das hat mich auch ein wenig irritiert. Möglicherweise war die Einschätzung der Produzenten, dass meine Kompetenzen im Gestalten von Drehbüchern außerhalb der politischen Sphäre eher gering sind. Deswegen verstehe ich auch, dass man mich nicht wirklich direkt involviert hat. Zu 6.: Nein, das ist mir nicht bekannt. Ich vermute auch, dass es trotz dieses mir Nicht-Bekanntseins des Tourismus auch wahrscheinlich keine Veranlassung gegeben hat, denn es gibt touristische Produkte des Jahres 2021, die Linz tatsächlich beworben haben. Meines Wissens nach, ist SOKO-Linz nicht im touristischen Fokus, von wem auch immer, gestanden. Zumindest, so glaube ich, war auch unsere für den Tourismus zuständige Frau Kulturstadträtin nicht involviert, weil möglicherweise ein Krimi nicht wirklich eine touristische Geschichte ist, würde ich einmal sagen. Zu 7.: Das ist jetzt wirklich eine sehr persönliche Frage, die wahrscheinlich wenig mit meiner Funktion als Bürgermeister zu tun hat. Ich glaube, es macht auch überhaupt keinen Sinn, wenn ich mich damit beschäftigen würde, ob es positiv oder negativ ist. Ich glaube ganz einfach, dass es eine Serie ist, die wie vieles der künstlerischen Freiheit unterliegt, eine Serie, die wie alles, was man im Fernsehen sehen kann, die einen begeistert und den anderen nicht gefällt. Inwieweit es eine Imageauswirkung bekommt, kann ich nicht beurteilen. Es geht auch nicht so sehr um das Image, denn man hat schon von anderen touristischen Produkten, die sehr heiß diskutiert wurden, gesehen, dass sie, zumindest was die Nächtigungszahlen betrifft, auch nicht imagefördernd gewesen sind. Also muss die SOKO auch in diesem Punkt nicht unbedingt ein Tourismusinstrument sein. Mehr fällt mir dazu nicht ein.“
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Zu 1.: Es gab Unterstützung, ganz konkret wurden durch den Geschäftsbereich Stadtgrün und Straßenbetreuung 26 Naturalsubventionen - primär handelte es sich um das Aufstellen von Verkehrsschildern und in Folge um deren Abbau - exakt in der Höhe von 5640,36 Euro an den Produzenten der Serie SOKO Linz vergeben. Zu 2.: Mir ist diesbezüglich nichts bekannt. Zu 3.: Ich kann hier nur auf die erste Frage, auf die Naturalsubventionen verweisen. Zu den Dienstleistungen seitens der Beschäftigten der Stadt ist mir bekannt, dass einige als Statisten mitarbeiteten, dafür aber kein Honorar erhielten, um auch diese Zusatzfrage gleich vorweg zu beantworten. Zu 4.: Dazu ist mir nichts bekannt. Zu 5.: Liebe Frau Gemeinderätin, das ist wirklich ein wunder Punkt. Ich habe in meinem Leben bereits fünf Kinderbücher und zuletzt auch einen Kinderkrimi herausgegeben. Es wäre mir schon sehr angenehm gewesen, wenn mich die Produzenten mit diesem lokalen Wissen über mein eigenes Faible ein wenig gefragt hätten für das Drehbuch, aber sie taten es schlichtweg nicht. Warum, das hat mich auch ein wenig irritiert. Möglicherweise war die Einschätzung der Produzenten, dass meine Kompetenzen im Gestalten von Drehbüchern außerhalb der politischen Sphäre eher gering sind. Deswegen verstehe ich auch, dass man mich nicht wirklich direkt involviert hat. Zu 6.: Nein, das ist mir nicht bekannt. Ich vermute auch, dass es trotz dieses mir Nicht-Bekanntseins des Tourismus auch wahrscheinlich keine Veranlassung gegeben hat, denn es gibt touristische Produkte des Jahres 2021, die Linz tatsächlich beworben haben. Meines Wissens nach, ist SOKO-Linz nicht im touristischen Fokus, von wem auch immer, gestanden. Zumindest, so glaube ich, war auch unsere für den Tourismus zuständige Frau Kulturstadträtin nicht involviert, weil möglicherweise ein Krimi nicht wirklich eine touristische Geschichte ist, würde ich einmal sagen. Zu 7.: Das ist jetzt wirklich eine sehr persönliche Frage, die wahrscheinlich wenig mit meiner Funktion als Bürgermeister zu tun hat. Ich glaube, es macht auch überhaupt keinen Sinn, wenn ich mich damit beschäftigen würde, ob es positiv oder negativ ist. Ich glaube ganz einfach, dass es eine Serie ist, die wie vieles der künstlerischen Freiheit unterliegt, eine Serie, die wie alles, was man im Fernsehen sehen kann, die einen begeistert und den anderen nicht gefällt. Inwieweit es eine Imageauswirkung bekommt, kann ich nicht beurteilen. Es geht auch nicht so sehr um das Image, denn man hat schon von anderen touristischen Produkten, die sehr heiß diskutiert wurden, gesehen, dass sie, zumindest was die Nächtigungszahlen betrifft, auch nicht imagefördernd gewesen sind. Also muss die SOKO auch in diesem Punkt nicht unbedingt ein Tourismusinstrument sein. Mehr fällt mir dazu nicht ein.“