Gewährung einer Subvention an die Israelitische Kultusgemeinde Linz (Errichtung von 116 Grabtafeln am Jüdischen Friedhof); 60.000 Euro, aufgeteilt auf die Rechnungsjahre 2026 und 2027
E 1 · Stadtsenatsantrag · 36. Sitzung
Zusammenfassung
KI GeneriertGenehmigt wurde eine Förderung von maximal 60.000 Euro an die Israelitische Kultusgemeinde Linz für die Errichtung von 116 Grabtafeln am jüdischen Friedhof in der Lastenstraße. Die Tafeln sollen zerstörte Gräber aus dem Zweiten Weltkrieg sichtbar machen, weil jüdische Gräber nicht aufgelöst werden dürfen. Für das Vorhaben liegen bereits Zusagen des Landes und der voestalpine vor; die Stadt beteiligt sich an den Kosten in zwei Jahresraten 2026 und 2027. Die Auszahlung erfolgt nach Vorlage des Verwendungsnachweises und unter Einhaltung der Förderungsrichtlinien. Der Beschluss wurde einstimmig angenommen.
AntragstextEinblendenAusblenden
BeschlussformelEinblendenAusblenden
Wortmeldungen (1)EinblendenAusblenden
Danke, sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen, lieber Herr Bürgermeister, ja, dafür übernehmen wir Mitverantwortung, stimmen also zu. Denn die winzige jüdische Community in Oberösterreich, es sind ungefähr 50 Menschen meines Wissens, soll und kann nicht die Schäden, die im Zweiten Weltkrieg und im Holocaust an ihrem Friedhof in Linz entstanden sind, tragen. Die Beteiligung der Stadt Linz scheint uns angemessen. Grundlage für diesen zweiten großen wichtigen Schritt beim jüdischen Friedhof in Linz war die von mir 2018 angestoßene Instandsetzung. Der Friedhof war nach Jahrzehnten der Untätigkeit nicht mehr sicher zu begehen. Im Winter 2022 war es dann so weit. Der Friedhof wurde mit Bundesgeldern saniert und übergeben. Die Stadt übernahm für 20 Jahre die Pflege. Ab da begann die Entwicklung dieses Projekts - der Ersatz von zerstörten Grabtafeln durch zeitgenössische Stahlplatten, künstlerisch begleitet von Andreas Strauss, der in diesem Umfeld schon viel Erfahrung hat. Wir begrüßen diesen Schritt und die Zusammenarbeit von Land Oberösterreich, voestalpine, privaten Sponsoren - unseres Wissens ein Bauunternehmen - und unserer Stadt. Wir hoffen, dass der Friedhof, das habe ich auch damals schon gesagt, wieder geöffnet wird oder leichter zu besuchen ist und dadurch die Allgemeinheit auch ein bisschen mehr von dieser Sanierung und Instandsetzung hat.
Abstimmungsergebnis
Ergebnis: angenommen
Der Antrag wird einstimmig angenommen.