Antrag für einen unverzüglichen Bericht gem. § 12 Abs. 3 GOGR zum zugewiesenen Gemeinderatsantrag „Implementierung einer klaren Struktur und Leitung für das Stadtmarketing in Linz“ vom 25. Jänner 2024

F 2 · Ausschussantrag · 38. Sitzung des Gemeinderates der Landeshauptstadt Linz

Berichterstatter:

Ausschuss:Ausschuss für Wirtschaft, Innovation und Finanzen

Ergebnis:angenommen

Zusammenfassung

KI Generiert

Der Bericht zum Stadtmarketing in Linz beschreibt die Suche nach einer klaren Struktur und Leitung für die Marken- und Marketingaufgaben der Stadt. Ausgangspunkt war die Frage, wie Stadtkommunikation, Wirtschaft, Innovation, Klimaschutz und EU, Linz Tourismus und der Linzer City Ring ihre Rollen künftig abgrenzen und koordinieren. Im Verlauf wurden die bestehende Markenstrategie, die Aufteilung der Aufgaben nach der Auflösung des früheren City Managements sowie die Einbindung wirtschaftsrelevanter Akteurinnen und externer Expertise wie der Stadtmanufaktur aus Hamburg behandelt. Auch das Leerflächenmanagement wurde als Diskussionspunkt genannt, später aber dem Standortmanagement zugeordnet. Der Bericht wurde zur Kenntnis genommen; zugleich läuft die Ausarbeitung eines Markenmanagement-Gremiums und weiterer Umsetzungsschritte weiter.

Schlagwörter (10):stadtmarketingmarkenstrategiestadtmarketourismuswirtschaftsförderungkommunikationleerstandsmanagementstandortmanagementstakeholderbeteiligungmarkenmanagement
AntragstextEinblendenAusblenden
Berichterstattung Stadtrat Gegenhuber „Die ÖVP hat mich ersucht, über den aktuellen Stand dieses Antrags zu berichten. Ich starte meinen Bericht mit einer kurzen Reflexion der Reise, die dieser Antrag genommen hat. Es ist vorgesehen, dass ich reflektiere und diskutiere, wie er bisher im Ausschuss behandelt wurde und welcher der aktuelle Stand ist. Der Antrag wurde in der 18. Sitzung am 13. März 2024 zum ersten Mal im Ausschuss für Wirtschaft, Innovation und Verfassung behandelt. Der damalige Bürgermeister Klaus Luger hat die ÖVP sowie alle Fraktionen nach ihrer Erwartungshaltung zu diesem Antrag befragt. Dabei wurde diskutiert, dass die Stadt Linz über eine städtische Kommunikationsabteilung verfügt und wenn man die Stadtmarketingstruktur erweitert, diese in den Wirkungsbereich des Linz Tourismus fällt. Gleichzeitig war auch klar, dass der Linzer City Ring eine Rolle spielen wird. Man hat sich darauf verständigt, den Linzer City Ring und den Tourismusverband Linz dementsprechend einzuladen. Das ist dann in der 19. Sitzung am 15. Mai 2024 passiert. Dort ist bereits klar geworden, dass es unterschiedliche Vorstellungen darüber gibt, was ein Startmarketing umfassen sollte. Während der Antragsteller eine zentrale Stelle zur Bedarfserhebung und Koordination forderte, betonte der damalige Bürgermeister, dass die inhaltliche Basis - durch den Gemeinderatsbeschluss zum Markenprozess - in dieser Form schon existiere. In der Tat sind die Aufgaben des früheren City Managements nach dessen Auflösung unter dem Tourismusverband, dem Linzer City Ring und natürlich der städtischen Abteilung Wirtschaft, Innovation, Klimaschutz und EU (WIKE) aufgeteilt worden. Die Leitung - so war damals das Argument des Startmarketings - liege somit bei der Stadtkommunikation (KOMM) und der Abteilung WIKE. Die Vertreter*innen des Tourismusverbands und des Linzer City Rings zeigten sich offen für eine engere Zusammenarbeit, forderten jedoch eine klare Definition der Prioritäten und Erwartungen an das Stadtmarketing. Linz-Tourismus-Geschäftsführerin Mag.a Marie-Louise Schnurpfeil erklärte, dass der Tourismusverband im Zuge seines neuen Strategieprozesses bereit sei, Aufgabenpakete zu übernehmen. In diesem Zusammenhang war dann das Thema Leerstandsmanagement ein wichtiger Diskussionspunkt. Es gab unterschiedliche Auffassungen, ob Leerstandsmanagement Teil des Stadtmarketings sei oder nicht. Obmann Matthias Wied-Baumgartner vom Linzer City Ring sagte, dass er bei diesem Thema unterstützen könne, aber nicht die Ressourcen für ein umfassendes Leerflächenmanagement besitze. Als Ergebnis der Diskussion wurde ein gemeinsamer Weg vereinbart, dem auch der Antragsteller zugestimmt hat. Zunächst sollte die bestehende Markenstrategie der Stadt Linz überprüft werden, um festzustellen, ob sie noch aktuell ist oder angepasst werden muss. 42 Darauf aufbauend sollte eine klare Aufgabenverteilung zwischen der Stadt, insbesondere der Abteilung WIKE, dem Tourismusverband und dem Linzer City Ring erarbeitet werden. In diesem Prozess sollte definiert werden, wer welche Aufgabe des Stadtmarketings übernimmt und wer als Ansprechpartner*in für jeweilige Themen fungiert. Das Thema Leerflächenmanagement, das in diesem Zusammenhang diskutiert wurde, haben wir mit dem Standortmanagement bereits aufgelöst. Ich erwähne es aber deswegen, weil es auch in der Diskussion vorkam. In der 20. Sitzung am 19. Juni 2024 wurde der Antrag zur Information auf die Tagesordnung genommen, damit Gespräche eingetaktet werden und im Ausschuss laufend darüber berichtet wird. Gemeinderatskollege Thomas Naderer hat angemerkt, dass ein Konzept zu den im vergangenen Ausschuss besprochenen Themen erstellt werden soll. Der Antrag wurde seit 19. Juni 2024 nicht weiter behandelt. Zusätzlich habe ich mir erlaubt, zu erheben, wann der Gemeinderatsantrag ‚Implementierung einer klaren Struktur und Leitung für das Stadtmarketing in Linz‘ seit meinem Dienstantritt im Wirtschaftsausschuss erwähnt wurde. Dies erfolgte in folgenden Sitzungen: Am 20. Mai 2025 hat es unter Punkt ‚Allfälliges‘ ein kleines Statusupdate dazu gegeben. Bei der Nachfrage zum Bearbeitungsstatus seitens ÖVP und noch zu einem anderen Antrag am 10. März in Zusammenhang mit dem Bericht zu den Straßenfesten, habe ich etwas dazu gesagt. Ergänzend zu den Punkten ist mir wichtig, noch zu erwähnen, dass es eine Presseaussendung vom 16. April 2026 mit dem Titel ‚Linz schärft Markenprofil und richtet Strategie neu aus‘ gibt. Dabei wurde öffentlich gemacht, dass sich die Stadtverwaltung mit der Weiterentwicklung der Stadtmarke Linz befasst. Das bezieht sich auf den Prozess, der in Gang ist und zu dem ich dann noch ein paar Worte sagen möchte. Am 3. Februar 2026 gab es einen Workshop mit Begleitung der externen Agentur Stadtmanufaktur aus Hamburg unter Teilnahme der Geschäftsbereiche Magistratsdirektion, Kommunikation und Marketing sowie Büro Stadtregierung. Eine Roadmap zur Ausarbeitung und Evaluierung der Stadtmarke Linz wurde ausgearbeitet und die Einbindung wirtschaftsrelevanter Akteur*innen besprochen. Wie kommen wir zur Agentur Stadtmanufaktur? Das ist eine Agentur, die in Zusammenarbeit mit dem City Ring tätig war. Wir halten es für sinnvoll, wenn ein dementsprechender Austausch stattfindet. Das war eine wichtige Richtung für uns. Die Agentur aus Hamburg hat mehrere Städte in einem solchen Prozess begleitet und die wesentlichen Akteur*innen der Stadtmanufaktur haben selbst auch eigene Erfahrungen zur Gestaltung von Stadtmärkten. Darüber, dass die Stadtmanufaktur einschlägig dafür bekannt ist, kann man sich auf ihrer Webseite informieren. Im Februar und März 2026 fanden durch die Stadtmanufaktur Einzelinterviews mit ausgewählten Stakeholder*innen statt. Zusätzlich wurde am 15. April 2026 zu einem Stakeholder*innen-Workshop seitens Geschäftsbereich Kommunikation (KOMM) eingeladen. Es gab grundsätzlich positive Rückmeldungen. Aber natürlich gibt es, wenn man sich mit dem Thema Stadtmarketing und der Bündelung von Kräften auseinandersetzt, auch verschiedene Positionen. 43 Es stellen sich natürlich Abgrenzungsfragen, inwieweit Akteur*innen eigene Marken vertreten wollen. Wie weit sind alle Akteur*innen bereit, dementsprechende Markenaktivitäten zu koordinieren? Das ist ein längerer Prozess, wo man zusammenfinden muss, um gemeinsam stark aufzutreten. Im jetzigen Prozess arbeitet der Geschäftsbereich Kommunikation an einem Markenmanagement-Gremium und begleitet konkrete Umsetzungsschritte. Wenn diese Prozessschritte weit genug entwickelt sind, werde ich im Ausschuss darüber berichten. Aus meiner Sicht macht es immer dann Sinn, diese Berichte zu machen, wenn dementsprechend genug Material da ist, um eine vertiefte Diskussion führen zu können. Danke.“
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Der Bericht wird zur Kenntnis genommen.
Wortmeldungen (2)EinblendenAusblenden

Herzlichen Dank, vielen Dank für den Zwischenbericht. Einiges davon, was du, Thomas Gegenhuber, am Anfang berichtet hast, ist in unserem Antrag für den unverzüglichen Bericht nachzulesen. Es sind mittlerweile fast zwei Jahre vergangen, seit man sich im Ausschuss intensiver damit beschäftigt hat. Wir haben mittlerweile 2026. Die Intention des Antrags ist, dass echtes Stadtmarketing wichtig für die Stadt ist, und viel Potenzial für die Stadt, die Wirtschaft und unsere Betriebe hat. Danke für deine umfassenden Worte, Thomas. Ich habe bei deiner Ausführung gemerkt, dass es viele Initiativen, viele offene Fragen, viele Prozesse, viele Prozessschritte, alles Mögliche gibt. Aber einen richtigen Überblick habe ich nicht erhalten. Vor allem fehlt der Überblick einer zentralen Stelle, die es in die Hand nimmt und umsetzt. Daher ist unsere Bestärkung, da dranzubleiben, damit wir eine einheitliche Stelle schaffen und mehr Power in das Stadtmarketing reinbringen. Unser Antrag ist heute ein bisschen Erinnerung, um dranzubleiben. Ich bitte euch, bleiben wir dran. Danke.

Ich bedanke mich für die Diskussion. Es ist natürlich immer wichtig, dass man bei offenen Anträgen in Ausschüssen dranbleibt. Das ist vollkommen klar und ein zentrales Thema. Auf einen Punkt möchte ich schon hinweisen: Der Geschäftsbereich KOMM bildet ein Markenmanagement-Gremium. Damit ich das noch einmal in aller Klarheit formuliere, da sind die wesentlichen Stakeholder*innen beteiligt. Das ist natürlich eine Herausforderung. Wir reden mit mehreren Akteur*innen, die eigenständig sind, die wir gemeinsam in eine Richtung bringen wollen. Das ist nichts, das man erzwingen kann. Das geht durch Dialog auf Augenhöhe. Eine gemeinsame Identität, eine gemeinsame Zielrichtung zu entwickeln ist sehr wichtig. Ich glaube, wir sind am richtigen Weg, aber es ist ein längerer Prozess. Ich denke, wenn wir das gemeinsam gut machen, werden wir erfolgreich sein. Kollege Obrovsky, du hast auch noch andere Initiativen angesprochen. Es gibt ja viele schöne Kooperationen, zum Beispiel die Ausstellung ‚Made in Linz‘ im Nordico Stadtmuseum Linz. Das ist eine wunderbare Ausstellung, die, glaube ich, im gesamten Gemeinderatssaal auf viel positive Resonanz stößt. Parallel dazu unterstützen wir die Initiative ‚Made in Linz‘ 44 auch als Wirtschaftsabteilung. Wir beteiligen uns an der Ausstellung und bekommen viel Resonanz von Unternehmen. Das Interesse ist natürlich da, denn wir haben in Linz Exzellenzunternehmen, die Produkte machen, die weltweit bekannt sind. Sie sind für uns teilweise nicht so greifbar, weil es oft Business-to-Business (B2B)-Produkte sind und keine Business-to-Consumer (B2C)-Produkte. Aber wir haben wunderbare Unternehmen. Solche Initiativen, die wir zwischendurch starten, helfen uns genau wieder bei so einem Prozess. Dadurch können wir wieder austesten, wie das ist, wenn wir Hand in Hand mit den Unternehmen gehen, um gemeinsam unternehmerische Exzellenz zu kommunizieren. Sie helfen uns dann auch wieder bei diesem Prozess. Danke.

Abstimmungsergebnis

Beta
Ergebnis:angenommen· 54 von 61 anwesend

Der Bericht wird zur Kenntnis genommen.

Einzelstimmen anzeigen (54)
Nicht anwesend · 7
Dipl.-Ing. Dr. Norbert Obermayrehem. MFG-Mitgl.kam 16:07
Ute KlitschFPÖentschuldigt
Julia MandlmayrGRÜNEentschuldigt
Lucia Straßer-Kreisel MA MEdGRÜNEkam 17:54
Mag.a Helena ZieglerÖVPkam 17:25
Andrea HeimbergerSPÖkam 17:28
Florian KopplerSPÖentschuldigt