Anfrage von Gemeinderat Pilipovic an Bürgermeister Luger betreffend zusätzliche Sitzgelegenheiten im öffentlichen Raum

1 · Anfrage · 5. Sitzung des Gemeinderates der Landeshauptstadt Linz

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Status:Beantwortet

Zusammenfassung

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Zusätzliche Sitzgelegenheiten im öffentlichen Raum stehen seit Jahren in Linz zur Diskussion. Nach einer Präsentation von drei Siegerprojekten aus einer Kooperation mit der Kunstuniversität Linz werden derzeit zwei Möblierungsprojekte umgesetzt: „Linzer Letter“ und „dwello“. Für „Linzer Letter“ ist die Ausrollung bis Mitte des Jahres vorgesehen, bei „dwello“ laufen noch Fragen zur Materialität und zur Produktion; die Standorte wurden bei einem Lokalaugenschein bereits ausgewählt. Eine Einbindung der Studierenden findet in der Umsetzungsphase nicht statt, weil ihr Auftrag auf Entwicklung und Modellerstellung beschränkt war. Frühere Beschlüsse zu mehr Sitzmöbeln in der Innenstadt wurden als Prüfauftrag behandelt und später als erledigt angesehen, weshalb danach keine weiteren Umsetzungsschritte gesetzt wurden.

Schlagwörter (9):sitzgelegenheitenöffentlicher raumstadtmöblierunginnenstadtstadtgestaltungkunstuniversität linzmobiliarstadtplanungbürgerbeteiligung
FragetextEinblendenAusblenden
„Sehr geehrter Herr Bürgermeister, der Vorschlag für zusätzliche Sitzgelegenheiten im öffentlichen Raum wird nun schon beinahe fünf Jahre immer wieder diskutiert. Unter anderem sind vergangenen September bei einer Pressekonferenz konkrete Entwürfe der Öffentlichkeit vorgestellt worden. Dennoch sind die Bemühungen, mehr zusätzliche Möbel zum Verweilen aufzustellen auf den Straßen und Plätzen unserer Stadt, noch nicht angekommen. Deshalb ersuchen wir um die Beantwortung folgender Fragen: 1. Am 16. September 2021 sind in einer Pressekonferenz drei SiegerInnenprojekte aus einer Kooperation der Stadt mit der Kunstuniversität Linz präsentiert worden. Bei zwei davon handelt es sich um Sitzgelegenheiten im öffentlichen Raum. Bei dieser Präsentation ist verlautbart worden, dass die vorgestellten Projekte weiterverfolgt werden sollen und eine Umsetzung im ersten Halbjahr 2022 geplant ist. a) Wie ist hier der aktuelle Stand? b) Welche Schritte sind seit der Präsentation am 16. September 2021 gesetzt worden, um die Projektentwürfe in die Realität umzusetzen? c) Inwieweit werden die Studierenden der Kunstuniversität hier miteingebunden? 2. Mehr Sitzgelegenheiten für die Innenstadt sind schon seit Jahren in Diskussion. Unter anderem hat sich der Gemeinderat am 6. April 2017 einstimmig für mehr Sitzmöbel in der Innenstadt ausgesprochen. Was hat dazu geführt, dass bis heute noch keine zusätzlichen Sitzgelegenheiten aufgestellt worden sind? 3. Werden weitere Schritte für zusätzliche Sitzgelegenheiten im öffentlichen Raum vorangetrieben? a) Wenn Ja: Wann können die LinzerInnen damit rechnen - ist heuer noch eine Umsetzung realistisch? b) Wenn Nein: Warum wird dies nicht weiterverfolgt und warum hat es diesbezüglich keine Information mehr gegeben? Vielen Dank für die Beantwortung der Fragen.“
AntwortEinblendenAusblenden
Dazu Bürgermeister Luger: Zu 1.a): Ich kann Sie darüber informieren, dass derzeit zwei Projekte mit Möblierung, eines mit dem Namen ,Linzer Letter‘ und das zweite mit dem Namen ,dwello‘ umgesetzt werden. Einem dritten, damals ausgesuchten Projekt, der sogenannten ,Wassernebeluhr‘ wird derzeit keine Priorität beigemessen. Mit dem Projekt ,Linzer Letter‘ wird versucht, den neuen Linz-Schriftzug als Sitzgelegenheiten im öffentlichen Raum zu organisieren. Der Lounge ist für Anfang bis Mitte April, möglicherweise Ende April geplant. Zuständig dafür sind der städtische Geschäftsbereich Kommunikation und Marketing einerseits und die City Management Linz GesmbH andererseits. Bis Mitte des Jahres soll dann die gesamte Ausrollung von ,Linzer Letter‘ erfolgt sein. Das zweite Projekt ,dwello‘ ist ein Sitzmöbel, das ca. 1,40 Meter lang und 45 Zentimeter hoch ist. Dieses Möbel wird derzeit von der Johannes Kepler Universität, einigen Firmen und einer Reihe von kompetenten Partnern beurteilt. Es geht primär noch um die Frage der Festlegung der Materialität, das hat auch ÖNORM-Hintergründe. Fakt ist, dass am 14. März bereits ein Lokalaugenschein durchgeführt wurde, bei dem unter Beiziehung der Geschäftsbereiche Stadtgrün und Straßenbetreuung (SGS) - der natürlich der zentrale ist -, aber auch Planung, Technik und Umwelt (PTU), Feuerwehr, Gebäudemanagement und Tiefbau (GMT), Linz AG und auch der Finanzverwaltung die Standorte vorgeschlagen und ausgewählt wurden. Zu 1.b): Nachdem die Standorte festgelegt worden sind, liegt die Hauptverantwortung bei ,dwello‘ bei der City Management GmbH. Meines Wissens nach, sollen bis zum Sommer, also zu Beginn der sogenannten Schulferien, zumindest erste Objekte aufgestellt werden. Genaueres entzieht sich meiner Kenntnis, weil ich in dieser Gesellschaft keine Funktionen habe. Wir haben die Kunstuniversität bereits vor ziemlich genau einem Jahr, am 18. März 2021 beauftragt, einen Wettbewerb durchzuführen. Der Vertrag mit der Kunstuniversität mit den entsprechenden jurierten Projekten stammt vom 21. April damals noch unter Federführung von Herrn Vizebürgermeister Baier. In den ersten Wochen dieses Jahres von Mitte Jänner bis Mitte Februar sind die Umsetzungsgespräche bereits gestartet worden. Da schließt sich wieder der Kreis. Es geht um die Frage der Materialität, bevor in die Produktion gegangen wird. Zu 1.c): Der Auftrag lautete auf Entwicklung und Modellerstellung. Bei der Umsetzung findet keine Einbindung der Studierenden statt, weil es sich hier um einen Produktionsprozess handelt. Zu 2.: Herr Gemeinderat Pilipovic, da muss ich die Dinge ein bisschen zurechtrücken. Es ist tatsächlich so, dass in diesem Haus ein Antrag der Grünen am 6. April 2017 behandelt worden ist. Er wurde jedoch nicht in der eingebrachten Form, sondern in Form eines Abänderungsantrages beschlossen. Der Abänderungsantrag bezog sich darauf, dass, nicht so wie im Grünen-Antrag eine Umsetzung beschlossen wurde, sondern eine Prüfung. Diese Abänderung hat der Gemeinderat einstimmig beschlossen und die Prüfung erfolgte, allerdings erfolgten daraufhin keine Umsetzungsschritte. Diesen Prüfungsauftrag hat der Geschäftsbereich Kultur und Bildung unter Einbeziehung des Geschäftsbereiches Planung, Technik und Umwelt übernommen. Am 15. Februar 2018 wurde im Kulturausschuss darüber berichtet. Dem Protokoll dieser Kulturausschuss-Sitzung können Sie entnehmen, dass entschieden wurde, diesen Antrag als erledigt anzusehen. Zu 3.b): Ich habe die Variante ,wenn nein‘ zu beantworten: Dieser Antrag hat als erledigt gegolten und seither wurden keine weiteren Initiativen weder auf Verwaltungsebene, noch auf Regierungsebene gesetzt. Warum das so ist, entzieht sich zumindest meiner Kenntnis. Soweit zu dieser Anfrage.“