Anfrage von Gemeinderat DI Dr. Obermayr an Vizebürgermeister Mag. Hajart, MBA betreffend 'Fußgänger und Radweg in der Lederergasse im Bereich Bushaltestelle Lüfteneggerstraße'

12 · Anfrage · 33. Sitzung

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Status:Beantwortet

Zusammenfassung

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Die Querungssituation für Fußgängerinnen und Fußgänger sowie Radfahrende in der Lederergasse bei der Bushaltestelle Lüfteneggerstraße steht im Mittelpunkt. Wegen beengter Platzverhältnisse und der Vorgaben für Haltestellen konnte der Fußweg nicht hinter dem Radweg entlang der Grundstücksgrenze geführt werden, und der Radweg durfte nicht direkt im Ausstiegsbereich der Busse liegen. Die bestehende Lösung wurde daher als planerisch notwendig beschrieben und mit roter Markierung, taktiler Führung sowie Symbolen zur Kennzeichnung der Verkehrsflächen umgesetzt. Nach Angaben der Stadt sind dadurch die Vorrangverhältnisse erkennbar, und das Queren von Radwegen im Bereich von Bushaltestellen sei in bestimmten Fällen unvermeidbar. Eine zusätzliche Entschärfung wurde nicht zugesagt; stattdessen wurde auf die bestehende Ausführung und gegenseitige Rücksichtnahme verwiesen.

Schlagwörter (10):lederergassebushaltestelleradwegfußgängerquerungverkehrssicherheitradverkehrsanlagehaltestellenbereichverkehrsplanungbarrierefreiheitmobilität
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„Sehr geehrter Herr Vizebürgermeister Mag. Hajart, lieber Martin, auf die Situation im Bereich Lederergasse - Bushaltestelle Lüfteneggerstraße habe ich bereits mehrfach aufmerksam gemacht. Wie ist die Situation für Fußgänger und für Radfahrer dort: Der Fußgängerweg wird in diesem Bereich vom Radweg gekreuzt. Einzig und allein ein aufgemaltes Hinweisbild - im Winter bei Schneelage nicht und bei Verschmutzung schwer erkennbar - auf dem Bodenbelag der Fußgänger weist darauf hin, dass diese den Radweg kreuzen müssen. Ein Radfahrer bekommt keinen Hinweis, dass der Fußweg kreuzt. Im Straßenverkehr haben Fußgänger vor allem in Kreuzungsbereichen den Vorrang vor dem Straßenverkehr. Hier hat der Fußgänger Nachrang. Angesichts der zunehmenden Benützung der Radwege durch elektrobetriebene Räder inklusive Scooter ist es nur eine Frage der Zeit, wann an dieser Stelle ein schwerer Verkehrsunfall geschehen wird. Diese gefährliche Situation gehört meines Erachtens dringendst entschärft. Dies hast du in informellen Gesprächen bisher abgelehnt. Daher zunächst meine Anfrage, warum diese gefährliche Kreuzungssituation nicht entschärft wird. Ich bitte um eine nachvollziehbare Begründung, oder besser, um eine verbindliche Zusage, dass diese Entschärfung demnächst erfolgen wird. Diese Stellungnahme bezieht sich auf das Datum der Ausstellung. Sollte in der Zwischenzeit eine geeignete Änderung erfolgt sein, wäre diese Anfrage hinfällig.“
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Im Bereich der Bushaltestelle Lüfteneggerstraße bei der neuen Radverkehrsanlage Lederergasse herrschen beengte Platzverhältnisse vor. Deshalb ist es nicht möglich die Fußgängerinnen und Fußgänger hinter dem Radweg Lederergasse entlang der Grundstücksgrenze zu führen. Weiters darf aufgrund der Bestimmungen für Haltestellen der Radweg nicht direkt im Ausstiegsbereich der Busse liegen. Deshalb wurde von der zuständigen Verkehrsplanerin, die gleichzeitig auch die Radverkehrsbeauftragte der Stadt Linz ist, ein Plan entwickelt, der auch entsprechend realisiert worden ist. Man kann sich das auch vor Ort anschauen. Der Radweg Lederergasse ist in diesem Bereich durchgängig rot markiert, sodass für Radfahrer*innen und Fußgänger*innen klar ersichtlich ist, dass es zu einem Übergang zwischen Radverkehrsfläche und Fußgänger*innenverkehrsfläche kommt. Weiters wird durch die taktile Führung in diesem Bereich die Gehlinie angedeutet. Ergänzend sind Radverkehrsfläche beziehungsweise Fußgänger*innenverkehrsfläche mit Symbolen markiert. Dadurch sind die Vorrangverhältnisse ersichtlich. Dass Fußgängerinnen und Fußgänger gerade im Bereich von Bushaltestellen Radwege queren müssen, stellt keine Ausnahme dar, sondern ist aufgrund der zuvor beschriebenen Rahmenbedingungen in bestimmten Fällen notwendig. Ich möchte als Verkehrsreferent generell betonen, dass eine gegenseitige Rücksichtnahme aller Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer wichtig ist. Dankeschön.