Anfrage von Gemeinderätin Piovesan an Bürgermeister Prammer betreffend „Hotspot Linz“

5 · Anfrage · 33. Sitzung

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Status:Beantwortet

Zusammenfassung

KI Generiert

Das Hotspot-System in Linz umfasst derzeit rund 100 von der LIWEST betriebene Standorte mit etwa 80 Megabit pro Sekunde im Download und 50 Megabit pro Sekunde im Upload je Standort. Die laufende technische Modernisierung erfolgt durch den Austausch der Modems gegen eine neue Modem- und Router-Lösung; eine Bandbreitenerhöhung hängt vom jeweiligen Standort und Ausbaugrad ab. Beschwerden zum kostenlosen WLAN sind seit der Anmeldung ohne Login selten, beim Bürgerinnenservice gingen seit 1. Jänner 2020 nur sieben Störungsmeldungen und ein Wunsch nach einem neuen Hotspot ein. Vergleichsdaten zu Gratis-WLAN in anderen Landeshauptstädten sind nicht bekannt, und weitergehende technische Entwicklungen wurden zwar vor einigen Jahren diskutiert, aber wegen der Kosten nicht konkretisiert. Die Betriebskosten trägt die LIWEST; Nutzungsdaten liegen vor, am Hauptplatz werden regelmäßig mehr als 3.000 eingeloggte Personen pro Monat verzeichnet.

Schlagwörter (10):hotspot linzgratis-wlaninternetqualitätbandbreitetechnische modernisierungwartungbeschwerdennutzungsdatendigitalisierungkosten
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„Sehr geehrter Herr Bürgermeister, die Stadt Linz hat gemeinsam mit dem Kabelnetzbetreiber LIWEST GmbH, laut Website (https://www.linz.at/hotspot/hotspot-projekt.php) aktuell 149 Hotspot-Standorte im gesamten Stadtgebiet installiert. Die Linzer*innen können hier kostenlos ‚surfen‘. Ergänzend dazu stellt die LINZ LINIEN AG 62 Straßenbahnen mit WLAN zur Verfügung. Organisatorisch wird das Projekt ‚Hotspot Linz‘ von Open Commons Linz, der Stadtkommunikation und LIWEST betreut. Zu Beginn eine Innovation, entspricht die Datenleitung heute bei Weitem nicht mehr den Anforderungen. Bürger*innen berichten, dass die Hotspots im Alltag zu langsam und kaum brauchbar sind. In der Praxis schalten die meisten Nutzer*innen ihr WLAN sofort wieder ab. Damit verfehlt das Angebot mittlerweile seinen Zweck und wird unserem Anspruch, digitale Hauptstadt und Innovationsstandort sein zu wollen, nicht gerecht. In diesem Zusammenhang ersuche ich um die Beantwortung folgender Fragen: 1. Auf welchem technischen Stand (Bandbreite, Ausbaugrad) befindet sich das Hotspot-System Linz aktuell? 2. Wann erfolgte eine Erhöhung der Leistung? Wieviel und was (Art der Investition) wurde in den letzten zehn Jahren in das Projekt ‚Hotspot Linz‘ investiert? Bitte um Benennung und Auflistung der Investitionen und ihrer Wirkung. 3. Wie viele und welche Art von Beschwerden sind in den letzten fünf Jahren zum Thema ‚Hotspot / Internetqualität‘ bei der Stadt eingelangt? 4. Kennen Sie gratis WLAN-Angebote und deren Leistungsfähigkeit und deren Verbreitung aus anderen Landeshauptstädten? Wenn ja, gibt es Vergleichsdaten mit Linz? 5. Gibt es kurzfristig und mittelfristig konkrete Pläne, das Hotspot-System in Linz im Laufe der nächsten fünf Jahre zu modernisieren (zum Beispiel Glasfaseranbindung, 5G-Integration, höhere Bandbreiten, zeitgemäße Sicherheitseinstellungen)? Falls ja: Wann und in welchem Umfang? Falls nein: Warum nicht? 6. Wie hoch sind die jährlichen Kosten (2020-2025) für Betrieb und Wartung der Linzer Hotspots? Und wer trägt die Kosten dafür? 7. Gibt es Daten zur Nutzung der Hotspots? (Anzahl der User*innen, Spitzenzeiten, Datenverbrauch et cetera) Mit der Bitte um Beantwortung.“
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Zu 1.: Mit der derzeit eingesetzten Technik stehen je Hotspot-Standort circa 80 Megabit pro Sekunde im Download und 50 Megabit pro Sekunde im Upload zur Verfügung. Das sind derzeit etwa 100 Standorte, die von der LIWEST betrieben werden. Zu 2.: Die LIWEST führt aktuell gerade ein technisches Upgrade durch, bei dem die bestehenden Modems auf eine neue Modem-und-Router-Lösung getauscht werden. Eine Bandbreitenerhöhung ist dabei immer vom Standort und vom Ausbaugrad des jeweiligen Anschlusses abhängig. Die laufende Wartung und Instandhaltung der Hotspot-Standorte durch die LIWEST beinhaltet auch immer den Austausch defekter Geräte und die laufende Aktualisierung der technischen Lösung. Über alle bislang getätigten Wartungsarbeiten kann von LIWEST keine Auskunft gegeben werden. Zu 3.: Seitdem keine Anmeldung mehr beim Hotspot notwendig ist, gibt es hierzu auf Nachfrage bei LIWEST kaum Beschwerden oder Anfragen. Lediglich technische Probleme werden direkt bei der LIWEST ein­gemeldet. Pro Jahr sind das weniger als zehn Beschwerden. Beim Bürger*innenservice der Stadt Linz gingen seit 1. Jänner 2020 insgesamt nur sieben Beschwerden zum Thema ‚Störungen‘ und einmal ein Wunsch zu einem neuen Hotspot ein. Seit 1. Jänner 2024, als die Agenden des Open Commons Teams aus der Informations- und Kommunikationstechnologie (IKT) Linz übernommen wurden, ist beim Innovationshauptplatz der Stadt Linz nur eine Anregung eingegangen. Dabei ging es darum, dass bei den Hotspots noch das alte Linz-Logo beim Aufruf auf dem Smartphone zu sehen war. Zu 4.: Nein, derartige Vergleiche sind uns nicht bekannt. Zu 5.: Die laufende Aktualisierung der Hardware erfolgt seitens der LIWEST im Rahmen der Wartung und Instandhaltung. Weiterführende technische Entwicklungen zur Bereitstellung von höheren Geschwindigkeiten wurden vor ein paar Jahren bereits diskutiert, aber nie konkretisiert, da dies zu erheblichen Kosten für die Stadt Linz geführt hätte. Zu 6.: Sämtliche Kosten dafür werden von der LIWEST getragen und dazu liegen uns keine gesonderten Aufzeichnungen vor. Zu 7.: Ja, solche Daten gibt es. Der Standort am Hauptplatz ist beispielsweise mit regelmäßig mehr als 3.000 eingeloggten Userinnen und Usern pro Monat der am stärksten genutzte Standort.