Herdprämie stoppen - Kinderbetreuung stärken - Linzer Eltern entlasten - Resolution
K 19 · Fraktionsantrag · 37. Sitzung des Gemeinderates der Landeshauptstadt Linz
Ergebnis:angenommen
Zusammenfassung
KI GeneriertGefordert wird die Streichung des oberösterreichischen Kinderbetreuungsbonus, der 80 Euro pro Monat für die Nichtnutzung von Kinderbildungs- und Betreuungseinrichtungen vorsieht. Begründet wird dies mit einer Fehlsteuerung, weil Familien mit Bedarf an Betreuung, verlässlichen Öffnungszeiten, Personal und leistbarer Nachmittagsbetreuung stärker entlastet werden sollen. Die frei werdenden Mittel sollen in den Ausbau von Plätzen, Qualitätsmaßnahmen, eine Personaloffensive und die beitragsfreie Nachmittagsbetreuung ab 13 Uhr in Kindergärten und Krabbelstuben fließen. Außerdem soll die Landespolitik öffentliche Mittel nicht mehr für die Nichtnutzung von Betreuung einsetzen. Die Resolution wurde mehrheitlich angenommen; die ÖVP enthielt sich, die FPÖ stimmte dagegen.
AntragstextEinblendenAusblenden
BeschlussformelEinblendenAusblenden
Wortmeldungen (1)EinblendenAusblenden
Meine sehr geehrten Damen und Herren, Herr Burgstaller, ich hätte Sie anders eingeschätzt. Ich wusste nicht, dass Sie es für notwendig befinden, für ihren Antrag einen abwertenden politischen Kampfbegriff wie ‚Herdprämie‘ verwenden zu müssen. 149 Das ist ein polemisches Schlagwort, dass die Kindererziehung der Eltern, die Betreuung der Kinder abwertet, als würden sie halt daheim am Ofen stehen. Das ist eigentlich eine Diffamierung der Erziehungsarbeit von Eltern. (Beifall) Sie können zu diesem Kinderbetreuungsbonus stehen, wie Sie wollen, aber ich glaube, so müssen Sie sich nicht artikulieren. Für uns steht klar im Mittelpunkt, dass Familien echte Wahlfreiheit brauchen. Es darf nicht sein, dass Eltern durch politische Entscheidungen in eine bestimmte Betreuungsform gedrängt werden. Ob Kinder zu Hause betreut werden oder sie eine institutionelle Einrichtung besuchen, muss eine freie Entscheidung der Familien sein. Daher lehnen wir eine Abschaffung des Kinderbetreuungsbonus klar ab. Gleichzeitig ist es unsere - sehr wichtige - Aufgabe, den Ausbau qualitativ hochwertiger Angebote für Kinderbetreuung zu schaffen. Es geht nicht um ein Entweder-oder, sondern um ein Sowohl-als-auch und um Unterstützung für Familien zu Hause sowie ein starkes Angebot an Kinderbetreuung außer Haus - für Eltern, die diese wirklich benötigen. Nur so schaffen wir faire Rahmenbedingungen und eine echte Wahlfreiheit für Familien.“},{
Abstimmungsergebnis
Ergebnis: angenommen
Der Antrag wird mehrheitlich angenommen. Enthaltung: ÖVP (9) Gegenstimme: FPÖ (9)