Anfrage von Gemeinderat Potocnik an die geschäftsführende Vizebürgermeisterin Hörzing betreffend 'Innovationshauptplatz - Kosten und Evaluierung'

5 · Anfrage · 24. Sitzung

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Status:Beantwortet

Zusammenfassung

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Der Innovationshauptplatz in Linz steht wegen hoher Kosten und unklarer Wirkung im Fokus. Eine externe Evaluierung wurde bisher nicht durchgeführt; stattdessen sind eine Wirkungsmessung einzelner Projekte an der Fachhochschule Oberösterreich frühestens ab dem Sommersemester 2025 und eine Masterarbeit zu einem Projekt in Ausarbeitung. Eine Befragung der Nutzerinnen und Nutzer über die Beteiligungsplattform fand nicht statt, weil die technische Umgebung 2024 auf Go Vocal umgestellt wurde und sich die registrierte Nutzerzahl nach Neuregistrierung und Löschung inaktiver Accounts auf 1.795 aktive und interessierte Personen reduzierte. Die Kosten des Innovationshauptplatzes beliefen sich 2023 auf rund 460.461 Euro und 2024 bislang auf 301.166 Euro; seit Jänner 2023 wurden 80 unterschiedliche externe Firmen, Büros oder Berater mit insgesamt 180.262 Euro beauftragt, die fünf meistbeauftragten mit zusammen 40.939 Euro.

Schlagwörter (10):innovationshauptplatzevaluierungpartizipationsplattformbürgerbeteiligungkostenwirtschaftsförderungdigitalisierungprojektvergabeexterne beratungfinanzen
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„Sehr geehrte Frau Vizebürgermeisterin, der ‚Innovationshauptplatz‘ hat kürzlich sein 5‑jähriges Bestehen gefeiert. Leider sind die Kosten für diese Einrichtung sehr hoch und die Wirkung für die Stadt Linz bleibt fraglich. 1. ln meiner letzten Anfrage vom Januar 2023 hat der ehemalige Bürgermeister Klaus Luger eine externe Evaluierung angekündigt. Wann findet diese statt und durch welches Institut? Wenn es bereits ein Ergebnis gibt, wurde dieses veröffentlicht? Wenn nicht, warum nicht? Wenn es ein Ergebnis gibt, bitte um schriftliche Bekanntmachung der gesamten Studie. 2. Auch wurde für 2024 eine Befragung der User:innen über die Beteiligungsplattform angekündigt. Ist diese erfolgt? Was ist das Ergebnis? Wurde dieses veröffentlicht? Wenn nicht, warum nicht? 3. Wie hoch sind die Kosten des Innovationshauptplatzes im Jahr 2023 und 2024 (bis jetzt)? 4. Wie viele Projekte wurden seit Januar 2023 extern vergeben? Wie viele unterschiedliche Firmen/Büros/Berater waren Auftragnehmer*innen und wie hoch sind die Ausgaben dafür? Gibt es externe Firmen, die immer wieder beauftragt wurden? Wenn ja, wie hoch ist das Auftragsvolumen der fünf meistbeauftragten Firmen, jeweils einzeln, gereiht? Mit der Bitte um Beantwortung.“
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Zu 1.: Es hat bisher noch keine externe Evaluierung des Innovationshauptplatzes an sich gegeben. Grundsätzlich besteht aber die Bereitschaft an der Fachhochschule Oberösterreich eine Wirkungsmessung für einzelne Projekte durchzuführen, dies ist frühestens wieder ab dem Sommersemester 2025 möglich. An der Fachhochschule Oberösterreich ist derzeit eine Masterarbeit eines Projektes am Innovationshauptplatz in Ausarbeitung, es liegt aber noch kein Ergebnis vor. Im Zuge der Analysephase zum Wirtschafts- und Innovationsprogramm neu wurden aber im ersten Halbjahr 2024 Interviews mit Steakholdern geführt. Diese Vorarbeit fließt in die Erarbeitung des neuen Wirtschafts- und Innovationsprogramm ein, das derzeit in Ausarbeitung ist. Zu 2.: Eine Befragung der User*innen ist nicht erfolgt. Hintergrund ist, dass im Jänner 2024 die technische Umgebung der Partizipationsplattform https://partizipation.linz.at auf Go Vocal, vormals CitizenLab, geändert wurde, da die von Juni 2022 bis Dezember 2023 eingesetzte technische Umgebung nicht zufriedenstellend für eine transparente und offene Bürger*innenbeteiligung war. Im Zuge dieser Umstellung wurde aus Datenschutzgründen die bis Ende 2023 registrierten User*innen über die Löschung ihrer Accounts und die nötige Neuregistrierung informiert. Damit hat sich die auf der Plattform ersichtliche User*innenzahl von teilweise inaktiven 7.700 mit Ende Dezember 2023 auf derzeit aktive und interessierte 1.795 Nutzer*innen (Stand: 24. September 2024) reduziert. Die monatlich verschickten Newsletter an die registrierten Nutzer*innen weisen eine Öffnungsrate von 40 bis 57 Prozent auf. Zu 3.: Im Jahr 2023 beliefen sich die Kosten auf rund 460.461 Euro und im Jahr 2024 bislang auf 301.166 Euro. Zu Frage 4.: Es wurden keine Projekte vergeben. Die Projektleitungen am Innovationshauptplatz liegen zu 100 Prozent bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Innovationshauptplatzes (Bereich Innovation und Partizipation in der Abteilung Wirtschaft, Innovation, Klimaschutz und EU). Seit Jänner 2023 wurden vom Innovationshauptplatz insgesamt 80 unterschiedliche Firmen, Büros oder Berater in Höhe von insgesamt 180.262 Euro beauftragt. Ja, es gibt externe Firmen, die immer wieder beauftragt wurden. Das Auftragsvolumen der vom Innovationshauptplatz fünf meist beauftragten Firmen in den Jahren 2023 und 2024 beträgt in Summe 40.939 Euro. Auftragnehmer 1: 19.654 Euro Auftragnehmer 2: 10.980 Euro Auftragnehmer 3: 6.842 Euro Auftragnehmer 4: 2.103 Euro Auftragnehmer 5: 1.360 Euro Dazu möchte ich noch festhalten, dass Unternehmen der Unternehmensgruppe Linz nicht zu diesen externen Firmen bzw. Büros oder Beraterin zählen.