Nord-Süd-Radachse Innenstadt - zur Entlastung der Radinfrastruktur
P 10 · Fraktionsantrag · 22. Sitzung
Zusammenfassung
KI GeneriertBeschlossen wurde die Ausarbeitung einer Radweg-Verbindung zwischen Bulgariplatz und Nibelungenbrücke als Nord-Süd-Achse durch Dametz- und Humboldtstraße. Die Route soll die Innenstadt von der bestehenden Radinfrastruktur entlasten, die Anbindung an Landstraße, Donau und südliche Stadtteile verbessern und barrierefreie Wechsel zwischen Radverkehr und zentralem Stadtraum ermöglichen. Begründet wird die Lösung mit der hohen Verkehrsbelastung, engen Gehsteigen, schwierigen Kreuzungen sowie Lärm- und Emissionsbelastungen in diesem Bereich. Zusätzlich sollen die Anforderungen für Fußverkehr, Aufenthaltsqualität, Geschäftsumfeld und eine mögliche Busspur berücksichtigt werden. Bis zur vollständigen Planung und Umsetzung soll eine temporäre Lösung ausgearbeitet und umgesetzt werden; die Kosten sind durch Umschichtung im Budget zu bedecken.
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Danke Frau Vizebürgermeister, wir finden auch, dass das ein sehr wichtiges Thema ist, nicht umsonst haben wir daher den Kollegen Clemens Brandstetter bei diesem Antrag unterstützt. Es handelt sich um eine Riesenchance, dort etwas umzusetzen, man muss das Stadtzentrum in die Breite bringen, um den Hessenplatz anbinden zu können etc. Die Lebensqualität entlang dieser Transversale soll aufgewertet werden und den schwachen Verkehrsteilnehmer*innen soll Raum zurückgegeben werden. Nachdem es in Vorgesprächen schon eine avisierte Zustimmung für eine Zuweisung an den Ausschuss für Mobilität und Verkehr gibt, beantrage ich diese jetzt.
Vielen Dank Frau Vizebürgermeisterin, danke an Clemens Brandstetter für diesen Antrag. Wir sehen das auch so. Der Antrag beschreibt völlig richtig, wo diese Nord-Süd-Radroute/Radachse in Linz hingehört. Das ist eben dort. Die schnellen Gegeneinbahnen, die es in der Innenstadt gibt, passen nicht mehr in diese Zeit und bereiten Fußgänger*innen, Radfahrer*innen, Bewohner*innen und Anderen, die sich dort aufhalten, ziemliche Probleme. Die Humboldtstraße ist praktisch - mit Ausnahme des motorisierten Individualverkehrs - für niemanden benutzbar. Das weiß jede*r, der/die einmal auf dem rund 1,5 Meter breiten oder eigentlich schmalen Gehsteig mit Kindern oder Kinderwagen zum Beispiel zum dortigen Kindergarten gegangen ist. Insofern ist es nur zu begrüßen, wenn z. B. in diesem Straßenzug, genau wie auch im entgegengesetzten Straßenzug - Dinghoferstraße und Elisabethstraße - als Sofortmaßnahme nur mehr auf maximal zwei Autospuren gefahren wird, statt wie bisher auf drei. Dann hätte man beispielsweise rechts Platz für einen Mehrzweckstreifen für die Radfahrer*innen und links eine mit Pollern abgesicherte Sperrfläche vor dem Gehsteig für den Schutz der Fußgänger*innen. Denn der Zustand dort ist einfach untragbar. Auch an den Kreuzungen mit diesen Querstraßen dürften eigentlich nur mehr zwei Fahrspuren sein. Das wäre wirklich ein wesentlicher Beitrag für eine Verkehrsberuhigung in der Innenstadt sowie natürlich auch für eine wesentliche Verbesserung der Radinfrastruktur im Sinne der vorher beschlossenen Fahrradstrategie. Deshalb werden wir einer Zuweisung zustimmen und dem Antrag im engeren Sinn natürlich auch. Danke.
Das ist jetzt kein neues Thema, wir haben nicht nur heute schon darüber gesprochen, sondern schon vielfach. Nicht nur in Bezug auf eine Radverbindung, sondern der Kollege Lorenz Potocnik, argumentiert eher in Richtung eines Boulevards. Dass eine Verbesserung nötig ist, liegt auf der Hand. Wir haben eine sehr starke Verkehrsbelastung im Bereich Dametzstraße/Humboldtstraße. Durch den starken Verkehr entsteht natürlich auch eine massive Barrierewirkung - das Problem ist bekannt. Zusätzlich zum motorisierten Individualverkehr haben wir auch einen sehr starken Busverkehr, also eine massive Frequenz - darüber haben wir auch im Ausschuss schon gesprochen. Bis zur Eröffnung des Westrings, wo dann sicherlich eine Entlastungswirkung auch für diesen Straßenzug kommt, ist zur Kenntnis zu nehmen, dass hier viel Verkehr ist. Ich glaube auf jeden Fall trotzdem, dass man sich die Straßenbreiten anschauen kann. Wir sind von der Breite her zu sehr überdimensioniert, um der sanften Mobilität auch etwas mehr widmen zu können. Die Frage ist nur, ob man auf den Fußgänger*innenverkehr oder den Radverkehr setzt oder auf beides. Schauen wir uns das einfach im Ausschuss an, ich kann diese Zuweisung mittragen. Reden wir fachlich darüber reden und tauschen wir die unterschiedlichen Positionen noch einmal aus. Die Zuweisung geht klar.
Vielen Dank für die Wortmeldungen, auch an diesem Punkt noch einmal ein herzliches Dankeschön an dich, Markus Rabengruber, dass du dich inhaltlich in diese Diskussion eingebracht hast. Ich weiß nun, was das Wort Transversale bedeutet, und gehe anders durch die Stadt. Danke auch an Herrn Michael Roth-Schmida, ich glaube, dass eine Verkehrsberuhigung oder eine Umgestaltung dieser Straße, wie du richtig gesagt hast, auch für die umliegende Gegend sehr viele positive Nebeneffekte haben würde. In dieser Straße ist sehr viel möglich. Ich glaube auch, dass wir die Busspur und den öffentlichen Verkehr in dieser Gegend, mit diesem Projekt stärken können. Ich freue mich über deine Zusage Kollege Hajart, dass wir das offen und frei im Kopf diskutieren. Darauf freue ich mich, danke schön.
Abstimmungsergebnis
Ergebnis: angenommen
Die Zuweisung des Antrages an den Ausschuss für Mobilität und Verkehr wird mehrstimmig angenommen. Enthaltung: FPÖ (9)