Linzer Studie zum Wohnraumbedarf
L 11 · Fraktionsantrag · 13. Sitzung
Zusammenfassung
KI GeneriertGeprüft werden sollte eine Linzer Wohnraumstudie, um den tatsächlichen Wohnraumbedarf der Stadt wissenschaftlich zu klären. Im Mittelpunkt standen Fragen nach benötigten Wohnungstypen, Zielgruppen, Leerständen und mobilisierbaren Wohnungen sowie nach den Folgen des Wachstums und möglicher Abwanderung in den Speckgürtel. Als Begründung wurde angeführt, dass für eine langfristige Wohnbau- und Stadtplanung eine breitere, qualitative Datengrundlage nötig sei und dafür Universitäten, Forschungsinstitute, Wohnbauträger und städtische Stellen zusammenarbeiten sollten. Befürwortende Wortmeldungen sahen darin eine sinnvolle fachliche Basis, während andere auf bereits vorhandene Statistiken und Daten verwiesen. Der Stadtsenat sollte die Studie beauftragen und das Ergebnis dem Gemeinderat vorlegen; der Vorstoß wurde jedoch mit Stimmenmehrheit abgelehnt.
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Wortmeldungen (3)EinblendenAusblenden
Vielen Dank, es ist super, dass Linz wächst und es ist auch kein Geheimnis, dass wir seit Anfang des Jahres knapp 212.000 Einwohner haben. Letztes Jahr sind 2.800 Personen nach Linz gezogen, die brauchen natürlich Wohnraum. Ich will auch niemandem unterstellen, dass wir einen Blindflug haben, was die Schaffung von Wohnraum in Linz betrifft, ich bin aber auch bei dir Gemeinderat Potočnik, dass es Sinn macht, sich die Bedarfe einerseits aus betriebswirtschaftlicher Sicht, was die Leerstände betrifft, einmal anzuschauen, aber auch um gezielt für unterschiedliche Zielgruppen attraktiv zu sein. Welche Datenbasis und welche Informationen man einholt, muss man sich sicher genau anschauen. Dafür gibt es Experten, wie du erwähnt hast, die hier sicher gut unterstützen können. Alles in allem unterstützen wir die Forderung und stimmen gerne zu.
Sehr geehrter Herr Bürgermeister, werte Kolleginnen und Kollegen, wir sehen hier keinen der Beteiligten in einem Blindflug. Zahlen zum Wohnbedarf gibt es sehr wohl und es wird hier auch entsprechend agiert. Einerseits sind das statistische Zahlen, sei es jetzt die Bevölkerungsentwicklung der Stadt Linz, die die Frau Kollegin Langbauer schon erwähnt hat oder auch Statistik Austria, die den Wohnraumbedarf in ganz Österreich oder auch die Bevölkerungsentwicklung mit den Geburtenraten oder mit der Anzahl der älteren Personen regelmäßig berechnet. Diese Daten bieten einen Überblick darüber, für welche Personen wir in Zukunft wieviel Wohnraum brauchen werden. Darüber hinaus wissen auch die Wohnbauträger, wenn sie ihre Projekte errichten, was bei ihnen nachgefragt wird. Die bauen bei einem Neubau ja auch nicht im Blindflug einfach beliebige Anzahlen von beliebigen Wohnungen, sondern wissen ob Zwei-, Drei- oder Vierraumwohnungen in welcher Größe nachgefragt werden. Dementsprechend planen sie dann die Wohnungsanzahl für ihren Neubau. Dazu kommt noch das Land Oberösterreich, das mit seiner Wohnbauförderung hier auch Größen und Anzahl vorgibt und über Oberösterreich gesammelt, die Zahlen der Wohnungssuchenden mit Brutto- und Nettowerten berechnet auch für Linz ausgibt. Deshalb ist meine Fraktion der Meinung, dass wir hier ausreichend Zahlenmaterial haben, um entsprechend Wohnbau zu errichten, wie sie die Linzer Bevölkerung braucht. Wir werden uns bei diesem Antrag enthalten.
Sehr geehrte Damen und Herren, vielen Dank für diesen Antrag. Ich denke, dass der Antrag die richtigen Fragen stellt, in die richtige Richtung weist und von Seiten der Stadt Linz auch umsetzbar ist. Wir werden diesem Antrag auf jeden Fall zustimmen. In Richtung der Kollegin Wessela würde ich gern sagen, dass es sicher in einigen Bereichen Daten gibt, in anderen Bereichen aber eben nicht. Das Thema Leerstand ist immer wieder so eine heiße Kartoffel, wo die einen sagen, es gibt ihn und die anderen sagen, es gibt ihn nicht. Dann wird darüber gestritten, ob man subjektive Wahrnehmungen in Betracht ziehen kann oder nicht. Ich glaube, dass es innerhalb der Bevölkerung auf jeden Fall eine gewisse Wahrnehmung eines beträchtlichen Leerstands gibt. Vielleicht nicht nur von Wohnflächen, von Geschäftsflächen, von allen möglichen anderen Immobilienflächen und im Sinne einer bedürfnisorientierten Baupolitik und Wohnbaupolitik denke ich schon, dass es sinnvoll ist, sich hier eine Basis, eine fachliche sachliche Basis, zu schaffen, auf der man dann vernünftige Stadtentwicklungspolitik aufbauen kann. Insofern werden wir dem Antrag auf jeden Fall zustimmen.
Abstimmungsergebnis
Ergebnis: abgelehnt
Der Antrag wird bei Stimmenthaltung der Fraktionen von SPÖ (22), FPÖ (9) und NEOS (2) mit Stimmenmehrheit abgelehnt.