Anfrage von Gemeinderat Potočnik an Bürgermeister Luger betreffend ‚Linzer dwellos: Bleiben die so oder greifen wir sie nochmals an?‘

7 · Anfrage · 14. Sitzung des Gemeinderates der Landeshauptstadt Linz

Fragesteller:
Gerichtet an:

Status:Beantwortet

Zusammenfassung

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Die Linzer „dwellos“ stehen im Mittelpunkt, also 46 schwere Betonteile und Sitzmöbel im öffentlichen Raum der Innenstadt. Kritisiert wird ihre Aufstellung, weil sie laut Fragestellung kaum nutzbar seien, an ungeeigneten Orten stünden und sich wegen des Gewichts nicht spontan versetzen ließen. In der Antwort wird bestätigt, dass die Gestaltung durch die City Management Linz GmbH in Abstimmung mit den Geschäftsbereichen erfolgte und dass über eine weitere Verwendung erst nach einem Beschluss zur Liquidierung der Gesellschaft entschieden werden könne. Als mögliche Lösung wird genannt, die „dwellos“ käuflich zu erwerben oder in das Eigentum der Stadt zu übernehmen; zu Kosten und Klimafreundlichkeit wird auf die noch nicht aufgelöste Gesellschaft verwiesen.

Schlagwörter (10):dwellosstadtmöblierunginnenstadtöffentlicher raumkunst im öffentlichen raumstadtgestaltungcity management linzliquidierungklimafreundlichkeitkosten
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„Sehr geehrter Herr Bürgermeister, seit bald einem Jahr, Sommer 2022, befinden sich 46, jeweils 310 kg schwere ‚dwellos‘ in der Linzer Innenstadt. Auf der Webseite der Stadt Linz werden die Betonteile und Sitzmöbel als ‚Funktionskunst im öffentlichen Raum‘ bezeichnet, die ‚zum Verweilen einladen und neue Perspektiven auf die Stadt erschließen‘. Sogar der originelle und witzige Begriff ‚dwellos‘ (to dwell) steht für ‚verweilen‘. Doch entgegen der Intention und dem Anspruch sind die dwellos kaum nutzbar. Sie stehen an zum Teil absurden Stellen mit wenig Aufenthaltsqualität und Bedarf an Sitzgelegenheiten und sind noch dazu zueinander in fast schon skurriler, unbrauchbarer Art und Weise positioniert. Mehr Kunst als Funktion, stehen die meisten dwellos so, dass sie nicht zum Sitzen geeignet sind. Ein spontanes Bewegen oder Drehen ist wegen des hohen Gewichts nicht möglich. Das alles ist umso bedauerlicher, als nun wieder der Sommer bevorsteht. Umsetzung und finale Ausarbeitung oblag der City Management Linz GmbH (CML GmbH), die gerade in Auflösung ist. Dazu habe ich fünf Fragen: 1. Nach welchen Kriterien, welchem Plan und von wem genau wurden die dwellos aufgestellt und zueinander positioniert? 2. Ist geplant, die dwellos vor dem Sommer nochmals zu bewegen, geeignetere Stellen in der Innenstadt zu finden, sie zueinander besser zu positionieren und so auch gut nutzbar zu machen? Wenn nein, warum? Wenn ja, durch wen? 3. Wie sieht aus ihrer Sicht eine Lösung für die ‚herumstehenden‘ dwellos aus? Werden Sie sich für eine Lösung und bessere Aufstellung und Nutzung der dwellos stark machen? 4. Auf der Webseite werden die dwellos als ‚klimafreundliche Anfertigung‘ beschrieben. Inwiefern sind Betonteile – in Summe über 14 Tonnen Material die produziert und mit schwerem Gerät bewegt werden mussten - klimafreundlich? 5. Was hat das Projekt in Summe inklusive allem gekostet?“
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„Ich habe noch eine Anfrage, mein Ansprechpartner bleibt Herr Potočnik, es geht um die dwellos. Die Anfrage lautet konkret: ‚Linzer dwellos: Bleiben die so oder greifen wir sie nochmals an?‘ Ich habe den Begriff ‚angreifen‘ weder physisch noch militärisch interpretiert, sondern umgangssprachlich, ob wir mit ihnen noch etwas tun. Nur damit Sie wissen, auf welchem sprachlichen Level ich zu antworten versuche. Zu 1.: Ich kann nur so viel sagen, dass die dwellos durch die CML GmbH in Absprache mit den jeweiligen Geschäftsbereichen aufgestellt wurden. Zu 2.: Diese Frage wir erst beantwortbar sein, wenn heute ein Beschluss gefasst wird. Derzeit befinden sich die dwellos im Eigentum der CML GmbH deren Liquidierung wir heute diskutieren und eine Entscheidung treffen werden. In Folge eines Beschlusses können wir dann entscheiden wie es weitergeht. Zu 3.: Die CML GmbH ist derzeit Eigentümerin der dwellos. Es sind noch Gespräche offen, aber es macht natürlich Sinn, dass wir diese käuflich erwerben oder ins Eigentum der Stadt bringen. Ich bin auch jederzeit offen etwas zu verändern, es ist ja – wie vieles - nicht in Stein gemeißelt. Zu 4. und 5.: Diese Fragen sind nicht in diesem Zusammenhang zu beantworten, weil sie eine externe Gesellschaft betreffen, die noch nicht aufgelöst ist.“