Anfrage von Gemeinderätin Mag.a Ziegler an Vizebürgermeisterin Hörzing betreffend „Zukünftiger Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen“ von der Gemeinderatssitzung am 5. Juni 2025

4 · Anfrage · 31. Sitzung

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Status:Beantwortet

Zusammenfassung

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Der zukünftige Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen in Linz steht im Mittelpunkt, mit Fokus auf Krabbelstuben, Kindergärten und Horte sowie auf die Verteilung nach Planungsgebieten. Für 2025 werden 1.287 Plätze in Krabbelstuben, 6.928 in Kindergärten und 5.474 in Horten genannt; bei den städtischen Einrichtungen gibt es im Planungsgebiet D und E einzelne Überstände in Krabbelstuben, insgesamt liegt der Anteil bei 79,7 Prozent städtischen und 20,3 Prozent privaten Trägern. Für den Zeitraum seit Jahresbeginn 2025 werden Anmeldungen je Planungsgebiet ausgewiesen, und als Einflussfaktoren werden Berufstätigkeit der Familien, Zu- und Wegzug, Unterstützungsbedarf als familienergänzende Einrichtung sowie Integrationsbedarf genannt. Seit 2022 wurden 52 zusätzliche Krabbelstubenplätze und 152 zusätzliche Hortplätze geschaffen, während bei den Kindergärten durch neue und geschlossene Gruppen netto zwei Plätze weniger bestehen; die geplante Einrichtung Linz-Oed mit 66 zusätzlichen Plätzen ist wegen Bauverzögerungen noch nicht realisiert. Die Bedarfsprognose für die nächsten drei und sechs Jahre wird derzeit erarbeitet, endgültige Ergebnisse liegen noch nicht vor.

Schlagwörter (10):kinderbetreuungsplätzekrabbelstubenkindergärtenhorteplanungsgebietebedarfsprognoseanmeldungenträgerstrukturintegrationsplätzestadtplanung
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„Sehr geehrte Frau Vizebürgermeisterin Hörzing! Nach dem oberösterreichischen Kinderbetreuungsgesetz sind Gemeinden mit mehr als 3.000 Einwohnerinnen und Einwohnern verpflichtet, alle drei Jahre den künftigen Bedarf an Kinderbetreuungsplätzen zu ermitteln. Dabei fließen unter anderem die Bevölkerungsentwicklung, die bestehenden Kapazitäten in Krabbelstuben, Kindergärten und Horten, die Nutzung dieser Einrichtungen sowie die Anzahl der Anmeldungen in die Analyse ein. Die aktuelle Bedarfserhebung und -prognose läuft bis zum August 2025. Daher interessiert mich insbesondere die städtische Planung in diesem Bereich aufgeschlüsselt nach den Planungsgebieten, um eine flächendeckende Versorgung zu gewährleisten. 1. Wie viele Plätze an Krabbelstuben, Kindergärten und Horten gibt es in Linz im Jahr 2025? Bitte um eine detaillierte Aufschlüsselung nach Krabbelstube/Kindergarten/Hort und den jeweiligen Planungsgebieten. 1. Gibt es in einzelnen Planungsgebieten Engpässe oder Überkapazitäten? Wenn ja, bitte um Nennung der Gebiete sowie Engpass oder Überkapazität in Zahlen. 2. Wie verteilt sich die Kapazität zwischen städtischen und privaten Trägern? 3. Wie sieht die aktuelle Verfügbarkeit an Krabbelstuben-, Kindergarten- und Hortplätzen in den verschiedenen Planungsgebieten aus? 2. Wie viele Anmeldungen gab es im Jahr 2025 in den einzelnen Planungsgebieten, aufgeschlüsselt nach Krabbelstube, Kindergarten und Hort? 1. Gab es im Jahr 2025 Mehrfachanmeldungen oder Verschiebungen zwischen den Betreuungseinrichtungen? 2. Welche Faktoren beeinflussen die Anmeldezahlen in den verschiedenen Bereichen? 3. 2022 wurde veröffentlicht, dass bis 2025 220 zusätzliche Plätze in Krabbelstuben, Kindergärten und Horte geschaffen werden. Konkret: Bis 2025 werden 20 neue Krabbelstubenplätze, 69 in Kindergärten sowie 130 Hortplätze in bereits bestehenden Einrichtungen geschaffen. Wie viele zusätzliche Plätze wurden mit Stichtag 26. Mai 2025 nun konkret realisiert? 1. Bitte um Angabe, um welche Art von Platz es sich handelt (Krabbelstube, Kindergarten, Hort). 2. In welchen konkreten Einrichtungen oder Planungsgebieten wurden die neuen Plätze geschaffen? 4. Wie sieht der prognostizierte zukünftige Bedarf an Plätzen in den nächsten drei sowie sechs Jahren aus, basierend auf der aktuellen demografischen Entwicklung und aufgeschlüsselt nach Planungsgebieten? 1. Welche Zuzugszahlen werden für die jeweiligen Planungsgebiete erwartet? 2. Wie unterscheiden sich die Bedarfe je nach Altersgruppe (Krabbelstube, Kindergarten, Hort)? 3. Welche Maßnahmen sind geplant, um den prognostizierten Bedarf zu decken? 4. Gibt es bereits konkrete Planungen, neue Einrichtungen zu errichten oder bestehende zu erweitern? 9 Vielen Dank für die Beantwortung der Fragen."
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Zu 1.: In den Krabbelstuben stehen 2025 insgesamt 1.287 Plätze, in Kindergärten 6.928 und in Horten 5.474 Plätze zur Verfügung. Zu 1.1.: Eine Rückmeldung zu den Kapazitäten kann ich Ihnen nur zu den städtischen Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen geben. Mit Stichtag 23. Juni 2025 gibt es ein Kind in der Krabbelstube im Planungsgebiet D und sechs Kinder in den Krabbelstuben im Planungsgebiet E im Überstand. Zu 1.2.: Insgesamt ist das Verhältnis 79,7 Prozent städtische zu 20,3 Prozent private Träger*innen. Zu 1.3.: In den einzelnen Planungsgebieten sind in den städtischen Kinderbildungs- und -betreuungseinrichtungen Plätze verfügbar. Zu 2.: Seit 1. Jänner 2025 bis zum Stichtag 26. Juni 2025 gab es folgende Anmeldungen in einer städtischen Einrichtung, die ich jeweils nach Krabbelstube, Kindergarten und Hort aufteile: | Planungsgebiet | Krabbelstube | Kindergarten | Hort | gesamt | | --- | --- | --- | --- | --- | | A | 44 | 81 | 22 | 147 | | B | 104 | 156 | 30 | 290 | | C | 47 | 47 | 21 | 115 | | D | 41 | 80 | 29 | 150 | | E | 51 | 75 | 21 | 147 | Zu 2.1.: Ja, die gab es. Zu 2.2.: Die Beschäftigung beziehungsweise Berufstätigkeit der Familien, der Zuzug oder Wegzug von Linz, die Unterstützungsbedarfe als familienergänzende Einrichtungen oder Integrationsbedarfe im Sinne von beeinträchtigten Kindern beeinflussen diese Zahlen. Zu 3.1.: In den Krabbelstuben gibt es im Jahr 2025 gesamt 52 neue Plätze im Vergleich zu 2022. In den Kindergärten wurden drei zusätzliche Gruppen geschaffen, wobei drei private Gruppen geschlossen wurden. Das war im Berichtszeitraum noch nicht absehbar. Gesamt gibt es im Jahr 2025 aktuell zwei Plätze weniger im Vergleich zu 2022. Die geplante Einrichtung Linz-Oed mit zusätzlichen 66 Plätzen konnte aktuell aufgrund von Bauverzögerungen - über die wir erst vor wenigen Monaten informiert wurden - wegen einer Anrainer*inneninitiative noch nicht realisiert werden. Im Hort gibt es im Jahr 2025 gesamt 152 Plätze mehr als im Vergleich zu 2022. Anmerken darf ich generell, dass sich faktische Platzkapazitätsveränderungen zwischen dem Bedarfsentwicklungskonzept 2022 und dem Ist-Stand im Jahr 2025 nicht nur durch Gruppenneueröffnungen oder -schließungen, insbesondere in privaten Einrichtungen, sondern auch aufgrund des verstärkten Integrationsbedarfs von beeinträchtigten Kindern und die dadurch notwendige Schaffung von Integrationsplätzen ergeben. Eine Umwandlung von Regelgruppen mit aktuell 23 Kindern in Integrationsgruppen mit, gemäß des Oö. Kinderbildungs- und -betreuungsgesetzes, maximal 15 Kindern reduziert die Anzahl von Regelkindergartenplätzen um 12 pro Gruppe. Dies gilt auch für Horte. Bei Krabbelstuben reduziert sich die Anzahl aufgrund der Integration beeinträchtigter Kinder von 10 auf 8 Plätze pro Gruppe. Eine weitere Reduktion ergibt sich wegen der maximalen Gruppengröße, die in Oberösterreich aufgrund des Oö. Kinderbildungs- und -betreuungsgesetzes ab dem Bildungsjahr 2025/2026 in den Kindergärten von 23 auf 22 Kinder sinkt. Zu 3.2.: Die Plätze wurden in folgenden städtischen und privaten Einrichtungen geschaffen: In den Krabbelstuben Poschacher Villa, Hauderweg, Traundorfer Straße, Spattstraße und in jenen der voestalpine AG, der Oberbank, der Energie AG und im Krankenhaus der Elisabethinen; in den Kindergärten Poschacher Villa, Am Hartmayrgut und Spattstraße; in den Horten Pichlingschule, Löwenfeld, Robinson und Goetheschule. Zu 4.: Frau Gemeinderätin Ziegler, die Bedarfsprognoserechnung wird derzeit in Abstimmung zwischen der Stadtforschung, den Kinder- und Jugend-Services und der Abteilung Soziales, Jugend und Familie gerade erstellt. Endgültige Ergebnisse liegen mir dazu noch nicht vor.