Friedenserklärung der Stadt Linz 2023
D 1 · Stadtsenatsantrag · 16. Sitzung
Zusammenfassung
KI GeneriertDie Friedenserklärung der Stadt Linz 2023 wurde als politisches Bekenntnis der Friedensstadt verabschiedet. Sie soll als Leitfaden für Friedensmaßnahmen, Klimaschutz und demokratische Prozesse dienen und die Arbeit des Gemeinderates orientieren. Inhaltlich bezieht sie sich auf den Krieg in der Ukraine, die Aufnahme und Integration von Geflüchteten sowie auf öffentliche Friedensarbeit in Österreich. Außerdem betont sie Klimaschutz, nachhaltige Entwicklung, Bürgerbeteiligung und eine stärkere Einbindung der Bevölkerung in kommunale Entscheidungsprozesse. Die Erklärung wurde mit Stimmenmehrheit angenommen; einzelne Mandatarinnen enthielten sich mit dem Hinweis auf den Wunsch nach einer breiteren Erarbeitung und einer zeitgemäßeren Ausgestaltung.
AntragstextEinblendenAusblenden
BeschlussformelEinblendenAusblenden
Wortmeldungen (3)EinblendenAusblenden
Herzlich willkommen, sehr geehrte Damen und Herren, werte Zuseher*innen. Wir finden es großartig, dass Linz eine Friedensstadt ist, gerade heute, in Zeiten, die sehr konfliktreich sind. Wie der Herr Bürgermeister schon erwähnt hat, geht diese Initiative auf den früheren Bürgermeister Herrn Hugo Schanovsky zurück, der selbst die Erfahrung machen musste und in der Zeit des Nationalsozialismus selbst im Krieg gewesen ist. Als Hugo Schanovsky Bürgermeister war, war Linz eine dreckige Industriestadt und hat sich seither, glaube ich, sehr gut entwickelt und verändert. So wie sich die Stadt verändert hat, können sich auch Traditionen und Prozesse ändern. Ich möchte mich in dieser Situation auch bei allen bedanken, die diese Traditionen aufrechterhalten, und diese Initiative tragen und gestalten. Ich finde aber, dass wir daran denken sollten, diese Friedenserklärung ins einundzwanzigste Jahrhundert zu holen. Ich sehe es als einen Beitrag von uns als einer neuen Kraft, diese Tradition zu hinterfragen. Ich habe meine Zweifel, ob es hier wirklich eine gelebte, ernsthafte Auseinandersetzung gibt, oder ob diese Tradition nicht ein bisschen eine anachronistische, aus der Zeit gefallene Tradition ist, die eine Neubelebung bräuchte. Wir sind jedenfalls der Meinung, dass dieser Prozess eine Neubelebung bräuchte, und darum werden wir uns in diesem Punkt enthalten. Schlussendlich möchte ich noch eine Bibelstelle für den Gemeinderat adaptieren. Ein gewisser Johannes hat einmal gesagt: „An den Taten werdet Ihr sie messen.“ In diesem Sinn möchte ich sagen, dass allein der Beschluss einer Erklärung uns nicht in den Himmel bringen wird, sondern es gilt, die Konsequenz für die größeren und kleineren Entscheidungen hier im Gemeinderat zu ziehen. Danke schön.
Sehr geehrter Herr Bürgermeister, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, sehr geehrte Autorinnen und Autoren der Friedenserklärung und liebe Menschen, die heute via Livestream dabei sind. Die derzeitige Form der Friedenserklärung und deren Erstellung wirken auf uns wie ein Ritual, welches wir jährlich abarbeiten. Verstehen Sie uns nicht falsch, wir wünschen uns die Linzer Friedenserklärung als lebendiges Instrument, welches sich mit globalen Entwicklungen beschäftigt und gleichzeitig die konkreten Maßnahmen der Gestaltung auf kommunaler Ebene aufzeigt. Aus unserer Sicht sollte es uns die Friedenserklärung Wert sein, einen breiteren Erarbeitungsprozess zu starten und auch die Bevölkerung stärker miteinzubinden. Damit wäre die Friedenserklärung mehr in das Bewusstsein der Linzerinnen und Linzer geholt. Wir enthalten uns bei diesem Antrag.
Ich bedanke mich bei allen, die zustimmen. Ganz besonders bedanke ich mich, noch einmal bei der Friedensinitiative und bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Geschäftsbereiches Kultur und Bildung, die hier, wie alljährlich, eine gute Arbeit geleistet haben.
Abstimmungsergebnis
Ergebnis: angenommen
Der Antrag wird bei Stimmenthaltung von Gemeinderätin Schachner von MFG und der LinzPlus-Fraktion (2) sowie Gemeinderat Brandstetter, WANDEL mit Stimmenmehrheit angenommen.