Willkommen auf der Amtstafel - Service für Bürger*innen erhöhen
K 8 · Fraktionsantrag · 37. Sitzung des Gemeinderates der Landeshauptstadt Linz
Ergebnis:abgelehnt
Zusammenfassung
KI GeneriertGefordert wird eine benutzerfreundlichere und barrierefreie digitale Amtstafel für Linz. Die Suche nach Kundmachungen soll durch klarere Erklärungen, intuitivere Navigation und bessere Kategorien übersichtlicher werden. Zusätzlich soll eine automatische Benachrichtigung per Newsletter über wichtige Kundmachungen möglich sein, idealerweise bezogen auf ein zuvor eingegrenztes Viertel. Rechtlich relevante Informationen zu Bauvorhaben, öffentlichen Ausschreibungen und Verordnungen sollen auch nach Ablauf der Mindestfristen digital archiviert bleiben. Der Antrag wurde mehrheitlich abgelehnt.
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Danke Frau Vizebürgermeisterin, ich habe mir das selbst angeschaut. Die Amtstafel hat die Funktion, dass man sucht, wenn man etwas braucht oder sich für etwas interessiert. Das sind einzelne Personen. Grundsätzlich sehe ich die Homepage der Stadt Linz als sehr serviceorientiert. Ich glaube, Bürger*innen finden dort, was sie suchen oder brauchen. Die Such- und Filterfunktion bei der Amtstafel existiert und ist barrierefrei. Ich denke das ist sehr wichtig. Sie entspricht auch den vorgegebenen Standards des Statuts der Stadt Linz und des Landes Oberösterreichs. Wir sehen keinen zusätzlichen Handlungsbedarf. Deswegen wird sich die SPÖ-Fraktion enthalten.
Danke sehr, mir ist bewusst, dass der Antrag auf den ersten Blick nicht so ‚sexy‘ ist. Aus unserer jahrelangen Erfahrung mit Bürger*innen und -initiativen, die plötzlich von Planungen überrumpelt werden, wissen wir, dass viele die Amtstafel überhaupt nicht kennen. Man müsste wirklich wöchentlich ins Neue Rathaus oder auf die Seite gehen, um nachzusehen, was neu ist und ob im eigenen Viertel oder der Nachbarschaft ein Bau passiert. Genau deswegen erheben viele Leute keine Einwände. Wenn es bei diesem Antrag eine Ablehnung gibt, drängt sich bei mir der Eindruck auf, dass man ihn blockiert oder ablehnt, weil man gar nicht will, dass Leute informiert werden. Das soll möglichst diskret unter dem Radar und auf einem Minimalstandard passieren. Das aktuellste Beispiel, das mir dazu einfällt, ist die geplante Bebauungsplanänderung ‚Am Teich‘ beim Auberg. Die Menschen dort hätten Einwände bringen können. Sie wussten aber gar nicht, dass vor ihrer Nase etwas gebaut wird und wurden darüber nicht einmal informiert. Deshalb stellen sich für mich grundsätzliche Fragen: Wollen wir eine Stadt sein, die so agiert und ihre Bürger*innen gar nicht informiert? Haben Sie wirklich kein Interesse daran, offen, proaktiv und serviceorientiert mit Bürger*innen zu kommunizieren? Was hier von uns vorgeschlagen wird, ist keine große Reform. Es ist in einem überschaubaren Rahmen. Ich glaube, man könnte das, was wir verlangen, ganz leicht in ein bis zwei Arbeitsstagen umsetzen. Der Newsletter wäre wirklich ein Mehrwert, den sonst keine andere Stadt in Österreich hat. Wir als unabhängige Bürger*innenliste wollen jedenfalls nicht, dass solche Dinge möglichst diskret und unter dem Radar der Öffentlichkeit ablaufen. Wir wollen, dass die Stadt Bürger*innenfreundlich und serviceorientiert agiert. Deshalb sollte selbstverständlich sein, dass wir unsere Verwaltungsarbeit laufend verbessern. Danke, ich freue mich trotzdem auf Zustimmung.
Abstimmungsergebnis
Ergebnis: abgelehnt
Der Antrag wird mehrheitlich abgelehnt. Enthaltung: SPÖ (22), ÖVP (9), FPÖ (9)