Anfrage von Gemeinderätin Piovesan an Bürgermeister Prammer betreffend „Kaplanhofviertel: Neues Parkhaus Tabakfabrik“

4 · Anfrage · 33. Sitzung

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Status:Beantwortet

Zusammenfassung

KI Generiert

Geprüft wurde das geplante Parkhaus im Kaplanhofviertel für Nutzerinnen und Nutzer der Tabakfabrik. Die Stadt Linz nennt dafür derzeit keinen konkreten Standort, keine Größe, keine Kostenschätzung, kein Finanzierungsmodell und keine Machbarkeitsstudie. Als Hintergrund wird auf den entfallenden Oberflächenparkplatz an der Hafenstraße sowie auf die städtebaulichen Grundlagen des Örtlichen Entwicklungskonzepts, des Flächenwidmungsplans und der Bebauungspläne verwiesen; ergänzend gelten Handlungsgrundsätze der Städtebaulichen Kommission aus dem Jahr 2020. Ein Mobilitätskonzept für dieses Parkhaus ist laut Auskunft nicht bekannt, einzig das Mobilitätskonzept des Bauvorhabens QUADRILL von 2021 wird als relevant genannt, das eine dreigeschossige Tiefgarage im eigenen Bauareal vorsieht.

Schlagwörter (10):parkhauskaplanhofvierteltabakfabrikmobilitätskonzeptstadtplanungverkehrtiefgaragefinanzierungoberflächenparkplatzregionalstadtbahn
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„Sehr geehrter Herr Bürgermeister, im Zuge des Sonderstadtsenats am 10. Oktober 2025 hat die Stadtregierung überraschend den Bau einer zusätzlichen Garage/eines Parkhauses im Kaplanhofviertel beschlossen. Dafür wird derzeit eine Summe von rund 1,6 Millionen Euro für etwa 200 Stellplätze kolportiert, was bei durchschnittlichen Kosten von 20.000 bis 25.000 Euro pro Stellplatz bei Weitem nicht ausreicht. In diesem Zusammenhang stelle ich folgende Fragen: 1. Wo genau ist die Errichtung der Garage vorgesehen? Bitte um Angabe der exakten Lage/Grundstücksnummer. 2. Welche Dimensionen (Abmessungen, Anzahl der Stellplätze, Anzahl der Ebenen, Tiefgarage, Hochgarage und so weiter) sind derzeit tatsächlich geplant? 3. Liegen bereits eine Machbarkeitsstudie oder Planunterlagen vor, die die bauliche Ausgestaltung, insbesondere die Ein- und Ausfahrten, zeigen? Falls ja, bitte um Übermittlung dieser Unterlagen. 4. Mit welchen Gesamtkosten wird derzeit für das Projekt gerechnet? Wer trägt diese Kosten? 5. Liegen Finanzierungsmodelle im Zusammenhang mit dem Projekt vor? Falls ja, bitte um die detaillierte Bekanntgabe dieses Finanzierungsmodells und der Unterlagen. 6. Für welche Nutzer*innen ist die Garage vorgesehen? Auf welcher Grundlage/Bedarf beruht die kolportierte Größe von 200 Stellplätzen? 7. Welche Ziele verfolgt die Stadt / Immobilien Linz GmbH (ILG) / Tabakfabrik Linz Entwicklungs- und Betriebsgesellschaft mbH (TFL) mit dem Projekt? Was sind die städtebaulichen Grundlagen für so eine Garage im bereits staugeplagten Kaplanhofviertel? 8. Ist diese Garage Teil des Mobilitätskonzepts der Tabakfabrik? Wenn ja, wie wird das im Konzept begründet? Bitte um den Wortlaut, Skizzen und Untersuchungen aus dem Konzept. Aus welchem Jahr stammt dieses Mobilitätskonzept? Mit der Bitte um Beantwortung.“
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Zu 1. bis 6.: Die ersten sechs Fragen kann ich zusammengefasst beantworten. Zum gegenwärtigen Zeitpunkt liegen der Stadt Linz keine konkreten Pläne für ein Parkhaus im Kaplanhofviertel für die Nutzerinnen und Nutzer der Tabakfabrik vor. Es sind der Stadt weder der genaue Standort noch die Größe, ein Finanzierungsmodell, eine Machbarkeitsstudie oder eine Kostenschätzung bekannt. Zu 7.: An der Hafenstraße befindet sich derzeit ein Oberflächenparkplatz, der von der Tabakfabrik Linz genutzt wird. Dieser Oberflächenparkplatz wird entfallen, wenn die Regionalstadtbahn und die O-Buslinie 48 realisiert werden. Grundlage für die städtebauliche Entwicklung des Kaplanhofviertels sind das Örtliche Entwicklungskonzept, der Flächenwidmungsplan und die Bebauungspläne der Stadt Linz. Ergänzend hat die Städtebauliche Kommission im Jahr 2020 Handlungsgrundsätze für das Areal des Schlachthofs und die Flächen beiderseits der Regionalstadtbahn und der O-Busachse formuliert. Zu 8.: Nein, das einzige aktuell im direkten Umfeld der Tabakfabrik bekannte Mobilitätskonzept ist jenes vom Bauvorhaben ‚QUADRILL‘ aus dem Jahr 2021. Im Rahmen dieses Bauvorhabens werden vier oberirdische Baukörper und eine dreigeschossige Tiefgarage, welche annähernd der vollständigen Unterkellerung des Bauareals entspricht, errichtet. Dieses Mobilitätskonzept beschränkt sich ausschließlich auf den Bereich dieses Bauvorhabens.