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Anfrage von Gemeinderätin Pühringer an Bürgermeister Luger betreffend ‚Live-Audio-Transkription der Gemeinderatssitzungen‘
5 · Anfrage · 14. Sitzung des Gemeinderates der Landeshauptstadt Linz
Zusammenfassung
KI GeneriertDie Live-Transkription von Gemeinderatssitzungen steht im Zeichen der Barrierefreiheit für Menschen mit Hörbehinderung und gehörlose Menschen. Anlass ist, dass sie die Sitzungen zwar per Livestream verfolgen können, die schriftlichen Protokolle aber erst nach rund zwei Monaten verfügbar sind und damit zu spät kommen. Als Begründung gegen eine sofortige Umsetzung werden Gespräche mit Anbietern und die derzeit noch hohe Fehleranfälligkeit der Systeme genannt, vor allem bei freier, schneller oder dialektaler Rede. Grundsätzlich wird eine Live-Transkription zwar erwogen, zum aktuellen Zeitpunkt gilt sie jedoch nicht als sinnvoll umsetzbar.
Schlagwörter (9):barrierefreiheitlive-transkriptiongemeinderatssitzungenhörbehinderunggehörlosigkeitlivestreamprotokollveröffentlichungtranskriptionssoftwaredigitale teilhabe
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„Sehr geehrter Herr Bürgermeister, seit ein paar Monaten können interessierte Bürgerinnen und Bürger die Gemeinderatssitzungen via Livestream verfolgen bzw. diesen zeitnah über die Homepage des Magistrates Linz nachsehen.
Menschen mit Hörbehinderung bzw. gehörlose Menschen sind von dieser Möglichkeit, die Stadtpolitik zu verfolgen, ausgeschlossen. Um sich zu informieren, müssen sie nach Gemeinderatssitzungen rund zwei Monate warten, bis das transkribierte Protokoll der Sitzung online gestellt wird. Dann sind die Redebeiträge und Diskussionen jedoch schon längst veraltet.
In diesem Zusammenhang bitte ich um Beantwortung folgender Fragen:
1. Gibt es Überlegungen, die Redebeiträge in der Gemeinderatssitzung mittels Transkriptions-Programmen live transkribieren zu lassen?
2. Wenn ja: Bis wann ist mit einer Implementierung einer Live-Transkription zu rechnen?
a. Wenn nein: Warum werden in diesem Zusammenhang keine mittlerweile durchaus guten Transkriptions-Programme angewendet bzw. für den Gemeinderat Linz adaptiert?“
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„Zu 1.: Grundsätzlich, ja es gibt Überlegungen.
Zu 2.: Hier muss ich ein wenig ausholen: Wir hatten bereits Gespräche mit Unternehmen, die diese Transkriptionssysteme bereits anbieten. Nach Einschätzung dieser Firmen sind die Systeme für Live-Transkriptionen derzeit noch sehr fehleranfällig. Aus Erfahrungswerten ist bekannt, dass die Systeme einen qualitativ angemessenen Text nur dann liefern, wenn der*die Sprecher*in langsam und deutlich spricht. Sobald frei und etwas schneller gesprochen wird oder im Dialekt argumentiert wird, wird der angezeigte Text exzessiv fehlerhaft. Eine Implementierung einer Live-Transkription ist zum aktuellen Zeitpunkt ist aus den genannten Gründen nicht sinnvoll. Es gibt noch weitere Argumente bezüglich Barrierefreiheit warum das derzeit trotz einer grundsätzlichen Überlegung keine reale Alternative ist.“